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Fachinfos
Interventionelle Kardiologie
Kardiale Bildgebung

Informationen für Ärzte und Zuweiser

Hier finden Sie ausführliche Fachinformationen zu unserem medizinischen Leistungsspektrum.

Interventionelle Kardiologie  

  • Diagnostische und therapeutische Techniken
  • Interventionelle Herzklappentherapie

Kardiale Bildgebung

  • Echokardiographie
  • Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)
  • Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

Elektrophysiologie

• Herzinsuffizienztherapie


Hauptmann, Karl Eugen

Chefarzt Kardiologie
Arzt für Innere Medizin / Kardiologie / internistische Intensivmedizin
Zusatzbezeichnung: Interventionelle Kardiologie (DGK), Hypertensiologie (DHL)

Tel: +49 (0)651 208-2784
Fax:+49 (0)651 208-2786
ke.hauptmann@bk-trier.de

 

Interventionelle Kardiologie - Infos für Ärzte

Herzkatheterlabor im BKTzoom
Herzkatheterlabor im BKT

Die Abteilung für Innere Medizin III verfügt als überregionales kardiologisches Zentrum in der Region Trier über drei moderne digitale vernetzte Herzkatheteranlagen. Ein weiteres Herzkatheterlabor, ein sogenannter Hybrid-Herzkathetermessplatz der Klassifizierung 1 a nach DIN 1946, ist im September 2011 in Betrieb gegangen.

In diesem Hybrid-Katheterlabor können interventionelle Eingriffe in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie zusammen durchgeführt werden. 

Von der Abteilung für Innere Medizin III werden jährlich mehr als 6000 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt (ca. 4500 Koronarangiographien und mehr als 1600 Koronardilatationen).
Bereits seit 1989 werden in der Abteilung Koronardiagnostiken sowie interventionelle Eingriffe am Herzen erfolgreich durchgeführt.

24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche steht ein kardiologisches Team bereit, um Notfälle, insbesondere Patienten mit akutem Myokardinfarkt, akut zu diagnostizieren und interventionell zu therapieren.

Seit Jahren liegt der wissenschaftliche Schwerpunkt im Bereich der Diagnostik und Therapie der Koronarstenose sowie der Instent-Restenose. Die Teilnahme an zahlreichen internationalen multizentrischen Studien war und ist für uns verpflichtend. Mehrere Leitungen solcher Studien dokumentieren das hohe Niveau der kardiologischen Abteilung der Abteilung für Innere Medizin III.
Weiterhin verpflichtend ist für uns auf freiwilliger Basis die Teilnahme an Registern zur Überprüfung der Qualität.


Bei Fragen zu nicht angesprochenen interventionellen Techniken für angeborene oder erworbene Herzklappenfehler oder nicht angesprochene interventionelle Techniken, wenden Sie sich gerne an uns:

E-Mail: k.e.hauptmann@bk-trier.de
Telefon: +49 (0)65 208-2784

 
 
 
 

Informationen zu diagnostischen und therapeutischen Techniken

Diagnostische Techniken

  • Koronarangiographie mit Ventrikulographien
  • Rechtsherzkatheteruntersuchungen
  • Pulmonalisangiographien
  • Transseptale Herzkathetertechniken
  • Rechtsventrikuläre Myokardbiopsien
  • Intravaskulärer Ultraschall
  • FFR (Flow Wire Technik)
  • Transthorakale Perikardpunktion

