09.08.2021
100-Jährige spricht Ärzten und Pflegekräften des Herzzentrums Trier ihren Dank aus
Bei einem Besuch im Herzzentrum Trier eine Woche nach ihrem 100. Geburtstag dankte Maria Boesen kürzlich den Kardiologen, die sie zwei Jahre zuvor dort behandelten, für die erfolgreiche Therapie, dank der sie diesen außergewöhnlichen Ehrentag erleben durfte.
Prof. Dr. med. Nikos Werner, Chefarzt Kardiologie und Leiter des Herzzentrums, Oberarzt Dr. med. Jürgen Leick und Fachpfleger Kevin Doerr nutzten die Gelegenheit, der hundertjährigen Maria Boesen ihre persönlichen Glückwünsche, auch im Namen des Brüderkrankenhauses, auszusprechen.
Den vor zwei Jahren erforderlichen Eingriff habe man ihr und
ihrem Sohn, der sie auch diesmal begleitete, sehr gut und verständlich erklärt,
so Maria Boesen zu Dr. Jürgen Leick, der sie seinerzeit behandelte. Einen
gemeinsamen Besuch der kardiologischen Station K1 im Kamillus-Gebäude, wo sie
seinerzeit untergebracht war, ließ sie sich ebenfalls nicht nehmen, um auch
dort den Pflegekräften nochmals ihren Dank für die gute Betreuung während ihres
Krankenhausaufenthaltes auszusprechen.
Als ausgebildete Krankenschwester arbeitete Maria Boesen
während der Kriegsjahre zunächst in den Vereinigten Hospitien in Trier und
später im Saarburger Krankenhaus. Mit 21
verlor sie durch einen Bombenangriff ihre gesamte Familie, bis auf einen Bruder.
Ihre positive Lebenseinstellung hat sich die Mutter von drei Söhnen trotz
dieser Schicksalsschläge dennoch nicht nehmen lassen, wie auch ihren Humor, und
auf die Frage, wie man so ein stolzes Alter schaffe, antwortet sie: „Sich keine
Gedanken machen über das, was war. Nach jedem Minus gibt es ein Plus.“


