27.03.2020
Weil der Andrang im Corona-Center im Messepark in der ersten Woche seit seiner Inbetriebnahme überschaubar war, wird die Einrichtung, die von der Stadt und den beiden großen Trierer Krankenhäusern Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder eingerichtet worden war, in den Standby-Modus versetzt. Ab Montag, 30. März, werden Corona-Verdachtsfälle in der Hausarztpraxis der beiden Ärztinnen Dr. Monika Parth und Dr. Karin Gutmann-Feisthauer in Trier-Ehrang untersucht. Je nachdem wie sich die Situation entwickelt, kann das Corona-Center im Messepark jederzeit wieder in Betrieb genommen werden.
Christian Weiskopf, Regionalleiter Trier der BBT-Gruppe zu
der das Brüderkrankenhaus gehört, betonte bei einem Pressetermin vor der Praxis
in Ehrang, dass die Anzahl der Tests im Corona-Center im Messepark im Lauf der
Woche zurückgegangen sei. Insgesamt seien 420 Abstriche gemacht worden. Auch in
Koblenz werde eine Fieberambulanz erst einmal wieder geschlossen, informierte
Weiskopf. Er dankte dem Team der Hausarztpraxis für seinen Einsatz, da die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Messepark nun wieder im stationären Bereich
in den Krankenhäusern einsetzt werden könnten. "Das Agieren während dieser
Krise zeigt, dass Trier eng zusammen steht", betonte Weiskopf.
Dem Dank an das Team der Hausarztpraxis schloss sich Dr.
Christian Sprenger, medizinischer Geschäftsführer des Mutterhauses, an. Er gehe
davon aus, dass die Herausforderungen noch wachsen, sagte er, betonte jedoch
auch, das gemeinsame Auftreten vieler Akteure in Trier während der Krise. "Wir
zählen auf die Vernunft aller", sagte Sprenger im Hinblick auf die derzeit
geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln.
OB Wolfram Leibe sagte, dass im Messepark 600 bis 1000
Menschen pro Tag getestet werden könnten. Falls der Bedarf dafür bestehe, sei
man dort auch innerhalb kürzester Zeit wieder arbeitsfähig. "Es ist ein
Beispiel dafür, wie in Trier Hand in Hand gearbeitet wird", so der OB.
Ehrang: 200 Abstriche, viermal positiv
Dr. Karin Gutmann-Feisthauer informierte, dass das Team der
Praxis bislang 450 Patienten untersucht habe. 200 Abstriche wurden gemacht, von
denen vier positiv für das Coronavirus ausfielen. Gutmann-Feisthauer betonte,
bei den Patienten werde nicht nur ein Abstrich gemacht, sie würden auch
untersucht. Eine Überweisung des Hausarztes sei nicht nötig. Bei Bedarf stehen
in Ehrang auch noch zwei Container für Tests bereit, die in Betrieb genommen
werden können, wenn weitere Praxen die Fieberambulanz unterstützen möchten.
Geöffnet ist die Fieberambulanz in Ehrang, Unter dem Dostler
2, von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 18 Uhr und Samstags von 8 bis 13
Uhr. Eine telefonische Anmeldung unter 0651/967910-0 ist wünschenswert.
Die
Patienten warten, nachdem sie Namen und Handynummer mitgeteilt haben, in ihrem
Auto auf dem Parkplatz, bis sie angerufen werden. Bis die Testergebnisse
vorliegen dauert es drei bis vier Tage. Auch wenn der Test negativ ausfällt,
bekommen die Patienten Bescheid.
Das Corona-Center im Messepark ist noch diesen Samstag und
Sonntag zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet, ehe es in den Standby-Modus versetzt
wird.
Eine weitere Fieberambulanz gibt es in Saarburg in der
psychiatrischen Tagesklinik neben dem Krankenhaus. Sie ist von Montag bis
Freitag, 8 bis 16 Uhr, geöffnet. Dort ist ein Überweisungsschein des Hausarztes
vorzulegen.
Quelle: Presseerklärung der Stadt Trier