Therapeutische Techniken

  • Koronarrevaskularisationstechnik
  • Konventionelle Ballondilatation (PTCA)
  • Implantation koronarer Gefäßstützen (Stents), in ca. 50% medikamentös beschichtete Stents.
  • Hochfrequenz-Rotablation
  • Intraaortale Ballongegenpulsation
  • Implantation herzunterstützender Pumpen zur Stabilisierung der Kreislauffunktion des Patienten
  • Ballonvalvuloplastie zur Therapie verengter Herzklappen
  • Implantation perkutaner Aortenklappen
  • Mitralklappen-Clipping
  • Alkoholablation des Septums bei hypertroph-obstruktiver Kardiomyopathie
  • Verschluss von persistierenden offenen Foramen ovale und Vorhofseptumdefekten
  • Implantation von Gefäßstützen (Stents) im Bereich der thorakalen Aorta
  • Mitralklappenvalvuloplastie in besonders gelagerten Fällen
  • Kathetertechnischer Verschluss eines persistierenden Ductus arteriosus botalli
  • Dilatation und Stentimplantation im Bereich von Stenosen der A. carotis interna

Hochrisikoeingriffe am Koronarsystem

Begünstigt durch die enge Zusammenarbeit mit der Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie sind wir in der Lage, in Absprache mit diesen Kollegen hochkomplexe Eingriffe an den epikardialen Kranzgefäßen durchzuführen (Intervention komplexer Mehrgefäßerkrankungen, Hauptstammstenose usw.).

Somit wird für Patienten mit deutlich überhöhtem Operationsrisiko eine erweiterte interventionelle Behandlungsmöglichkeit geschaffen. Dieses Verfahren steht auch für Patienten zur Verfügung, die die Gabe von Blutprodukten während einer Operation aus ethischen Gründen ablehnen (z. B. Zeugen Jehovas).

 
 

Neue interventionelle Therapieverfahren bei Herzklappenfehlern

Durch das ansteigende Alter der Bevölkerung in Deutschland kommen zunehmend Patienten mit einem Therapiewunsch in unsere Behandlung zwecks Therapie von Aortenklappen- oder Mitralklappenfehlern bei denen ein überdurchschnittlich hohes Operationsrisiko vorliegt.

Errechnet wird das Operationsrisiko zurzeit mit Hilfe des Euroscores oder des STS-Scores. In Absprache mit den Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie bieten wir diesen Patienten kollektiv perkutane Verfahren zur Therapie der Herzklappenfehler an. Diese Verfahren werden nicht nur in enger Absprache mit den Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie durchgeführt, sondern auch mit Hilfe der Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie im Bedarfsfall durchgeführt.

Aortenklappenfehler

Bei der degenerativ verkalkten Aortenklappenstenose stehen als Therapieverfahren einmal die Aortenklappenvalvuloplastie (Sprengung) oder die Implantation einer perkutanen Aortenklappe zur Verfügung.

1. Aortenklappenvalvuloplastie:
Bei der Aortenklappenvalvuloplastie wird mit Hilfe eines großen Ballonkatheters die verengte Aortenklappe dilatatiert. Der Nachteil dieser Methode ist, dass der Dilatationseffekt nicht von längerer Dauer ist, so dass dieses Verfahren in der Regel nur im Notfall angewandt wird.

2. Implantation von klappentragenden Stents:
Die Implantation klappentragender Stents bei Patienten mit überhöhtem Operationsrisiko wird in enger Absprache mit den Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie durchgeführt.
Ausgehend von der Leistenarterie, der Armarterie oder im Einzelfall auch von der Herzspitze werden klappentragende Stents implantiert. Nach Einbau dieser Spezialstents im Bereich der ehemaligen Aortenklappe, übernimmt die eingenähte biologische Herzklappe die Funktion der verengten Herzklappe. Für ein optimales Ergebnis stehen uns verschiedene Klappensysteme zur Verfügung. Jährlich werden derzeit ca. 150 katheterinterventionelle Aortenklappen (TAVI Stand 2013) und ca. 50 Mitraclips implantiert.

Core Valve Aortenklappenersatz

Core Valve Aortenklappenersatz

Sämtliche Daten dieser so behandelten Patienten werden auf freiwilliger Basis nach Zustimmung der Patienten in zwei Herzklappenregister eingetragen. Ein unabhängiges externes Gremium überprüft die Langzeitergebnisse und Komplikationen der so behandelten Patienten. Auf diese Weise ist es gewährleistet, dass einerseits möglichst schnell deutschlandweit von vielen Patienten Ergebnisse zusammengetragen werden, auf der anderen Seite die Komplikationsrate überprüft und verglichen wird.

