04.12.2007
Versorgung in der Fläche sichern
Notfallmedizinisches Landessymposium stößt auf große Resonanz
Notfallmedizinisches Landessymposium stößt auf große Resonanz
Die Breite und die Qualität der Notfallversorgung durch Notärzte und Rettungsdienst zu sichern und zu verbessern ist eine der wesentlichen Aufgaben des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst. Die Einrichtung dieser neuen Funktion, die im Rettungsdienstgesetz Rheinland-Pfalz vorgeschrieben und an den notfallmedizinischen Zentren in Kaiserslautern und Mainz bereits umgesetzt ist und in Trier unmittelbar bevorsteht, war eines der Themen auf dem notfallmedizinischen Landessymposium am vergangenen Samstag im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier (BKT). Hermann-Josef Gundlach, Rettungsdienstreferent des Mainzer Innenministeriums, kündigte zudem eine Überprüfung der Struktur der Notarztstandorte an. Es sei jedoch nicht beabsichtigt, die Zahl der Rettungswachen im Land zu verringern. Gleichzeitig betonte Herr Gundlach die Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung als hoheitliche Aufgabe des Landes.
Im Mittelpunkt des mit mehr als 100 Teilnehmern auf große Resonanz gestoßenen Landessymposiums standen Fragen und Probleme der Notfallmedizin sowie des Ret-tungsdienstes. Mit der Einführung von fünf über das gesamte Bundesland verteilten Notfallmedizinischen Zentren (NZ), startete in den Jahren 2005/2006 eine tief greifende Reform der Struktur der Notfallmedizin und des Rettungsdienstes in Rheinland-Pfalz. Das Trierer Brüderkrankenhaus wurde im Sommer vergangenen Jahres als landesweit drittes Klinikum zum Notfallmedizinischen Zentrum ernannt. Bruder Peter Berg, Generaloberer des Ordens der "Barmherzigen Brüder von Maria Hilf", unterstrich am Samstag die Bedeutung der Notfallmedizin: Diese entscheide mit ihrer Arbeit nicht "nur" über Leben und Tod, sondern auch über die Lebensqualität der Geretteten.
Dr. Alois Deller, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im BKT, betonte die Notwendigkeit einer "hohen Qualifikation der Notärzte, um den differenzierten Anforde-rungen, zum Beispiel bei der Versorgung von Patienten mit akutem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Polytrauma gerecht zu werden und die Qualität der Notfallversorgung sicherzustellen". So wurde neben den Problemen des Transports von intensivpflichtigen Patienten, der medikamentösen Auflösung von Blutgerinnseln in den Herzkranzgefässen und der Bedeutung der künstlichen Kühlung nach Herz-Lungen-Wiederbelebung auch das Trauma-netzwerk, eine Qualitätsinitiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, vorgestellt. Die Teilnehmer der Veranstaltung nutzten die Gelegenheit, wichtige organisatorische und fachliche aktuelle Themen der Notfallmedizin in Rheinland-Pfalz zu diskutieren.
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