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„Vielfalt im Fokus“ – der achte Pflegekongress im Brüderkrankenhaus

„Vielfalt im Fokus“ – der achte Pflegekongress im Brüderkrankenhaus

Berufsanfänger in der Pflege, erfahrenes Pflegepersonal und ältere Menschen als Pflegeempfänger – die aktuellen und künftigen Generationen von Pflegenden und Pflegeempfängern standen im Mittelpunkt des Pflegekongresses 2018. Zum Pflegekongress luden in diesem Jahr zum ersten Mal das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und die Seniorendienste der Barmherzigen Brüder Trier ein. Rund 200 Menschen folgten dieser Einladung in das Tagungs- und Gästehaus der Barmherzigen Brüder Trier, womit der Saal voll besetzt war. In Expertenvorträgen wurde auf die „Generation Z“, das Einbringen intuitiver pflegerischer Kompetenz sowie die Medikation bei älteren Menschen eingegangen. Darüber hinaus nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, in Seminaren ihr Wissen in Bereichen wie „wirkungsvolle Kommunikation“, „MAKS-Therapie“ oder „Patientensicherheit“ zu erweitern.

"Pflege findet in den unterschiedlichsten Bereichen und Settings statt; gerade diese vielfältigen Möglichkeiten machen unseren Pflegeberuf  für die unterschiedlichen Generationen Pflegender so attraktiv", so Jörg Mogendorf, Pflegedirektor im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, im Vorfeld des diesjährigen Pflegekongresses. Diese "Vielfalt der Pflege" können die Kongressteilnehmer in Vorträgen und Seminaren erleben und ihre Kenntnisse erweitern, kündigte Sascha Krames, stellvertretender Pflegedirektor im Brüderkrankenhaus, in seiner Begrüßungsrede an. Der Hausobere des Brüderkrankenhauses, Markus Leineweber, fügte hinzu, dass der Kongress wichtige und aktuelle Themen der Pflege aufgreife und bereits die Einladung seitens des Brüderkrankenhauses und der Seniorendienste die Vielfalt in der Pflege und das Aufbrechen der Grenzen zwischen Akutkrankenhaus und Seniorendiensten zum Ausdruck bringe. Mehr noch würde dies in der interdisziplinären Zusammenstellung kompetenter Referenten deutlich, die für den Kongress  gewonnen werden konnten. Zudem könne durch das vielfältige Fortbildungsangebot, welches von allgemeiner Pflege und Intensivpflege, der Pflege älterer Menschen bis hin zur Praxisanleitung und beruflichen Qualifizierung reiche, auch die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert werden.

In Expertenvorträgen erfuhren die Kongressteilnehmer Wissenswertes über die künftigen Generationen von Pflegenden und Pflegeempfängern. So wusste Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz, der am Lehrstuhl für Organisation, Personal- und Informationsmanagement der Universität des Saarlandes tätig ist, über die Werte der "Generation Z" (Geburtsjahre ca. 1990-1995) zu berichten und machte deutlich, was sich diese Generation von Arbeitgebern wünscht. So seien unter anderem klare Organisationsstrukturen, verlässliche Schichtpläne und individuelle Förderungsangebote wichtig.

Ebenso wie Arbeitgeber sich auf die Bedürfnisse der Berufsanfänger einstellen sollten, sollte sich die jetzige, kommende und aktuelle Generation Pflegender mit der personzentrierten Pflege auseinandersetzen. "Nur durch echtes Interesse an der Person können wir personzentriert pflegen. "Der personzentrierte Ansatz ist eine Grundhaltung, die Pflegepersonen mitbringen sollten", sagt Detlef Rüsing, Leiter des Dialog- und Transferzentrums Demenz (DZD) an der Universität Witten-Herdecke, der zu diesem pflegerischen Ansatz referierte. Denn neben den Veränderungen, die bei einer Demenz im Gehirn passieren, würde es noch weitere Faktoren geben, die das Verhalten beeinflussen - unter anderem gemachte Erfahrungen, die eigene Persönlichkeit, der allgemeine Gesundheitszustand oder aber die Umgebung.

Das zudem eine abgestimmte Medikation bei älteren Menschen von Entscheidung ist, berichtete Professor Dr. med. Matthias Maschke, Chefarzt der Abteilung für Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation im Brüderkrankenhaus und Facharzt für Neurologie mit Zusatzbezeichnung Geriatrie und Intensivmedizin, in seinem Vortrag zum Thema "Medikamente beim älteren Menschen: Was muss ich beachten?" 15 Prozent der Menschen mit Demenz hätten eine nicht sinnvolle Medikation und oft sei dies mit Ursache von Verwirrtheitszuständen. Auch körperliche Veränderungen im Alter wie die verminderte Magenentleerungszeit, der Anstieg des Fettanteils, die Abnahme der Muskulatur oder Veränderungen im Gehirn sollten bei der Vergabe von Medikamenten beachtet werden. Neben der medikamentösen Therapie sei eine effektive nicht-medikamentöse Therapie beim älteren Menschen wichtig. So könne das Risiko, eine Demenz zu bekommen, durch kognitives Training, Bewegung, soziale Aktivitäten und zum Beispiel die Behandlung von Fettleibigkeit oder Hörstörungen im Alter um 35 Prozent gesenkt werden.

Der "ältere Mensch" und dessen bestmögliche Versorgung waren außerdem Schwerpunktthemen der 75-minütigen Intensivseminare, an denen die Besucher zwischen den Vorträgen teilnahmen. Die pflegefachlichen Kursinhalte drehten sich rund um die Intensivpflege, die Pflege des älteren Menschen, die allgemeine Pflege sowie die berufliche Qualifikation und Praxisanleitung. Selbst aktiv werden konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in praktisch ausgerichteten Hands on Workshops. Themenschwerpunkte waren zum Beispiel "Demenzsensible Bewegungsunterstützung mit Kinaesthetics" oder "Stomamanagement".

In den Pausen fand wie jedes Jahr eine Industrieausstellung statt und die Kongressteilnehmer konnten sich mit Angeboten der persönlichen Gesundheitsförderung befassen. Dazu gehörten ein Achtsamkeitstraining sowie eine "Schnelle Entspannung".

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