Unter dem Motto "Professionelle Pflege - Herausforderungen durch eine alternde Gesellschaft" fand am 12. Mai 2011 ein Pflegekongress mit namhaften Experten statt.
Die Herausforderungen, die eine alternde Gesellschaft an professionelle Pflegekräfte stellt, waren Thema des Pflegekongresses, der am 12. Mai 2011 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier stattfand.
Den über 200 Kongressteilnehmern wurden Fachvorträge und Intensivseminare rund um das Themengebiet angeboten. Die Veranstaltung war ein Beitrag zum Internationalen Tag der Pflege.
Laut Statistischem Bundesamt wird es im Jahr 2030 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen geben. Fast zwei Drittel von ihnen werden dann mindestens 80 Jahre alt sein. Für 2050 wird sogar mit 4,5 Millionen Pflegebedürftigen gerechnet. Der Grund ist die höhere Lebenserwartung.
"Was dies an Herausforderungen an professionelle Pflege bedeutet, möchten wir mit unserem Pflegekongress beleuchten", so Aloys Adler, Pflegedirektor am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. Die kontinuierliche Zunahme von alten und hoch betagten Menschen mache eine Anpassung der bisherigen pflegerischen Versorgungsangebote notwendig.
Peter Bechtel, Vorsitzender des Verbandes Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen (BALK) sprach von einer "Megaherausforderung" in der Zukunft der Pflege: neben der demographischen Entwicklung auf der Patientenseite, gehe es darum, ausreichend Nachwuchskräfte zu finden.
Zu den Hauptreferenten des Kongresses zählten namhafte Experten:
Prof. Dr. rer. pol. Sabine Bartholomeyczik (Professorin und Lehrstuhlinhaberin an der Universität Witten/Herdecke für Epidemiologie und Pflegewissenschaft) informierte über aktuelle Entwicklungen und Trends bei Demenzkranken.
Die medizinische Perspektive des alten Menschen im Krankenhaus zeichnete Prof. Dr. med. Matthias Maschke, Chefarzt der Neurologie am Brüderkrankenhaus Trier auf.
Die Diplom-Soziologin und Beraterin im Gesundheitswesen, Maria Mischo-Kelling, beantwortete die Frage, welche Veränderungen in der Krankenversorgung durch Primary-Nursing (Bezugspersonenpflege) möglich sind.
Ergänzt wurden die Fachvorträge durch Intensivseminare, in denen die Teilnehmer zusammen mit Experten unterschiedlichste Themen rund um "Pflege des alten Menschen" bearbeiteten.
Zum Pflegekongress gehörte auch ein Posterwettbewerb: Einzelpersonen, Schülergruppen und Teams aus dem pflegerischen Bereich waren dazu aufgerufen, sich mit dem Kongressthema auseinanderzusetzen und die Inhalte professioneller Pflege auf Postern für Kollegen darzustellen.
"Pflege tut gut" -Kampagne der BBT-Gruppe
Der Pflegekongress des Brüderkrankenhauses ist ein Beitrag zu der im letzten Jahr gestarteten Kampagne "Pflege tut gut" der BBT-Gruppe, die das Bewusstsein für die wachsenden Aufgaben, Anforderungen und Ansprüche an "Pflege" schärfen will.

Zur Kampagne gehört auch die Postkartenaktion "1.000 gute Gründe", mit der um Unterstützung beim Einsatz für bessere Rahmenbedingungen in der Alten- und Gesundheitspflege geworben wird. Die Zuschriften sollen dem Bundesgesundheitsministerium überreicht werden.
Hintergrund "Tag der Pflege 2011"
Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai begangen, dem Geburtstag von Florence Nightingale (1820-1910), der Begründerin der modernen Krankenpflege. Nightingale gelang es, den Pflegeberuf zu einem allgemein anerkannten Beruf für Frauen zu machen und neue Standards in der Pflege zu definieren.
Sie gilt auch als Vorreiterin bei der Anwendung statistischer Hilfsmittel in der Epidemiologie und als Pionierin in der visuellen Darstellung mathematisch-statistischer Zusammenhänge. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen dokumentierte sie in den "Notes on Hospitals” und in den "Notes on Nursing”, die bis heute in der Praxis der Krankenpflege lebendig sind.
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