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Bei zahlreichen Gefäßgebieten kann die MR-Angiographie die konventionelle Röntgen-Angiographie bereits ablösen. Beispiele sind die Darstellung der Gefäße im Becken/Beinbereich, im Bereich der Hauptschlagader und im Bereich der Nieren. Bei der MR- Angiographie ist keine Punktion der Arterien mit Einführung eines Katheters notwendig. Die MR-Angiographie kann ohne Röntgenstrahlen und ohne jodhaltiges Kontrastmittel durchgeführt werden und erlaubt eine Gefäßdarstellung aus sämtlichen Richtungen.
Klinische Fragestellungen:
Durchblutungsstörungen, Blutungen, präoperative Gefäßdarstellung, Anomalien
Vorsicht bei:
Herzschrittmachern, eisenhaltigen Metallteilen im Körper des Patienten
Vorbereitung des Patienten:
keine
Durchführung:
Die Gefäßuntersuchung am Magnetresonanztomographen dauert etwa 30 Minuten und bedarf keiner speziellen Patientenvorbereitung. Vor Betreten des Untersuchungsraumes sollte der Patient sämtliche Metallteile (Schlüssel etc), Uhr und Kreditkarte in einem gesonderten Fach deponieren (Magnetfelder!). Zur Verstärkung der Gefäßdarstellung wird eine geringe Menge paramagnetischer Flüssigkeit intravenös vor den Aufnahmen geben. Nach der Gefäßuntersuchung kann der Patient ohne Einschränkungen seinen Tagesablauf fortsetzen.
Gemeinsame Untersuchungen mit der gefäßchirurgischen Abteilung des Brüderkrankenhauses haben gezeigt, daß die MR-Angiographie von hoher diagnostischer Wertigkeit für die anschließende Therapie ist. Eine ausführliche Beschreibungen finden Sie in dem Beitrag von H.P. Busch, H.G. Hoffmann, Ch. Metzner, W. Oettinger : "MR-Angiographie der Becken/Beingefäße mit automatischer Tischverschiebung (MobiTrak): Ergebnisse bei 100 Patienten".