06.11.2009
Möglichkeiten und Grenzen von Patientenverfügungen
Vortragsveranstaltung „Mit Wörtern um Worte ringen – wenn Patienten über ihr Leben und Sterben verfügen“ am Donnerstag, den 12. November 2009 von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr im Brüderkrankenhaus
Mit Wörtern um Worte ringen - wenn Patienten über ihr Leben und Sterben verfügen
Vortrag und Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen von Patientenverfügungen für interessierte Bürger, Patienten und ÄrzteAm Donnerstag, den 12. November 2009 findet von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr für interessierte Bürger, Patienten und Ärzte im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier eine Vortragsveranstaltung von Prof. Dr. Erny Gillen, Präsident Caritas Luxemburg und Caritas Europa zum Thema "Mit Wörtern um Worte ringen - wenn Patienten über ihr Leben und Sterben verfügen" statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Klinischen Ethikkomitee (KEK) des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier organisiert.
Der mündige Patient hat oft den Wunsch, sein Leben bis in den Tod hinein selbst zu gestalten. Sein Menschenbild und seine Wertvorstellungen bestimmen den Rahmen des vernünftigen und sinnvollen ärztlichen Handelns. Nicht alles, was medizinisch und pflegerisch noch gemacht werden kann, ist für den Patienten angemessen. Um seine Selbstbestimmung über seine physische Äußerungsfähigkeit hinaus wahrnehmen zu können, wurden Patientenverfügungen und Vertretungsregeln entworfen.
Wie unterschiedlich die Reichweite und Durchsetzbarkeit von Patientenverfügungen sein kann, wird am Beispiel der aktuellen Luxemburger Gesetzgebung zu palliative care einerseits sowie zu Euthanasie und Beihilfe zur Selbsttötung andererseits aufgezeigt.
Vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Würde und Selbstbestimmung wird die moralische Frage der Entwicklung und Veränderung eines durch Krankheit und Tod bedrängten Willens(ausdrucks) artikuliert. Das Dilemma, Sklave einer früheren Willensäußerung oder abhängig von der Fürsorge anderer Menschen zu sein, wird anhand unterschiedlicher Formulare und Bausteine für Patientenverfügungen diskutiert werden.
Ziel des Vortrags ist es, die Möglichkeiten und Grenzen von Patientenverfügungen in ihrer Nachdenklichkeit und Verantwortlichkeit zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses statt. Für die Teilnahme werden von der Ärztekammer zwei CME-Punkte anerkannt.
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