Mitralklappeninsuffizienz

Bei einem Teil der schweren Mitralklappeninsuffizienz (Klappenundichtigkeit) kommt es zum Auftreten dieser Klappeninsuffizienz bei intakten Klappen infolge einer Dilatation des Mitralklappenringes. Bei diesen Patienten und bei Patienten bei denen es infolge von leichtem Prolabieren einzelner Klappenanteile zu einer Undichtigkeit kommt, steht heute ein technisches Verfahren zur Abdichtung der Mitralklappe zur Verfügung.

Mitral Clipping
Mitral Clipping

Seit 2008 steht ein interventionelles Verfahren zur Verfügung mit Hilfe dessen die Mitralklappe abgedichtet werden kann. Zwei größere Studien haben in der Zwischenzeit dieses Verfahren als technisch sicher bestätigt.

Es wird im Rahmen dieses Verfahrens ein Katheter über den rechten Vorhof in den linken Vorhof vorgeschoben durch das Vorhofseptum. Mit Hilfe kleiner Klammern, echokardiographisch und radiologisch kontrolliert, werden diese Clip-Systeme so gesetzt, dass die Mitralklappenöffnung abgedichtet werden kann.

In der Abteilung für Innere Medizin III des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder wird dieses interventionelle Verfahren seit 2010 durchgeführt.

Gleichfalls, wie bei allen interventionellen Klappenverfahren, kommt dieses Verfahren lediglich bei Patienten zur Anwendung, die aufgrund ihrer Begleiterkrankung oder der zugrunde liegenden kardialen Erkrankung ein solch hohes Operationsrisiko beinhalten, dass die Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie diese Patienten ablehnen und auf unser technisches Verfahren verweisen.

Parallel zu diesem erprobten technischen System nehmen wir an interventionellen Studien teil, in den andere Verfahren erprobt werden um die Mitralklappe abzudichten.

Kathetertechnischer Verschluss des linken Herzohres

Bereits 2005 wiesen wir im Rahmen einer Studie nach, dass bei Patienten bei denen eine Kontraindikation gegen eine Marcumartherapie besteht, zwecks Verhütung einer kardialen Embolisation, das Vorhofohr technisch erfolgreich verschlossen werden kann.

Es ist bekannt, dass ca. 25% der Schlaganfälle entstehen aufgrund von Embolisationen aus dem Herzen. Ein Großteil dieser Embolisationen kommt bei chronischem oder intermittierendem Vorhofflimmern von thrombotischem Material aus dem linken Herzohr.
 
Therapeutisch werden daher diese Patienten seit vielen Jahren mit Marcumar behandelt, so dass es nicht zum Auftreten von embolischen Material im Bereich des linken Vorhofes kommen kann. Kommt es bei diesen Patienten jedoch unter Marcumar zu schwerwiegenden lebensbedrohlichen Blutungen oder kann Marcumar wegen anderer Begleiterkrankungen nicht verabreicht werden, kann das Embolierisiko erfolgreich behandelt werden durch Implantation eines Verschlusssystems im Bereich des linken Vorhofes.
Bei diesem Patientenklientel implantieren wir daher aus therapeutischem Zwecke das sogenannte Watchman-System oder alternativ das Plato-System.

 

Kardiale Bildgebung - Infos für Ärzte

Echokardiographie

In der Abteilung für Innere Medizin III werden jährlich etwa 14.000 echokardiographische Untersuchungen durchgeführt.
Hierbei werden alle Verfahren der modernen Echokardiographie angewandt, u.a. transthorakale und transoesphageale Echokardiographie, 3D-Echokardiographie, Stressechokardiographie, Kontrast-Echokardiographie und Gewebedoppler-Echokardiographie.

Weitere Infos zur Echokardiographie...

