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17.12.2012

Ministerium ernennt Brüderkrankenhaus Trier zur OEG-Traumaambulanz

Die Soforthilfe in der OEG-Traumambulanz soll sicherstellen und vermeiden, dass die psychischen Folgen einer Gewalttat sich dauerhaft als Gesundheitsstörung verfestigen.

Traumatherapeutische Soforthilfe für Opfer von Gewalt

Die Prävention und Rehabilitation von psychischen Gesundheitsstörungen bei Opfern von Gewalttaten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Um Opfern von Gewalt über das Opferentschädigungsgesetz (OEG) schnell und kompetent psychologische Soforthilfe anbieten zu können, hat das Sozialministerium Rheinland-Pfalz unter Leitung von Ministerin Malu Dreyer 2011 in einem innovativen Pilotprojekt OEG-Traumaambulanzen in der Dr. von Ehrenwall`schen Klinik in Ahrweiler und der Klinik und Polyklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz eingerichtet.

Im Oktober 2012 wurde dieses Pilotprojekt verlängert und erweitert und auch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier als OEG-Traumaambulanz für die Region Trier bestimmt. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist in diesem Rahmen und in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz in das Pilotprojekt eingebettet und stellt eine "Traumaambulanz für Gewaltopfer" in der psychologischen Ambulanz zur Verfügung. Voraussetzung für die Leistungen der OEG-Traumaambulanz ist es, dass ein Antrag auf Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz gestellt und vom Landesamt positiv entschieden wird.

"Die Praxis hat gezeigt, dass trotz der Akutinterventionen bei Gewalttaten durch Ersthelfer, Kriseninterventionsteams, Notfallseelsorger und andere betreuende Personen dies nicht immer ausreicht, sondern sich eine fachspezifische Weiterbetreuung der Gewaltopfer anschließen muss", erläutert Dr. rer. nat. Birgit Albs-Fichtenberg, Leiterin des Psychologischen Fachdienstes am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.
Die Soforthilfe in der OEG-Traumambulanz soll sicherstellen und vermeiden, dass die psychischen Folgen der Gewalttat sich dauerhaft als Gesundheitsstörung verfestigen. Hierzu dient zum einen ein rasches, fachkompetentes therapeutisches Eingreifen und zum anderen, sofern erforderlich, die zeitnahe Vermittlung der Betroffenen in die fachtherapeutische Regelversorgung.

Zügige Einleitung von psychotherapeutischen Maßnahmen

"Zielsetzung der Traumaambulanzen ist es, sicher zu stellen, dass psychotherapeutische Maßnahmen in Fällen, denen ein aktueller Tathergang zugrunde liegt, innerhalb kürzester Zeit (1 - 2 Wochen nach Kenntnis der Behörden) beginnen können. Mit der Einrichtung von OEG-Traumaambulanzen soll auch die Bearbeitung von langwierigen Erstantragsverfahren erheblich verkürzt und dem Grundgedanken "Reha vor Rente" besser und schneller Rechnung getragen werden", so Albs-Fichtenberg.
Die Krisenintervention im Rahmen des Pilotprojektes OEG-Traumaambulanz ermöglicht ein bis fünf Soforthilfe-Sitzungen für Opfer von Gewalt. In Betracht kommen Opfer körperlicher und/oder sexueller Gewalt, familiärer Gewalt, Zeugen von z.B. Mord oder Gewalt an anderen Menschen sowie Schockschäden. "In vielen Fällen reicht diese Intervention aus. Wenn weiterer Bedarf besteht, oder wenn zusätzliche Therapiesitzungen notwendig sind, hilft die Traumaambulanz den Betroffenen, einen ambulanten Therapieplatz zu finden", erklärt Albs-Fichtenberg. Die psychologische Psychotherapeutin leitet seit 2006 die Abteilung Psychologischer Fachdienst im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und ist Mitglied des berufsübergreifenden Arbeitskreises Regionales Psychotraumanetzwerk der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg. In diesem berufsübergreifenden Arbeitskreis, der 2010 auf Initiative von Annelie Wagner, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Spezielle Traumatherapie ins Leben gerufen wurde, arbeiten verschiedene Experten und Juristen des Landkreises Trier-Saarburg, der Stadt Trier, der Lebensberatung Hermeskeil, des Amtsgerichts Bitburg, des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg, des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier und des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg zusammen.

Adresse
Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder Trier
Nordallee 1
54292 Trier

Telefon
Informationszentrale
+49 (0)651 208-0

Pressekontakt

Pressesprecherin
Anne Britten

Telefon: +49 (0)651 208-2105
Telefax: +49 (0)651 208-1176

E-mail: presse@bk-trier.de

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