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09.10.2018

Tag der Epilepsie in Trier

Mit mehr als 80 Besuchern war die Zentralveranstaltung zum Tag der Epilepsie in Trier am 5. Oktober sehr gut besucht. Die Deutsche Epilepsievereinigung (DE) hatte hierzu gemeinsam mit der Trierer Epilepsie-Selbsthilfegruppe SAAT und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in deren Tagungs- und Gästehaus eingeladen. Dieses Jahr hatte der seit 22 Jahren begangene Aktionstag das Motto „Epilepsie – und jetzt?“ und rückte die Menschen in den Mittelpunkt, bei denen gerade erst eine Diagnose gestellt worden ist und deren Leben – und das ihrer Angehörigen – dadurch oft komplett auf den Kopf gestellt worden ist.

Tag der Epilepsie in Trier

Die Schirmherrin des Tags der Epilepsie, Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley, und der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe sprachen der Deutschen Epilepsievereinigung (DE) und der Selbsthilfe im Allgemeinen ihren Respekt für die Arbeit zum Wohl der Patienten aus. Beide nahmen auch die Resolution der Selbsthilfeverbände Epilepsie in Deutschland entgegen, in der der flächendeckende Aufbau gesetzlich gesichert finanzierter Beratungsstellen für Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen gefordert wird.

Sybille Burmeister, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Epilepsievereinigung, erklärte, dass dieses Thema die DE in der nächsten Zeit begleiten werde. Ministerin Barley erwiderte, dass sie sich in Berlin dafür einsetzen wolle, diese Angelegenheit allerdings in die Kompetenz der Länder falle. Peter  Brodisch, Leiter der Epilepsieberatung in München, betonte, dass die Epilepsie-Beratungsstellen hohe Folgekosten ersparen können und sich die Ausgaben der öffentlichen Hand dafür rasch amortisierten.

Nach Impulsvorträgen zu Diagnose und Standardtherapien bei Erwachsenen und Kindern am Vormittag gab es eine rege Fragerunde des Publikums mit den Experten. Am Nachmittag tauschten sich erfahrene Selbsthelfer auf dem Podium mit den Gästen aus. Darunter waren Professor Dr. med. Matthias Maschke, Chefarzt der Abteilung für Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation im Brüderkrankenhaus, und Dr. Christa Löhr-Nilles vom Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier.

Die Sparda-Bank-Südwest überreichte der Deutschen Epilepsievereinigung einen Scheck über 2.000 Euro, um mit diesem Erlös des Gewinnsparvereins des genossenschaftlichen Kreditinstituts die Arbeit der DE zu fördern. „Die Deutsche Epilepsievereinigung leistet wichtige Arbeit für Betroffene und ihre Angehörigen, wir sind froh, dass wir hier einen Beitrag leisten können“, erklärte Christian Utfeld von der Sparda-Bank.

Zahlreiche Institutionen hatten Informationsstände beim Tag der Epilepsie aufgebaut, unter anderem die  Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE), die Stiftung Michael und das Projekt Berufliche Teilhabe bei Epilepsie (TEA), das ebenfalls von Peter Brodisch geleitet wird. Auch das Patienten-Informationszentrum (PIZ) des Brüderkrankenhauses war vor Ort. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gabriele Juvan. Die nächste Zentralveranstaltung zum Tag der Epilepsie wird am 5. Oktober 2019 in Rostock stattfinden.

(Quelle: Deutsche Epilepsievereinigung)

 
 
 
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