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13.03.2015

Erste zertifizierte Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie (DGfN) in Rheinland-Pfalz

Die Abteilung für Innere Medizin II des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stefan M. Weiner ist Ende Dezember 2014 als erste Klinik in Rheinland-Pfalz als Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) zertifiziert worden.

Erste zertifizierte  Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie (DGfN) in Rheinland-Pfalz

Die Abteilung für Innere Medizin II sichert als Anlaufstelle für Patienten mit Nierenerkrankungen die nephrologische stationäre Versorgung der kompletten Region Trier einschließlich Eifel, Hunsrück bis zum nördlichen Saarland, in enger Kooperation mit den umliegenden ambulanten KfH-Nierenzentren und nephrologischen Praxen. Die Auditoren bescheinigten der Abteilung sehr gut funktionierende nephrologische Strukturen für eine optimale Betreuung nierenkranker Patienten.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 70.000 Dialysepatienten. Sie werden mehrmals pro Woche für vier bis sechs Stunden mit der Dialyse behandelt. Weitere 20.000 Patienten leben mit einer funktionsfähigen Transplantatniere und nehmen Medikamente ein, damit das transplantierte Organ nicht abgestoßen wird. Im Moment warten in Deutschland über 8.000 Menschen auf eine Spenderniere. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind aber Raucher, Diabetiker, Menschen mit Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche oder chronischer Schmerzmitteleinnahme.

Etwa 12.000 Dialysen jährlich

Im Brüderkrankenhaus Trier werden jährlich über 1.300 Patienten mit unterschiedlichen Nierenerkrankungen stationär und weit über 2.000 Patienten ambulant behandelt. Im Jahr werden annähernd 12.000 Dialysen bei stationären und ambulanten Patienten durchgeführt. Weitere Schwerpunkte der Abteilung für Innere Medizin II sind die Durchführung von Bauchfelldialyse (Heimdialyse) und die Therapie von Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechsel- und Hormonstörungen, Immundefekten und rheumatischen Erkrankungen. Für die Behandlung von schweren Autoimmunerkrankungen stehen unter anderem auch Plasmaaustauschverfahren sowie die Immunadsorption zur Verfügung. Die Abteilung ist zudem Partner im eigenen interdisziplinären Shunt- und Gefäßzentrum.

Hohe Qualitätsanforderungen

Professor Weiner, Internist mit Schwerpunkt Nephrologie, Rheumatologie, Hypertensiologie und Immunologie, leitet seit August 2006 die Abteilung für Innere Medizin II im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und das KfH-Nierenzentrum am Krankenhaus. In seinem Team arbeiten sechs Oberärzte, zwei Fachärzte und neun Ärzte in Weiterbildung.

„Die hohen Qualitätsanforderungen für die Zertifizierung als nephrologische Schwerpunktklinik erfüllen deutschlandweit nicht viele Abteilungen. Grundvoraussetzungen für die Zertifizierung sind die Erfüllung einer bestimmten Anzahl an durchgeführten Behandlungen, 24-Stunden-Bereitschaft, das Anbieten sämtlicher Behandlungsmethoden und die standardisierte hochqualitative Durchführung der Behandlung.“, erklärt Christian Weiskopf, kaufmännischer Direktor im Brüderkrankenhaus Trier.

Anlässlich der Zertifizierung zur Schwerpunktklinik für Nephrologie und Hypertonie organisierte die Abteilung für Innere Medizin II eine ärztliche Fortbildungsveranstaltung am Weltnierentag 2015 (12. März), in deren Rahmen auch die Zertifikate übereicht wurden. „Unser Bemühen ist es, das aktuelle Wissen in der Nephrologie nach außen weiterzutragen, um bei möglichst vielen Patienten den Eintritt eines dialysepflichtigen Nierenversagens zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Um dies zu erreichen, sind wir mit den niedergelassenen Fachärzten und Nephrologen der Umgebung eng vernetzt.“, sagt Professor Weiner.

Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens wurde die Abteilung für Innere Medizin II auch als Zentrum für Bluthochdruckerkrankungen anerkannt.
Die Zertifizierung wird alle drei Jahre erneuert, so dass die hohe Qualität der Behandlung regelmäßig überprüft wird.

 
 
 
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