Das Urogramm

Das Urogramm ermöglicht nach intravenöser Kontrastmittelgabe die Darstellung der Ausscheidung über die Nieren und den Harnleiter in die Blase.
Das Urogramm

Urogramm (Darstellung mit der digitalen Speicherfolienradiographie)



Häufige Fragestellungen:

Steine, chronisch entzündliche Veränderungen, Anomalien, Tumor


Vorbereitung des Patienten:

am Vortag: Mittel zur Entblähung (z.B. sab simplex)


am Untersuchungstag: leichtes Frühstück möglich (1 Tasse Kaffee oder Tee, ½ belegtes Brötchen)


Vorsicht bei:

Kontrastmittelallergie, Schilddrüsenüberfunktion, eingeschränkter Nierenfunktion


Durchführung:

Vor der Untersuchung erfolgt zunächst die Aufklärung des Patienten über die Durchführung und die Risiken der Untersuchung. Nach schriftlicher Einwilligung wird eine Leeraufnahme der Nieren zur Darstellung von Verkalkungen angefertigt. Anschließend erfolgt die intravenöse Gabe von ca. 100 ml nichtionischem jodhaltigem Kontrastmittel. Nach wenigen Minuten werden Übersichtsaufnahmen von Niere, Harnleiter und Blase angefertigt. Bei unvollständiger Füllung müssen Zusatzaufnahmen zu einem späteren Zeitpunkt (bis zu 2 Stunden nach Kontrastmittelgabe) angefertigt werden.
Bei Verdacht auf eine Kontrastmittelallergie oder eine Schilddrüsen-überfunktion kann die Gabe entsprechender Medikamente das Risiko deutlich senken. Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch weiterhin. Zahlreiche klinische Fragestellungen insbesondere bei Kindern können heute bereits ohne Röntgenstrahlung und ohne jodhaltiges Kontrastmittel mit der Magnet-resonanztomographie beantwortet werden.