Vom 29. Januar bis 5. März 2010 zeigt der Verein Kunst und Kultur Werke von Anna E. Lukasik-Fisch im Bereich des „domus culinae“ des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier.
Die Vernissage findet am Freitag, den 29. Januar 2010 um 19.30 Uhr in der alten Eingangshalle des Krankenhauses statt. Begrüßung und Erörterung durch Herrn Walter Oberbillig.
Illustration ist Gebrauchskunst. Ihre Funktion ist es, nicht-visuelle Inhalte zu verbildlichen. Im Gegensatz zur freien Kunst, deren Themen vom Künstler selbst bestimmt werden, besteht ihre Aufgabe darin, eine möglichst überzeugende, entweder konforme oder polemische Darstellung eines vorgegebenen Inhalts zu liefern.
Die Angebundenheit des Illustrierens an eine Vorgabe ist kein Hindernis. Die damit verbundene Herausforderung, eine zerbrechliche Balance zwischen der Vorlage, eigener Vorstellungskraft, handwerklicher Fertigkeit und den Erwartungen des Abnehmers zu erarbeiten, beschert einem ambitionierten Buchkünstler einen intellektuellen Reiz und Freude an der Arbeit.
Ein Betrachter kann die bildliche Umsetzung eines Inhaltes mögen oder verwerfen, die Gefahr jedoch, dass er desinteressiert vorbeiläuft ist deutlich geringer als bei freien Kunstdisziplinen. Illustrationen werden für den Alltag erstellt, nicht für eine Schublade oder Galerie. Was nichts an der Tatsache ändert, dass es sich um hochwertige Kunstwerke handelt, die es durchaus verdienen, in einer Ausstellung präsentiert zu werden.
Der Schwerpunkt meiner Ausstellung ist das Zusammenspiel von erzählerischer und bildhafter Komponente und die Art, wie sie in einem Buch zu ihrer Synthese kommen. Es werden Buchprojekte mit den dazugehörigen Geschichten präsentiert, darüber hinaus Einzelwerke, die auf literarischen Vorlagen sowie auf allgemeinkulturellen Kontexten basieren.
Da unterschiedliche Vorlagen unterschiedliche Mittel erforderlich machen, ist die Spannweite der angewendeten Techniken dementsprechend groß. Sie umfasst klassische Zeichnung, Pastell, Aquarell, Gouache und nicht zuletzt Originalgrafik (Kupferdruck), die eine der ältesten Erstellungsmethoden einer Illustration in Auflage repräsentiert.
Die Ausstellung ist täglich von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei.