14.09.2018
Tag der Epilepsie – Zentralveranstaltung der Deutschen Epilepsievereinigung e.V.

Experten, Betroffene und Politiker diskutieren bestmögliche Behandlung und Rahmenbedingungen – jetzt und für die Zukunft
Die
Zentralveranstaltung zum Tag der Epilepsie 2018 findet am Freitag, 5. Oktober,
von 10 bis 16 Uhr im Tagungs- und Gästehaus des Krankenhauses der Barmherzigen
Brüder in Trier (Nordallee 1) statt und steht unter der Schirmherrschaft von
Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley. Sie ist öffentlich und kann
kostenlos ohne Voranmeldung besucht werden.
Im Mittelpunkt der
diesjährigen Zentralveranstaltung zum Tag der Epilepsie stehen die Menschen,
bei denen gerade erst Epilepsie diagnostiziert worden ist. "Epilepsie - und
jetzt?" lautet das Motto, das Fragen aufgreift, die diese Kinder, Jugendlichen,
Frauen und Männer sowie ihre Angehörigen nach der Diagnosestellung
beschäftigen. Vom ersten Anfall bis zur Diagnose einer Epilepsie ist es oft
schon ein langer Weg. Die Neudiagnostizierten und ihre Angehörigen sehen sich
vor ganz neue Fragen und Probleme gestellt und suchen nach Antworten und
Lösungen. Daher nutzt die Deutsche Epilepsievereinigung den Tag der Epilepsie
nicht nur, um die Krankheit und das Wissen darum in die Öffentlichkeit zu
tragen, sondern auch, um die Forderung nach einem flächendeckenden Ausbau und
der gesicherten Finanzierung von Epilepsie-Beratungsstellen aufs Neue zu
erheben.
Am Freitag, 5. Oktober, wird die
Zentralveranstaltung im Tagungs- und Gästehaus des Krankenhauses der
Barmherzigen Brüder in Trier (Nordallee 1) stattfinden. Stefan Conrad,
Vorsitzender der Deutschen Epilepsievereinigung, wird die Veranstaltung um 10
Uhr eröffnen. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Matthias Maschke, Chefarzt
Neurologie im Brüderkrankenhaus, folgen Grußworte von Dr. Stefan Beyenburg
(Luxemburg) für die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) und Peter
Brodisch, Beratungsstelle der Inneren Mission in München und Leiter des
Projekts "Netzwerk Epilepsie und Arbeit".
In Impulsvorträgen
werden dann die Experten auf die Diagnosestellung eingehen: Prof. Dr. Susanne
Knake (Marburg) und Dr. Christa Löhr-Nilles (Klinikum Mutterhaus Trier) sprechen über die medizinischen Aspekte einer
epileptologischen Erstbehandlung und die aktuelle Versorgungssituation. Die
psychosoziale Versorgung beleuchtet Peter Brodisch. Moderiert von Gabriele
Juvan wird dann die Diskussion mit dem Publikum gesucht und es gibt die
Möglichkeit, Fragen zu stellen. Von fachlicher Seite beteiligen sich außerdem
noch Prof. Dr. Matthias Maschke und Priv.-Doz. Dr. Stefan Beyenburg, Neurologe,
Centre Hospitalier de Luxembourg.
Den Übergang schafft Franz-Joseph Euteneuer mit seinem inklusiven Kabarett
mit dem Titel "Seelenpomade".
Nach einer Mittagspause und einem Grußwort
von der Schirmherrin des Tags der Epilepsie, Bundesjustizministerin Dr.
Katarina Barley (um 14 Uhr) sowie des Trierer Oberbürgermeisters Wolfram Leibe
kommen jetzt die erfahrenen Selbsthelfer in einer weiteren Podiums- und Diskussionsrunde zu
Wort. Es tauschen sich miteinander und mit dem Publikum aus: Stefan Conrad
(Vorsitzender der DE und der Trierer Selbsthilfegruppe SAAT), Antonia Schmoldt,
Dr. Ernst Schneck als Gründer der Trierer Epilepsieselbsthilfegruppe und Simone
Bethge von dem in Trier ansässigen neu
gegründeten Verein zum KCNQ2-Syndrom, eine genetisch bedingte
Epilepsieform.
Die Veranstaltung endet gegen 16 Uhr. Mehrere
Informationsstände, darunter auch das Patienten-Informationszentrum (PIZ) des
Brüderkrankenhauses, werden Material bereithalten. Die Deutsche
Epilepsievereinigung organisiert den Tag der Epilepsie gemeinsam mit der
Selbsthilfegruppe Trier (SAAT) und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Trier.
Wir danken der BARMER für die freundliche
Unterstützung der Zentralveranstaltung.
Der Tag der Epilepsie
Der Tag der Epilepsie findet seit mehr als 20 Jahren statt und hat unter anderem das Ziel, auf eine Krankheit aufmerksam zu machen, die einerseits sehr verbreitet und andererseits mit vielen Vorurteilen verbunden ist. An ihr sind in Deutschland mehr als 500 000 Menschen erkrankt. Damit ist sie nach der Migräne die zweithäufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. In zahlreichen anderen Orten gibt es um den 5. Oktober herum eigene Veranstaltungen zum Tag der Epilepsie. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Webseite.
Deutsche Epilepsievereinigung e.V. (DE)
Die Deutsche Epilepsievereinigung (DE) ist ein gemeinnütziger Verein. Er ist der Bundesverband der Epilepsie-Selbsthilfe in Deutschland mit Sitz in Berlin und untergliedert sich in einen Bundesverband und mehrere Landesverbände. Die DE hat mehr als 1000 Einzelmitglieder sowie korporative Mitglieder wie regionale Selbsthilfegruppen. Die DE ist unter anderem Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE), im Paritätischen Wohlfahrtsverband und als deutsche Sektion des "International Bureau for Epilepsy" (IBE) auch international vernetzt. Sie hat eine Mitgliederzeitschrift "einfälle", die viermal jährlich erscheint und über aktuelle fachliche und soziale Themen berichtet. Weitere Infos unter www.epilepsie-vereinigung.de
Das Brüderkrankenhaus Trier
Das
Brüderkrankenhaus Trier ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und
verfügt aktuell über 632 Betten, 15 medizinische Fachabteilungen und 15
Kompetenzzentren. In der Abteilung für Neurologie und Neurophysiologie werden
jährlich etwa 600 Patienten mit Epilepsie stationär aufgenommen und behandelt.
Darüber hinaus erfolgt in den unterschiedlichen neurologischen Ambulanzen eine
ambulante Mitbetreuung, auch als Zweitmeinungsambulanz, für Patienten mit
Epilepsie. Die Abteilung ist mit modernen Techniken für die Epilepsieabklärung
inklusive Langzeit-EEG und Video-EEG ausgestattet. Informationen unter www.bk-trier.de


