24.06.2013
Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom
Am Samstag, 29. Juni 2013 findet im Brüderkrankenhaus Trier ein Patientenforum zum Thema „Von der Kinderlähmung zum Post-Polio-Syndrom" statt.
Der erste Fachvortrag von Priv. Doz. Dr. Wolfgang Thomas, Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, behandelt die Frage, ob Kinderlähmung heute noch ein Thema ist. Im Anschluss erörtert Prof. Dr. Matthias Maschke, Chefarzt Neurologie und Neurophysiologie im Brüderkrankenhaus Trier die Klinik und Diagnostik der Polioerkrankung und des Post-Polio-Syndroms (PPS).
Den aktuellen Stand orthopädischer Behandlungsmöglichkeiten stellen Dr. Axel Ruest, Leiter des Polio-Zentrums Koblenz und Dr. med. Stefan Licht, Oberarzt Orthopädie im Brüderkrankenhaus Trier, vor. Nach der Mittagspause spricht Dr. med. Bettina Beck, Neurologin der Neurologisch-Psychiatrischen Gemeinschaftspraxis Cham über den Umgang mit der chronischen Erkrankung PPS. Thomas Bach, Dipl. Sportwissenschaftler und Physiotherapeut vom Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur stellt Physiotherapeutische Behandlungskonzepte beim PPS vor.
Nach den Vorträgen stehen die Referenten für Fragen zur Verfügung.
Zum Angebot gehören auch Informationsstände des Patienten-Informationszentrums (PIZ), des Selbsthilfeverbands Polio RLP, des Polio-Zentrums Koblenz sowie des Sanitätshauses Wittlich.
Kinderlähmung und das Post-Polio-Syndrom
Über 70 Prozent der an Polio erkrankten Patienten leiden 15-50 Jahren nach der akuten Infektion an dem sogenannten Post-Polio-Syndrom. Insgesamt sind in Deutschland 80.000 Menschen zwischen 16 und 86 Jahren vom Post-Polio Syndrom betroffen.
Die Symptome äußern sich in extremer Müdigkeit, Muskelschmerzen sowie Atem- und Schluckbeschwerden.
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