Die Abteilung ist seit 2009 von der „Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin“ (DEGUM) als Echokardiographielabor Stufe II zertifiziert.
Es besteht eine kassenärztliche ambulante Zulassung für transoesophageale Echokardiographie und medikamentöse Sressechokardiographie auf fachärztliche Zuweisung.

Alle Untersuchungen werden digital zentral archiviert und stehen jederzeit bei Bedarf auf mobilen Datenträgern zur Verfügung. Wichtige Befunde können so im digitalen Kliniknetz innerhalb von Minuten in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Herzchirurgie unseres Hauses diskutiert werden.

Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Bei der TEE wird eine Sonde durch die Speiseröhre eingeführt, an deren Spitze sich ein multiplaner TEE-Ultraschallkopf befindet.
Klinische Indikationen für die TEE sind insbesondere Untersuchungen der Vorhöfe und der Herzklappen (Thrombensuche, Mitralklappenmorphologie und Ausmaß einer Mitralinsuffizienz, Frage nach Emboliequellen und Endokarditis), der Herzsepten (persistierendes Foramen ovale, atrialer und ventrikulärer Septumdefekt) sowie der thorakalen Aorta (Aortendissektion, Plaques, Aneurysmata).

Die Untersuchung läuft nach ausgiebiger Betäubung des Rachens und unter einer zusätzlichen Sedierung mit Midazolam ab, so dass sie möglichst wenig unangenehm für den Patienten ist.
Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel circa zehn Minuten und kann ambulant erfolgen, die Patienten müssen zuvor circa sechs Stunden nüchtern sein. Nach der Untersuchung ist der Patient wegen der erfolgten Sedierung für den Untersuchungstag allerdings fahruntüchtig.

Stressechokardiographie

Bei der Stress-Echokardiographie wird mittels einer Dobutamin-Infusion in steigernder Dosierung eine Belastungssituation (mit resultierendem Herzfrequenz- und Blutdruckanstieg) für den Patienten simuliert (medikamentöse Stressechokardiographie). Alternativ kann die Belastung durch eine Ergometrie auf einer Ergometerliege erfolgen ( ergometrische Stressechokardiographie).
Neu auftretende oder sich verschlechternde Wandbewegungsstörungen deuten auf eine hämodynamisch relevante, stenosierende KHK hin.

Indikationen für eine Stress-Echokardiographie sind der Verdacht auf eine KHK bei unklaren klinischen oder elektrokardiographischen Ergebnissen, die Evaluierung der hämodynamischen Relevanz einer bekannter Koronararterienstenose, die Risikostratifizierung von Patienten mit bekannter KHK und/oder Z. n. Myokardinfarkt sowie die Vitalitätsdiagnostik bei ischämischer Kardiomyopathie zur Prüfung der Indikation einer Revaskularisierung.
Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden.

3D-Echokardiographie

Mittels spezieller Matrix-Schallköpfe ist es möglich, das Herz in seiner dreidimensionalen Gesamtheit zu erfassen. Dadurch lassen sich beispielsweise Herzklappen plastisch darstellen, so dass bei bestimmten Erkrankungen der Herzklappen wichtige Zusatzinformationen gewonnen werden können, um beispielsweise spezielle OP-Techniken zu planen. Zudem lässt sich mit der 3D-Echokardiographie eine sehr genaue Quantifizierung der linksventrikulären Pumpfunktion erzielen.
 
Bei der Beurteilung von Herzerkrankungen, die mit einer Einschränkung der linksventrikulären Pumpfunktion einher gehen, ist eine exakte und zuverlässige Quantifizierung der Ejektionsfraktion, auch in Verlaufsuntersuchungen, zunehmend wichtig, da dieser Parameter für die Indikationsstellung zur Implantation von Defibrillatoren oder biventrikulären Schrittmachersystemen herangezogen wird.

 
 

Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)

Mit Hilfe der Kernspintomografie (MRT) können Schnittbilder des Herzens ohne Röntgenstrahlen erzeugt werden.
Für bestimmte Fragestellungen wird zusätzlich ein Kontrastmittel verwendet, welches jedoch im Vergleich zu konventionellen Röntgenkontrastmitteln kein Jod enthält und damit in der Regel sehr gut vertragen wird.

