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Ausgezeichnete Expertise für Herzmedizin der Mitralklappe

Ausgezeichnete Expertise für Herzmedizin der Mitralklappe

Das Herzzentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier erhielt von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) die Auszeichnung „Mitralklappen-Zentrum“. Damit gehört das spezialisierte Zentrum für die Behandlung von Erkrankungen der zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer befindlichen Mitralklappe zu den erst 20 zertifizierten Zentren deutschlandweit (Stand 31. März 2020).

Das von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifizierte Mitralklappen-Zentrum im Herzzentrum Trier des Brüderkrankenhauses ist auf die Behandlung von undichten und verengten Mitralklappen, also sogenannte Mitralklappeninsuffizienzen und Mitralklappenstenosen, spezialisiert.
Undichte Mitralklappen gehören nach der verengten Aortenklappe zu den häufigsten Herzklappenfehlern.

Die Mitralklappenerkrankungen werden im Mitralklappen-Zentrum mit katheterbasierten minimalinvasiven oder chirurgischen Verfahren therapiert. In Rheinland-Pfalz sind aktuell nur das Mitralklappen-Zentrum der Universitätsmedizin Mainz und des Brüderkrankenhauses Trier zertifizierte Zentren. "Die Mitralklappe fungiert im Herzen als Ventil und sorgt für den gerichteten Transport von Blut aus der linken Vorkammer in die linke Hauptkammer des Herzens. Ist die Klappe undicht oder verengt, vergrößert sich die Vorkammer und es können unter anderem Herzrhythmusstörungen oder ein Rückstau von Blut in die Lunge auftreten, was zur Luftnot führt", sagt Privatdozent Dr. med. Nikos Werner, Chefarzt der Kardiologie und Intensivmedizin am Herzzentrum Trier des Brüderkrankenhauses. Eine rechtzeitige Therapie von Erkrankungen der Mitralklappe in einem zertifizierten Zentrum lindere nicht nur die Beschwerden, sondern sichere vor allem das Überleben, so Dr. Werner weiter. "Das Mitralklappen-Zentrum des Herzzentrums Trier ist eines der ersten zertifizierten Zentren deutschlandweit. 
"In dem spezialisierten Zentrum können wir für jeden Patienten nicht zuletzt durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und somit der Expertise verschiedener medizinischer Fachdisziplinen des Brüderkrankenhauses ein individuelles und umfassendes Therapiekonzept gewährleisten", so Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses Trier.  


Die Arbeit des Mitralklappen-Zentrums wurde nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) überprüft. Schwerpunkte der Überprüfung bildeten die nachweisliche Erfüllung der für die katheterbasierte Behandlung von Mitralklappenfehlern notwendigen strukturellen, personellen sowie räumlichen Voraussetzungen. Diese erfüllt das Mitralklappen-Zentrum vollumfänglich, bescheinigten die Gutachter der Zertifizierung einstimmig. Ebenso bewertet wurden die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kardiologie und Herzchirurgie. "Die gemeinsame Therapieentscheidung im Herzteam ist Kernpunkt unserer Arbeit im Mitralklappen-Zentrum. Wir führen die Eingriffe an der Mitralklappe Hand in Hand durch", betont Professor Dr. med. Ivar Friedrich, Chefarzt der Herzchirurgie am Herzzentrum Trier. Pflegeexperten wie Patrick Uder, Abteilungsleiter der Herzkatheterlabore, und sein Team unterstützen technisch und pflegerisch in allen Prozessen.

Im Herzzentrum werden als überregionales Zentrum für Herzerkrankungen rund um die Uhr vier moderne vernetzte Herzkatheteranlagen vorgehalten. Hier können alle notwendigen Untersuchungen zur Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen und zur Bestimmung der Herzfunktion durchgeführt werden. In einem Hybrid-Katheterlabor können Herzchirurgen und Kardiologen zusammen komplexe interventionelle Eingriffe durchführen.

Zertifizierte, interdisziplinäre Herzmedizin für Mitralklappenerkrankungen

Um für jeden Patienten individuell das passende Therapiekonzept festzulegen, arbeiten im Mitralklappen-Zentrum Kardiologen, Herzchirurgen, Rhythmologen, Radiologen im Bereich der Diagnostik sowie Anästhesisten und Intensivmediziner mit spezieller Erfahrung in Narkoseverfahren von herzkranken Patienten eng zusammen. Im Falle von individuellen Begleiterkrankungen werden zudem Experten weiterer Fachabteilungen des Brüderkrankenhauses Trier, zum Beispiel Nierenspezialisten oder Onkologen, zu Rate gezogen. "Das interdisziplinär auf jeden Patienten abgestimmte Therapiekonzept beinhaltet alle modernen konservativen kathetergestützen und operativen Verfahren. Die ambulante Vor- und Nachbehandlung kann ergänzend dazu über das im Brüderkrankenhaus befindliche  Medizinische Versorgungszentrum der Barmherzgen Brüder Trier - Innere Medizin (Kardiologie/Herzinsuffizienz) erfolgen", erläutert PD Dr. Werner. Die Entscheidung für ein Therapieverfahren ist unter anderem von der Anatomie und den Begleiterkrankungen des Patienten abhängig und wird gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen besprochen. So stellt zum Beispiel die innovative minimalinvasive katheterbasierte Therapie vor allem für ältere Patienten mit Begleiterkrankungen gegenüber der chirurgischen Therapie ein geringes Operationsrisiko dar.

Die häufig komplexen Eingriffe am Herzen werden durch die technische Ausstattung und die große Team-Expertise am Herzzentrum Trier ermöglicht. Privatdozent Dr. med. Michael Lauterbach und Dr. med. Bruno Sontag, Oberärzte des Mitralklappen-Zentrums, berichten: "Die katheterbasierten Mitralklappenverfahren werden in einem hochmodernen Hybrid-OP, also einer Kombination aus einem vollständig ausgestattetem OP-Saal und einem Herzkatheterraum durchgeführt. Diese technische Ausstattung, ergänzt durch sogenannte Fusions-Bildgebung, erlaubt es uns, alle komplexen Eingriffe am Herzen mit größter Präzision durchzuführen." Der Hybrid-OP am Herzzentrum Trier war einer der ersten seiner Art in Trier und ist Referenzzentrum für internationale Besucher.

Im Mitralklappen-Zentrum des Brüderkrankenhauses Trier werden das MitraClip- und das PASCAL-Verfahren als minimalinvasive katheterbasierte Verfahren bei undichten Mitralklappen angewandt. Mittels eines Clips werden das vordere und hintere Mitralklappensegel gefasst und miteinander vereint. Bei einer verengten Mitralklappe kommt dagegen eine Mitralklappenvalvuloplastie zum Einsatz, dabei wird die Mitralklappe durch einen Ballonkatheter geweitet. Jährlich werden rund 100 katheterbasierte Eingriffe an der Mitralklappe vorgenommen. Darüber hinaus werden operative Verfahren zur Mitralklappenkonstruktion, minimalinvasiv und konventionell, unter der Leitung von Professor Dr. med. Ivar Friedrich durchgeführt.

Stetige Weiterentwicklung

Zahlreiche Innovationen werden in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. Insbesondere die Erwartungen an katheterbasierte Mitralklappenimplantationen, also den kompletten Ersatz der Mitralklappe über Herzkathetertechniken, sind hoch. "Diese neuen Therapieverfahren werden wir schrittweise am Herzzentrum Trier etablieren, umdie Vorreiterrolle als eines der ersten zertifizierten Mitralklappen-Zentren in Deutschland beizubehalten", resümiert Privatdozent Dr. Werner.

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