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12.09.2016

Der Darm im Zentrum

Mehrere hunderttausend Menschen leiden hierzulande an chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Darms, jährlich erkranken in Deutschland mehr als 60000 Menschen an Darmkrebs. Bei gleich zwei Veranstaltungen rückt das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier in diesem Monat deshalb den Darm ins Zentrum.

Der Darm im Zentrum

Am 24. September stehen zunächst die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa im Fokus. Diese Erkrankungen sind meist mit erheblichen Schmerzen und Beeinträchtigungen verbunden und setzen der Lebensqualität der Betroffenen sehr zu. Eine möglichst frühzeitige Diagnose und eine optimale Behandlung können jedoch helfen, die gesundheitliche Belastung für die Patienten so gering wie möglich zu halten.

Ursachen sowie klassische und neuartige Behandlungsformen wie die sogenannte Antikörper-Therapie sind Themen einer Veranstaltung, die von 9.15 bis 13 Uhr dauern wird. Unter dem Motto „Patienten fragen – Experten antworten“ informieren Mediziner des Brüderkrankenhauses sowie Mitarbeiterinnen des Patienten-Informationszentrums (PIZ) über unterschiedliche Facetten chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. So gibt der Leitende Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin I, Dr. Michael Knoll, zum Auftakt einen Überblick über die Entwicklungen auf dem Gebiet der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen. Chefarzt Professor Dr. Christian B. Kölbel widmet sich anschließend der Frage, was Betroffene bei Schwangerschaft und Kinderwunsch beachten sollten. Über Möglichkeiten und Grenzen der Chirurgie wird es in einem Vortrag von Dr. Peter Werle, Oberarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Brüderkrankenhauses gehen. „Ernährung und Sport bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen“ lautet das Thema von Oberarzt Dr. Jan Krahn.

Im Rahmen der Veranstaltung bieten außerdem Selbsthilfegruppen sowie das Patienten-Informationszentrum Beratung für Betroffene und deren Angehörige an.

Schwerpunkt Krebserkrankungen

Nur vier Tage später steht der Darm erneut im Zentrum einer Veranstaltung des Brüderkrankenhauses. Bei der gleichnamigen Veranstaltung am 28. September bilden Krebserkrankungen des Darms den Schwerpunkt des Programms.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 60.000 Menschen an Darmkrebs, mit fortschreitendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko. Die Diagnose Darmkrebs umfasst sämtliche Tumorerkrankungen des Dick- und Mastdarms sowie die selteneren Krebserkrankungen des Afters. In mehr als der Hälfte der Fälle sind die Patienten 70 Jahre und älter, bei etwa 10 Prozent der Betroffenen wird die Erkrankung bereits vor dem 55. Lebensjahr diagnostiziert – jenem Alter also, ab dem eine regelmäßige Darmspiegelung zur Früherkennung empfohlen wird.

In der von Professor Dr. Detlef Ockert, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie moderierten und gemeinsam mit dem Patienten-Informationszentrum (PIZ) sowie dem Darmzentrum des Brüderkrankenhauses initiierten Veranstaltung werden die Chancen der Früherkennung behandelt. „Diagnose Darmtumor – Endoskopie und Polypabtragung“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Michael Knoll, Leitender Oberarzt der Inneren Medizin I. Der Frage, ob die Schlüsselloch-Technik genauso zielführend ist wie eine offene Operation, wird im Anschluss der stellvertretende Leiter des Darmzentrums, Oberarzt Dr. Christoph Schuh nachgehen. Über die Herausforderung, die eine Krebsdiagnose für Familie und Angehörige darstellt, wird schließlich Dr. Sabine Schumacher-Bittner, Psychoonkologin und Mitarbeiterin des Fachspsychologischen Zentrums des Brüderkrankenhauses sprechen.

Das Darmzentrum des Brüderkrankenhauses ist nach den hohen Anforderungen  der Deutschen Krebsgesellschaft  zertifiziert. Nur sehr erfahrene Spezialisten führen hier Diagnostik und Therapie durch. In einer interdisziplinären Tumorkonferenz wird die für den jeweiligen Patienten optimale und leitliniengemäße Behandlung erarbeitet. Das Darmzentrum ist in das nach der  Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Onkologische Zentrum des Brüderkrankenhauses integriert.

Die Veranstaltung „Der Darm im Zentrum“ beginnt um 17 Uhr im Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses, interessierte Bürger sowie Betroffene sind herzlich eingeladen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist kostenfrei.

 
 
 
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