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Beeindruckende Begegnungen

Beeindruckende Begegnungen

In seiner Funktion als ehrenamtlicher Vorsitzender des Caritasverbandes Trier begleitete Markus Leineweber, Hausoberer am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, eine Delegation zur Caritas im ukrainischen Ivano-Frankivsk, mit der die hiesige Caritas seit Beginn der 90er Jahre partnerschaftliche Beziehungen pflegt und eine Vielzahl von Projekten unterstützt.

Auf dem Programm standen neben einem Besuch beim Erzbischof und Metropoliten der griechisch-katholischen Kirche, Volodymyr Vijtyshyn, die Besichtigung von Einrichtungen der örtlichen Caritas wie Werkstätten und Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit besonderem Interesse nahmen die Besucher aus Trier das Konzept interdisziplinärer ambulanter Palliativteams auf. Da es vor Ort viel zu wenig stationäre Hospizplätze und auch kaum Altenpflegeeinrichtungen gebe, komme dieser ambulanten Betreuung eine große Bedeutung zu, berichtet Leineweber. Da es zudem keine Pflichtkrankenversicherung und auch keine staatliche Förderung gebe, seien die Betroffenen und auch die Mitarbeitenden der Caritas auf Spenden angewiesen. Neben dem Trierer unterstützen daher auch weitere Caritasverbände Deutschlands die Arbeit vor Ort.

Ebenso beeindruckt zeigten sich die Mitglieder der Delegation vom Besuch des staatlichen regionalen Palliativ Care Centers. Ein weiterer Schwerpunkt der Caritas vor Ort liegt in der Betreuung und Integration von Menschen, die infolge der militärischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine alleine oder mit ihren Familien in den Westen des Landes übergesiedelt wurden. Von der Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche bis hin zur psychologischen Betreuung der durch den Krieg traumatisierten Menschen reicht die Palette der Aufgaben der Caritas in Ivano-Frankivsk. Auch die Versöhnungsarbeit zwischen den Kulturen hat sich der Verband zum Ziel gesetzt.

"Die Reise war nicht zuletzt auch eine Begegnung mit den Menschen vor Ort, mit ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihren Konflikten. Es sterben immer noch Menschen im Osten der Ukraine - ein Konflikt, der auf einmal sehr nahe liegt", schildert Leineweber seine Eindrücke.

Im Verlauf der Reise kam es auch zu Begegnungen mit Vertretern der griechisch-katholischen Kirche. Die mit der lateinisch-katholischen Kirche unierte Kirche, die unter anderem den Papst der römisch-katholischen Kirche als ihr Oberhaupt anerkennt, war zu Zeiten der Sowjetunion verboten. Ihre Mitglieder konnten nur im Untergrund ihre kirchliche Gemeinschaft und Überzeugung leben und feiern. Ihre Kirchengebäude wurden teils umgewidmet, teils zerstört. Erst mit dem Zerfall der Sowjetunion konnte sich die griechisch-katholische Kirche wieder erholen, ihre Mitglieder ihren Glauben öffentlich bezeugen und ihre Kirchengebäude zurückgewinnen oder wiederaufbauen. 

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