04.07.2013

30-jähriges Jubiläum der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie im Brüderkrankenhaus

Die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier feiert in diesem Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen.

Eine Fachabteilung mit einem multiprofessionellen Team, einer guten Verzahnung und einer modernen Infrastruktur

Die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier feiert in diesem Jahr ihr dreißigjähriges Bestehen. Viel hat sich seit dem 1. April 1983 verändert, als die Abteilung für Neurologie zu einer eigenständigen Abteilung im Brüderkrankenhaus wurde. Der frühere langjährige Chefarzt der Abteilung, Dr. Bernd Bohnert ist anlässlich des Jubiläums zu der Festveranstaltung in Trier angereist, wo er vor über 100 Gästen über die Anfänge der Abteilung und die Entwicklungen bis 2006 berichtet. Bruder Peter Berg, Vorstandsvorsitzender der BBT-Gruppe freut sich über die positive Entwicklung: "Heute arbeiten in der Abteilung 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Matthias Maschke, darunter 20 Ärzte, 70 Pflegefachkräfte, Arzthelferinnen und Sekretärinnen."

Anlaufstelle für neurologische Erkrankungen

Am 1. Juli 2006 trat Maschke die Nachfolge von Dr. Bernd Bohnert an, der die Neurologie des Brüderkrankenhauses von 1983 bis 2006 landesweit zu einer der ersten Adressen für die Abklärung und Behandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen ausgebaut hat. Die Abteilung für Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation mit Schlaganfalleinheit beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung der Krankheiten von Gehirn, Rückenmark und den an Armen und Beinen verlaufenden Nerven, den "elektrischen Leitungen" des Körpers. In das Fachgebiet der Neurologie gehören z.B. Schlaganfälle, Epilepsie, Multiple Sklerose, die Parkinson- und Alzheimer Krankheit, andere dementielle Erkrankungen und Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Nervenschmerzsyndrome und Schwindel, aber auch Muskelkrankheiten oder Störungen, die durch die Einklemmung oder Entzündung von Nerven entstehen. Der aus Göttingen stammende Maschke ist Facharzt für Neurologie, spezielle neurologische Intensivmedizin und Geriatrie. Er ist Sprecher des Schlaganfallverbundes Trier-Saarburg und engagiert sich im Netzwerk Demenz Trier-Saarburg sowie dem erst kürzlich gegründeten Netzwerk Epilepsie, dabei geht es immer um Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung zu den jeweiligen Krankheitsbildern. Die Abteilung hat heute 73 Betten, davon 10 Monitoring-Betten auf der überregionalen Stroke Unit und 15 Betten auf der Station für Frührehabilitation, die bereits 1997 eingerichtet wurde. Sie wird von der leitenden Oberärztin Dr. Inge Weimar geleitet, die seit 1983 im Hause ist.

Schlaganfall-Spezialstation seit 1999

Im April 1999 eröffnete Maschkes Vorgänger Bohnert in Trier eine Spezialstation für die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) - die zweite in Rheinland-Pfalz, zunächst mit vier Betten. Schon damals wurde das Schlaganfalltelefon eingeführt, dessen Nummer heute noch Gültigkeit hat. Im Oktober 2003 wurde die Stroke Unit erstmals zertifiziert, im August steht die Rezertifizierung als überregionale Stroke Unit an. "Schlaganfall-Spezialstationen ermöglichen eine optimale Therapie für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben. Denn Qualität und Zeitpunkt der Erstbehandlung eines Schlaganfalls sind entscheidend für das weitere Schicksal eines Betroffenen", erklärt Maschke. Allein über 900 Schlaganfall-Patienten werden auf der Stroke Unit jährlich behandelt, in der neurologischen Abteilung insgesamt 5000 Patienten ambulant und stationär.

Anerkanntes MS-Zentrum

Seit Februar 2009 ist die Abteilung für Neurologie auch anerkanntes MS-Zentrum für multiple Sklerose. "Die Neurologie ist heute enger verzahnt als früher mit anderen Fachdisziplinen", erklärt Maschke. "Zur sicheren Diagnosestellung, Nachbehandlung und Mitbetreuung können wir auf ein hausinternes Netzwerk qualifizierter Spezialisten zurückgreifen. Zu unseren externen Kooperationspartnern zählen die niedergelassenen Neurologen, Neurochirurgen, Orthopäden, Angiologen und Hausärzte, die regionalen Stroke Units und die Gesundheitsbehörden der Stadt Trier."
Beate Philippi, pflegerische Gesamtleitung der Station, arbeitet gerne in der Neurologie. Auch in der Pflege hat es viele Entwicklungen gegeben, die den Patienten heute zugutekommen. Einen Ausblick auf die Neurologie im 21. Jahrhundert gibt der vom Katholischen Klinikum Koblenz Montabaur angereiste Neurologe Prof. Dr. Johannes Wöhrle in seinem Festvortrag. Die Veranstaltung schließt mit der Grande Polonaise brillante von Frederic Chopin, gespielt von der Konzertpianistin Nadine Schuster aus Köln.


Informationsreihe "Neurologische Erkrankungen"

Im Rahmen ihres 30-jährigen Bestehens hat die Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie des Brüderkrankenhauses eine Informationsreihe für Patienten unter dem Titel "Neurologische Erkrankungen" initiiert. Die nächste Veranstaltung am 5. September 2013 behandelt das Thema Kopfschmerzen. Am 17. Oktober lautet das Thema Epilepsie. Die Veranstaltungen finden jeweils von 17-19 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses statt. Weitere Informationen: Patienten-Informationszentrum, Tel. 0651/208-1520.
v.l.n.r. Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor BKT, Beate Philippi, Pflegerische Gesamtleitung Neurologie und Neurophysiologie, Dr. Inge Weimar, Leitende Oberärztin Neurologie und Neurophysiologie, Prof. Dr. Matthias Maschke, Chefarzt Neurologie und Neurophysiologie, Dietmar Neisius, Ärztlicher Direktor BKT, Aloys Adler, Pflegedirektor BKT
v.l.n.r. Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor BKT, Beate Philippi, Pflegerische Gesamtleitung Neurologie und Neurophysiologie, Dr. Inge Weimar, Leitende Oberärztin Neurologie und Neurophysiologie, Prof. Dr. Matthias Maschke, Chefarzt Neurologie und Neurophysiologie, Dietmar Neisius, Ärztlicher Direktor BKT, Aloys Adler, Pflegedirektor BKT

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