Weitere Infos zur Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)...

MRT-Gerätzoom
MRT-Gerät

Die wichtigsten Indikationen für eine Kardio-MRT-Untersuchung sind:

  • Quantitative Funktionsanalyse von linkem Ventrikel (LV) und rechtem Ventrikel (RV)
  • Vitalitätsuntersuchung mittels Dobutamin bei Verdacht auf koronare Herzerkrankung oder bekannter koronarer Herzerkrankung
  • Diagnostik myokardialer und perikardialer Erkrankungen, wie z. B. Perimyokarditis, Kardiomyopathien u. a.
  • Abklärung einer Herzbeteiligung bei System- und Infektionskrankheiten wie Amyloidose, Sarkoidose u. a.
  • Abklärung kardialer Raumforderungen wie Thromben, Herztumore u. a.
  • Diagnostik bei angeborenen Herzfehlern im Erwachsenenalter


Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht untersucht werden. Koronarstents, implantierte Fremdkörper des Herzens (PFO- und ASD-Okkluder) sowie moderne künstliche Herzklappen stellen jedoch keine Kontraindikation für eine Kardio-MRT-Untersuchung dar.

 
 
 
 

Terminvereinbarung:

Telefon: +49 (0)651 208-2784
Fax: +49 (0)651 208-2786

 
 

Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

Die Untersuchung des Herzens mithilfe des Kardio-CTs erfolgt in enger Kooperation mit unseren Kollegen der Radiologischen Abteilung.
Die Untersuchungen erfolgen an einem 64-zeiligen hochmodernen Computertomografen.

Weitere Infos zur Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

Die Untersuchung eignet sich

  1. zur Bestimmung des Kalkscores (Agatston/Score)
  2. zum Ausschluss bzw. Nachweis einer hämodynamischen wirksamen Koronarstenose.

Der sogenannte Kalkscore eignet sich zur Bestimmung des individuellen Risikos für ein koronares Ereignis. Für diesen Kalkscore gilt aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage, dass er eine von den klassischen Risikofkatoren unabhängige prognostische Aussagekraft besitzt.
Die Computertomographie des Herzens ermöglicht eine exakte Darstellung von Verkalkungen der Herzkranzgefäße.
Aufgrund der Dichtemessung dieser Verkalkungen lässt sich der Kalkscore (Agatston/Score) ermitteln. Zur Bestimmung des Kalkscore ist somit keine Kontrastmittelgabe erforderlich. Die Strahlenbelastung liegt bei ca. 1 - 2 mSV.

Nachweis bzw. Ausschluss einer Koronarstenose

Nach der Kontrastmittelgabe lassen sich die Herzkrankgefäße nicht invasiv darstellen.
Mit den neuesten Technologien wird eine räumliche Auflösung von ca. 0,4 mm bei einer zeitlichen Auflösung von ca. 80 msec. erreicht.

Voraussetzung ist bei den Patienten ein stabiler Sinusrhythmus. Im Vergleich zur Kalkscorebestimmung ist eine höhere Strahlenexposition von 6- 12 mSv jedoch erforderlich.
Da Kontrastmitttel injiziert wird, muss sich der Patient nüchtern zur Untersuchung vorstellen. Die Untersuchung erfolgt ambulant.

Indikation zur Kardio-CT

In Frage kommen für eine Kardio CT-Untersuchung Patienten, die einerseits keine typischen Symptome für eine hämodynamisch relevante KHK aufzeigen, bei denen jedoch ein ausgesprochen hohes Risikoprofil vorliegt.

Weiterhin eignet sich dieses Verfahren zur Überprüfung einer Bypassfunktion, insbesondere der Überprüfung der Bypasssituation nach mehr als zehn Jahren postoperativen Verlaufes.
Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, bei Koronaranomalien eine solche Untersuchung durchzuführen.