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21.05.2010

Neuer Chefarzt für die Herzchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier

Feierliche Einführung von Privatdozent Dr. Ivar Friedrich

Feierliche Einführung von Privatdozent Dr. Ivar Friedrich

Seit 1. Februar 2010 ist Privatdozent Dr. med. habil. Ivar Friedrich neuer Chefarzt der Herz- und Thoraxchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. In dieser Funktion folgt er Herrn Dr. med. Volker Müller, der die Abteilung vor 20 Jahren aufgebaut hat. Am Montag, 26. April 2010 wurde der 49-jährige Friedrich im Rahmen einer Feierstunde offiziell eingeführt. Der gebürtige Würzburger studierte Physik und Chemie in Düsseldorf und Medizin in Gießen. Während seiner Assistenzzeit war er an der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie an den Universitäten Giessen und Essen tätig und legte 1997 seine Facharztprüfung für Herzchirurgie ab. Seit 1996 war Friedrich Oberarzt, seit 2004 dann als Leitender Oberarzt und ständiger Vertreter des Klinikdirektors an der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg tätig.

"Wir freuen uns mit PD Dr. Friedrich einen Facharzt für Herz- und Thoraxchirurgie für unser Haus gewonnen zu haben, der modernste auch minimal-invasive herzchirurgische Eingriffe beherrscht", betont der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Dietmar A. Neisius anlässlich der Einführung von PD Dr. Friedrich im Kreise seiner Kollegen. Während seiner Tätigkeit in Halle hat Friedrich intensiv den Bereich der mechanischen Kreislaufunterstützung in Halle aufgebaut. Halle war eine der ersten Kliniken in Deutschland, die Patienten mit den Kunstherzsystemen der neuesten Generation versorgt hat. Er implantierte seit 2006 insgesamt 35 dieser Pumpensysteme, die an das kranke Herz und die Hauptschlagader angeschlossen werden. Am Brüderkrankenhaus möchte Friedrich verstärkt minimal invasive Herzoperationen durchführen. Hierzu zählen auch Eingriffe, die den Herzrhythmus korrigieren sollen. Die neuen für die Patienten schonenderen Operationsverfahren ermöglichen herzchirurgische Eingriffe auch bei älteren Patienten und können das Risiko von Komplikationen deutlich reduzieren. Die kleinen Schnitte werden natürlich auch von den Patienten bevorzugt. So werden insbesondere Mitralklappen zukünftig mit minimal invasiven Verfahren operiert.

Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft hat in der Herzchirurgie erhebliche Auswirkungen. In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der siebzig- bis achtzigjährigen Patienten verdreifacht und der Anteil der über achtzigjährigen Patienten sogar verfünffacht. Anfang der neunziger Jahre lag das Durchschnittsalter der Patienten in der Herzchirurgie bei fünfundfünfzig Jahren, heute liegt es bei siebzig Jahren. "Ein wichtiges Ziel zur Behandlung der steigenden Zahl von älteren und vielfach erkrankten Patienten liegt in der Risikoverminderung der angewandten Techniken", erklärt Prof. Neisius. "Hierbei bietet die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Herzchirurgie und Kardiologie die Möglichkeit durch neue Verfahren wie Hybrid-Revaskularisierung und minimal-invasiver Aortenklappenimplantation auch solche Patienten zu behandeln, für die die klassischen Verfahren in der Herzchirurgie ein extrem hohes Risiko bedeuten."

Die Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie im Brüderkrankenhaus wurde Anfang der neunziger Jahre eingerichtet und ist derzeit im Krankenhausplan des Landes Rheinland-Pfalz mit vierzig Betten ausgewiesen, davon acht zur Intensiv- und vier Intermediate-Care-Behandlung. Es werden zurzeit jährlich etwa tausend stationäre Patienten behandelt, davon ca. 750 Patienten mit großen herzchirurgischen und ca. 250 Patienten mit thoraxchirurgischen Eingriffen. Zum Spektrum der Klinik gehören Bypassoperationen, Herzklappenoperationen, Operationen von Herztumoren, Operationen von angeborenen Herzfehlern im Erwachsenenalter und Implantationen von Schrittmachern und Defilibratoren sowie in der Sektion Thoraxchirurgie Lungenoperationen und Eingriffe an der Brustwand. Dem neuen Chefarzt Friedrich stehen siebzehn Ärztinnen und Ärzte zur Seite. Zu seinen persönlichen Schwerpunkten gehören die Altersherzchirurgie, die minimal-invasive Herzchirurgie, Bypass-Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine, die komplett arterielle Revaskularisierung oder die Implantation von Kunstherzsystemen bei akutem oder chronischem Herzversagen. Er ist Facharzt für Herzchirurgie, Thoraxchirurgie und chirurgischer Intensivmedizin, Mitglied in mehreren nationalen sowie internationalen wissenschaftlichen Fachgesellschaften und seit 2003 habilitiert.

Pressekontakt

Pressesprecherin
Anne Britten

Telefon: +49 (0)651 208-2105
Telefax: +49 (0)651 208-1176

E-mail: presse@bk-trier.de

Privatdozent Dr. Ivar Friedrich, Chefarzt für Herzchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier
Privatdozent Dr. Ivar Friedrich, Chefarzt für Herzchirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier
 
 

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