Die Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie (MRT) stellt eine neue Untersuchungsmethode dar, deren Anwendungsspektrum sich ständig erweitert. Die MRT liefert diagnostische Informationen, die mit den übrigen bildgebenden Verfahren der Radiologie nicht zu erhalten sind. Weitere Vorteile der MRT sind die Bildgebung ohne Röntgenstrahlung und jodhaltiges Kontrastmittel und eine Darstellung in beliebigen Projektionen.


Magnetresonanztomogramm im Kopfbereich
Magnetresonanztomogramm im Kopfbereich

Eine MRT Untersuchung kann nicht bei Herzschrittmacherpatienten durchgeführt werden. Größere eisenhaltige Metallteile im Patienten (z.B. Granatsplitter) können ebenfalls gegen eine MRT Untersuchung sprechen. Die Mehrzahl der ärztlich eingebrachten Implantate (z.B. Hüftkopfprothese) besteht aus nicht eisenhaltigen Stoffen und ist in der Regel unproblematisch.
Auf eine Operation in den letzten Monaten sollte der Patient wegen Gefäßclips hinweisen. Obwohl bisher keine Nebenwirkungen bekannt sind, sollte sicherheitshalber auf die Untersuchung schwangerer Patientinnen so weit wie möglich verzichtet werden.


Darstellung der Knorpelstrukturen im Kniebereich mit der MRT
Darstellung der Knorpelstrukturen im Kniebereich mit der MRT

Vor der Untersuchung sollte der Patient persönliche Metallgegenstände (z.B.Schlüssel, Geldbörse), Uhr und Scheckkarte ablegen. Anschließend wird der Patient in die Öffnung des Magneten gefahren. Neue MR-Geräte zeichnen sich durch eine große Öffnung aus. Gegen Platzangst wirkt auch eine Spiegelung der Umgebung in das Sichtfeld des Patienten und eine Fensteröffnung im Untersuchungsraum.


Bei einigen Untersuchungen ist das Schalten der Magnetfelder deutlich zu hören. Um die akustische Belastung zu vermindern, erhält der Patient einen Kopfhörer (auf Wunsch mit Musikübertragung).

Einige Untersuchungen erfordern es, spezielles Kontrastmittel zu trinken. In einzelnen Fällen ist auch die intravenöse Gabe von paramagnetischem Kontrastmittel notwendig. Im Vergleich zum jodhaltigen Kontrastmittel sind die Nebenwirkungen und Risiken paramagnetischer Kontrastmittel deutlich geringer.

Die Untersuchung im Magnetfeld dauert in Abhängigkeit von der Fragestellung 10 - 30 Minuten. Magnetfelder verursachen keine Schmerzen oder Mißempfindungen. Während der Untersuchung sollte der Patient ruhig liegen bleiben und gleichmäßig atmen. Nach der Untersuchung kann der Patient seinen gewohnten Tagesablauf wieder aufnehmen.