Bauchschlagadererweiterung (Aneurysma) - Früherkennung führt zu Verminderung des Risikos

Screeningwoche im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier vom 3. bis 7. Mai 2010

Von Montag, 3. Mai bis Freitag, 7. Mai 2010 bietet das Zentrum für Gefäßmedizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier eine Screeningwoche zur Bauchschlagader-Erweiterung an. Jeweils von 14.00 – 16.00 Uhr können Interessierte einen Risikocheck machen lassen. Der Risikocheck für Patienten wird in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Aktionstag der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) durchgeführt.

Angeboten werden neben dem Ultraschallscreening der Bauchschlagader auch eine Blutdruckkontrolle, eine Blutzuckermessung und eine Beratung. Die Anmeldung erfolgt vor Ort ab 14.00 Uhr direkt am Infostand im Foyer des Brüderkrankenhauses. Das Angebot ist kostenlos.

Eine Bauchschlagader-Erweiterung tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf. Betroffen sind etwa 1,7 Prozent der Frauen und 5 Prozent der Männer über 65 Jahren. Das Risiko steigt alle 10 Jahre um etwa 6 Prozent an. Die Erweiterung bleibt vom Patienten meist unbemerkt. Die Gefahr: reißt die Erweiterung ein, kann das lebensbedrohliche Folgen haben.

Prof. Dr. med. Detlef Ockert, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Gefäßmedizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, erläutert den Hintergrund: „Wir wissen, dass ab einem Durchmesser der Bauchschlagader von 5 cm die Gefahr des Platzens deutlich steigt. Durch ein Ultraschall-Screening kann eine Erweiterung der Bauchschlagader frühzeitig erkannt und das Platzen der Bauchschlagader sowie die damit verbundene Sterblichkeit um bis zu 50% reduziert werden. Wir unterstützen daher die Forderung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG), das Screening als Präventionsmaßnahme einzuführen.“

Hauptrisikofaktoren und Beschwerden

Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung einer Bauchschlagader-Erweiterung sind Rauchen, Bluthochdruck, familiäre Veranlagung, hohe Blutfettwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Der Großteil der von einer Bauchschlagader-Erweiterung Betroffenen hat keinerlei Beschwerden. Kommt es zu einer Größenausdehnung der Erweiterung, kann das mit Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule oder der Nieren einhergehen. Platzt die Erweiterung, kommt es zu unerträglichen Bauch- oder Rückenschmerzen, Übelkeit und Brechreiz. Es besteht akute Lebensgefahr. Nur eine sofortige Operation kann den Betroffenen retten.

Die Operation der erweiterten Bauchschlagader kann als offene Bauchoperation oder als sogenannte endovaskuläre Versorgung mittels Stentprothese über kleine Zugänge in den beiden Leisten durchgeführt werden.

Das Zentrum für Gefäßmedizin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist eines von zwei zertifizierten Gefäßzentren in Rheinland-Pfalz. Alle modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden im Zentrum für Gefäßmedizin angeboten; sie sind auf dem neuesten technischen Stand und werden permanent weiterentwickelt. Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen beraten hier gemeinsam über die beste Behandlungsmethode für jeden einzelnen Patienten.

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