Schulter

Bei der Behandlung von Verletzungen oder Verletzungsfolgen an der Schulter stehen uns in Ergänzung der eingehenden klinischen Untersuchung alle modernen diagnostischen Verfahren (Ultraschall, konventionelle Röntgenaufnahmen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie) zur Verfügung.
Wenn eine operative Behandlung erforderlich ist, werden nach Möglichkeit die arthroskopischen Verfahren (Gelenksspiegelung, „Schlüsselloch-Chirurgie“) angewendet, wobei auch die sogenannten offenen Verfahren zumeist nur kleine Zugangswege erfordern, z.B. der sog. „mini-open“ bei der Rekonstruktion der Rotatorenmanschette.

 

Schulterverrenkung (Luxation):

Als Sofortmaßnahme ist das schonende Einrenken (Reposition) des Gelenks erforderlich, was jederzeit durchgeführt werden kann. Wenn eine operative Behandlung nach Zusatzdiagnostik (Ultraschall, MRT) erforderlich ist, wird eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) mit Rekonstruktion der abgerissenen Kapsel-Bandstrukturen durchgeführt (ventrale Rekonstruktion, Bankart-repair).
 

Schädigungen der Rotatorenmanschette:

Wenn durch Ultraschall oder MRT eine Schädigung der Rotatorenmanschette nachgewiesen und eine operative Behandlung erforderlich ist, kann diese sowohl in arthroskopischer Technik (Gelenkspiegelung), als auch als offenes Verfahren (mini-open-repair) durchgeführt werden.
 

Brüche am Oberarmkopf (proximale Humerusfraktur):

Die insbesondere bei älteren Menschen nicht seltenen Brüche am Oberarmkopf erfordern häufig eine operative Behandlung, um eine frühzeitige Übungsbehandlung (Krankengymnastik) zur ermöglichen und die drohende Einsteifung des Gelenks während der Heilungsphase zu vermeiden. Operative Verfahren 
 

Zerreissung des Schultereckgelenks (AC-Gelenk, Tossy-Läsion):

Bei vollständiger Zerreißung der stabilisierenden Bänder am Schultereckgelenk wird eine Hakenplatte eingesetzt, um die Gelenkstellung in natürlicher Position zu halten. Während der Heilungsphase darf der Arm dann – im Gegensatz zu vielen anderen Operationsmethoden – ohne große Belastung weitgehend frei bewegt werden. Zur Entfernung der Platte nach einem Vierteljahr bestehen in aller Regel bereits wieder die vollständige Arbeits- und Sportfähigkeit.
 

Schlüsselbeinbruch (Claviculafraktur):

Bei einem verschobenen Bruch des Schlüsselbeins wird eine Stabilisierung mit einer Platte und Schrauben durchgeführt um die frühzeitige Beweglichkeit des Armes im Schultergelenk wieder zu ermöglichen. Bei einfachen Bruchformen ist auch die Stabilisierung mit einem in den Knochen eingeschobenen Draht (TEN, Prevot-Pin) möglich.