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Aktionstag gegen Inkontinenz

Aktionstag gegen Inkontinenz

Mehr als zehn Millionen Menschen leiden hierzulande an einer Harn- oder Stuhlinkontinenz. Lange wurde das Thema tabuisiert, doch inzwischen suchen viele der Betroffenen nach Rat und sprechen offen über ihr Problem. Dazu beigetragen hat auch die Arbeit des Moselzentrums für Kontinenz (MZK), das vor zehn Jahren zertifiziert und 2018 für weitere drei Jahre rezertifiziert wurde. Aus diesem Anlass richtet das MZK am kommenden Mittwoch, 20. Juni, einen großen Aktionstag im Brüderkrankenhaus Trier aus.

Die Sprachlosigkeit zu überwinden bei einem Leiden, über das nach wie vor viele der Betroffenen aus Scham am liebsten schweigen würden - dieses Anliegen war eines der Kernanliegen des Moselzentrums für Kontinenz, das 2006 gemeinsam vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und dem damaligen Marienkrankenhaus Ehrang, heute Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Ehrang, gegründet wurde. Zwei Jahre später wurde das MZK erstmals nach den Richtlinien der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. zertifiziert.

Den zehnten Jahrestag seiner Zertifizierung nimmt das Zentrum zum Anlass für einen großen Aktionstag zu Harn-/Stuhlinkontinenz und Blasenfunktionsstörungen. Neben Kurzvorträgen aus den Bereichen Urologie, Gynäkologie und Chirurgie der beiden Trierer Kliniken werden auch Informationsstände zu Inkontinenzprodukten und Hilfsmitteln sowie modernen Operationsverfahren geboten. Das Patienten-Informationszentrum (PIZ) ist vor Ort, ebenso Physiotherapeuten von Brüderkrankenhaus und Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Ehrang. Ein Highlight wird das Angebot eines Beckenbodentrainings auf dem "Posturomed", einer Art schwingenden Platte, bilden.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von insgesamt sechs medizinischen Fachabteilungen und den Abteilungen für Physiotherapie der beiden beteiligten Krankenhäuser sowie die Kooperation mit externen Partnern wie dem Sozialpädiatrischen Zentrum e.V. oder dem Sanitätshaus der Barmherzigen Brüder leiste einen wichtigen Beitrag zu einer guten Versorgung von Menschen mit Inkontinenz in der Region Trier, erklärt Dr. med. Silvia Salm, Zentrumsleiterin des MZK und Oberärztin der Abteilung für Urologie und Kinderurologie im Brüderkrankenhaus Trier.

"Die Patienten kommen heute eher zum Arzt und sprechen ihr Problem auch offen an. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich zum Positiven verändert", freut sich Dr. Silvia Salm. Weit verbreitet sei jedoch weiterhin die Annahme, es handele sich bei einer Inkontinenz vor allem um ein altersbedingtes Leiden, das letztlich unvermeidlich sei, beobachtet die Expertin und rät: Unabhängig davon, in welchem Lebensabschnitt die Inkontinenz auftrete, sei eine medizinische Abklärung in jedem Fall zu empfehlen und eine zielführende Behandlung und gute Versorgung in den weitaus meisten Fällen möglich.

Nach einer umfassenden Diagnostik entscheide der behandelnde Arzt gemeinsam mit dem Patienten, welche Therapie und Versorgung im individuellen Fall am meisten Erfolg verspricht. Das Spektrum reicht hierbei vom Beckenbodentraining über Hilfsmittel wie Netzhosen, Einlagen oder Kondomurinale bis hin zu medikamentösen Therapien. Übrigens wird eine Inkontinenz bisweilen auch durch die Einnahme bestimmter Präparate gefördert, zum Beispiel solchen zur Behandlung psychischer oder neurologischer Erkrankungen.

In jedem Fall könne der Mehrzahl der von Inkontinenz betroffenen Menschen wirksam geholfen werden, sagt Dr. Silvia Salm. Der Aktionstag am 20. Juni werde umfassend über die heutigen Möglichkeiten informieren, kündigt sie an.

Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses Trier. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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