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24.09.2019

Stabwechsel in der Orthopädie

Stabwechsel in der Orthopädie

Fast ein Vierteljahrhundert lenkte Professor Dr. med. Thomas Hopf die Geschicke der Abteilung für Orthopädie des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier. Mit Privatdozent Dr. med. Ralf Dieckmann trat zum 1. September der bisherige Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung des Universitätsklinikums Münster Hopfs Nachfolge als Chefarzt an. Der 43-Jährige will an die große Tradition der Trierer Abteilung anknüpfen und deren Leistungsspektrum kontinuierlich weiterentwickeln.

Wenn Professor Dr. med. Thomas Hopf zu seinen regelmäßigen Patientenveranstaltungen einlud, lebte er seine Leidenschaft für die Orthopädie schon mal auf offener Bühne aus: Ob es ums Knie ging oder die Füße, um die Schulter oder die Hüfte - mit ganzem Körpereinsatz demonstrierte der Chefarzt Besuchern die faszinierende Komplexität des menschlichen Bewegungsapparats; ebenso verständlich wie anschaulich erklärte Professor Hopf, wie es zu Schädigungen der Gelenke kommt und wie diese behandelt werden können.

Über einen Zeitraum von 24 Jahren verkörperte der gebürtige Heidelberger, der in Mainz Humanmedizin studierte und vor seinem Wechsel 1995 nach Trier eine außerplanmäßige Professur an der Universität des Saarlandes in Homburg innehatte, die Orthopädie des Brüderkrankenhauses. In Hopfs Amtszeit fällt auch die Gründung, Etablierung und Zertifizierung des in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal erfolgreich rezertifizierten EndoProthetikZentrums der Maximalversorgung am Brüderkrankenhaus Trier.

"Mit dem Ausscheiden von Herrn Professor Dr. Hopf verlieren wir am Brüderkrankenhaus eine Persönlichkeit. Ein Chefarzt mit Herz geht von Bord; fachlich hervorragend, belastbar und stets loyal und in tiefer Verbundenheit zum Träger", erklärte Werner Hemmes, für Personal und Recht zuständiges Mitglied der Geschäftsführung der BBT-Gruppe, und ergänzte: "Er hat den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und menschlicher Zuwendung zum Patienten mit Bravour geleistet." Markus Leineweber, Hausoberer des Brüderkrankenhauses, dankte Professor Hopf im Namen des Direktoriums für dessen langjähriges Engagement. Anlässlich seiner Verabschiedung im Rahmen eines Festakts im Albertus-Magnus-Saal würdigte auch Christian Weiskopf, Regionalleiter der BBT-Gruppe in der Region Trier, Hopfs Wirken: "Sie haben viele Entwicklungen erlebt und mitgestaltet, und dabei war Qualität für Sie immer ein Muss", so Weiskopf, der hervorhob: "Ausgezeichnet hat Sie immer auch Ihre anpackende Art."

Mit Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Dieckmann hat das Brüderkrankenhaus Trier einen erfahrenen Universitätsmediziner als neuen Chefarzt der Abteilung für Orthopädie berufen. "Sie können ein gut bestelltes Feld von Ihrem Vorgänger übernehmen, und ich bin davon überzeugt, dass es Ihnen gelingen wird, hier anzuknüpfen und die Abteilung beziehungsweise das Zentrum weiterzuentwickeln", sagte Bruder Peter Berg, Regionalleiter der BBT-Gruppe in der Region Trier, an die Adresse des neuen Chefarztes gerichtet.

Der 43-Jährige studierte Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Im Anschluss an sein Staatsexamen arbeitete Priv.-Doz. Dr. Dieckmann ab 2004 in verschiedenen Funktionen und Abteilungen des Universitätsklinikums Münster. Im April 2017 habilitierte er zum Thema "Die periprothetische Infektion - Wirksamkeit von Silber bei multiresistenten Erregern" und erhielt die Lehrberechtigung für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2014 und bis zu seinem Wechsel nach Trier leitete er das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung des Universitätsklinikums.

Einer seiner Schwerpunkte war und ist die Behandlung von periprothetischen Infektionen sowie die Revisionsendoprothetik. Neben seiner Tätigkeit im Endoprothetikzentrum konnte Priv.-Doz. Dr. Dieckmann die Zusatzbezeichnungen "Spezielle orthopädische Chirurgie", "Kinderorthopädie", "Sportmedizin" und "Notfallmedizin" erwerben. Der Mediziner ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) sowie der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE). Als neuer Chefarzt der Abteilung für Orthopädie wird er künftig auch das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier leiten.

Priv.-Doz. Dr. Dieckmann kündigte an, an die große Tradition der Abteilung anzuknüpfen und deren Leistungsspektrum kontinuierlich weiterzuentwickeln. Erklärtes Ziel sei es, den Einsatz minimalinvasiver Verfahren in der Endoprothetik auszubauen. "Nicht nur die Operation ist wichtig, sondern auch, wie der Patient vor und nach der OP behandelt wird", erklärte er. Daher sind für den neuen Chefarzt die präoperative Schulung und die intensive postoperative Nachbehandlung von großer Bedeutung. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, dass Patienten mit Endoprothesen, die über Probleme klagen, einen Ansprechpartner finden. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung mit Revisionsoperationen wolle er sich um diese Patienten vermehrt kümmern, sagte Dr. Dieckmann.

Über die Vorzüge der minimalinvasiven Verfahren in der Endoprothetik der Hüfte berichtet der neue Chefarzt Privatdozent Dr. med. Ralf Dieckmann am 11. November um 18 Uhr in seiner ersten Patienteninformationsveranstaltung im Brüderkrankenhaus Trier.   

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