Wenn der Blutverlust bei einer geplanten Operation in 10 Prozent oder mehr aller Fälle eine Bluttransfusion erforderlich macht, so ist die Möglichkeit der Eigenblutspende vor einer solchen Operation zu prüfen.
Bei der Eigenblutspende wird Ihnen in unserer eigenen Einrichtung (Anästhesieambulanz und Eigenblutspende 6. Stock im AB-Trakt) an mehreren Terminen Ihr eigenes Blut entnommen. Dieses wird in unserem Blutdepot gelagert und steht so für die Operation direkt im Hause zur Verfügung.
Der zeitliche Abstand zwischen dem ersten Termin zur Eigenblutspende und dem OP – Termin sollte mindestens vier Wochen betragen.
Voruntersuchung
Vor der ersten Eigenblutspende überprüft der Arzt anhand eines
Fragebogens (diesen finden Sie
hier) und einer sorgfältigen
Untersuchung, ob eine Eigenblutspende bei Ihnen möglich ist. Dazu gehört auch eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und bestimmter Infektionsmarker (Hepatitis B, Hepatitis C und HIV).
Durchführung
Bei der Eigenblutentnahme, die unter Überwachung von Herz- und Kreislauffunktion stattfindet, werden jeweils 400 bis 500 Milliliter Blut aus einer Armvene entnommen. Künstliches Plasma oder Elektrolytlösung werden als Ersatz für das entnommene Blut zugeführt.
Einzelheiten zu möglichen Risiken und Komplikationen finden Sie im „Aufklärungs- und Anamnesebogen für die Eigenblutspende“.
Ausschluss
Die Eigenblutspende ist nicht möglich bei:
- Schwangerschaft
- Schweren Herzerkrankungen
- Akuten Infektionen, insbesondere an Magen und Darm
- Bluterkrankungen und Tumorleiden
- Schweren chronischen Infektionen wie HIV oder Hepatitis
- Bei Kindern wird nur ausnahmsweise eine Eigenblutspende durchgeführt.
Alternativen
Auch wenn - zum Beispiel wegen der Dringlichkeit des Eingriffs oder aus einem der oben aufgeführten Ausschlussgründe - eine Eigenblutspende bei Ihnen nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, müssen Sie sich im Falle einer notwendigen Blutübertragung keine Sorgen machen: Das von uns transfundierte
Fremd-Blut ist sehr gut untersucht und die
Infektionsgefahr dadurch
extrem gering.
Für Patienten, die aus religiösen Gründen eine Bluttransfusion ablehnen, wie zum Beispiel
Zeugen Jehovas, finden
hier weitere Informationen.