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06.07.2021

"Wir müssen möglichst alle erreichen"

"Wir müssen möglichst alle erreichen"

Insgesamt 24 Menschen haben am Dienstag ein Impfangebot der Trierer Wohnungslosenambulanz wahrgenommen. In der „Sozialküche“ auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses ließen sie sich mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson gegen Corona impfen. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und ein Ärzteteam des Brüderkrankenhauses sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

„Danke“ sagt der Mittdreißiger mehrfach, „Respekt!“. Der junge Mann ist einer von 24 wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen, die in die „Villa Vinzenz“ gekommen sind. In der „Sozialküche“ gibt es an diesem Vormittag nicht nur, wie an allen anderen Tagen, ein warmes Essen – die Besucher haben vielmehr auch die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Die Berufsfeuerwehr Trier hatte der Wohnungslosenambulanz Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson überlassen. Dessen wesentlicher Vorteil: eine Impfung reicht.

„Die Menschen hier leben im Augenblick, ein zweiter Impftermin, wie er bei den meisten anderen Impfstoffen notwendig ist, wäre für viele schon schwierig“, berichtet Bruder Elias vom Orden der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf. Er leitet die Wohnungslosenambulanz, viele der Impflinge kennt er seit Jahren. „Heute sind aber auch einige gekommen, die wir sonst nicht sehen“, freut sich Bruder Elias über die Resonanz.

Ein Besucher wird unteressen im Arztzimmer der Wohnungslosenambulanz auf seine Impfung vorbereitet. Professor Dr. Winfried Willinek klärt ihn über die Risiken und mögliche Nebenwirkungen auf. Gemeinsam mit zwei weiteren Ärzten ist der Ärztliche Direktor des Brüderkrankenhauses an diesem Vormittag im Einsatz. „Wenn wir die Pandemie dauerhaft in den Griff bekommen und in Schach halten wollen, müssen wir so viele Menschen wie nur irgend möglich impfen; und zwar unabhängig von ihrem jeweiligen sozialen Hintergrund.“ Jeder einzelne Geimpfte zähle, erklärt der Mediziner weiter und ergänzt: „Deshalb sind solche mobilen Angebote so wichtig.“

Das bestätigt auch Harald Karkoschka, der die Impfungen vornimmt. Der Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, der einst seine Ausbildung zum Krankenpfleger im Brüderkrankenhaus absolvierte, hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom DRK in den vergangenen Monaten schon etliche unterschiedliche Einrichtungen aufgesucht – von Seniorenzentren bis Wohnheimen für beeinträchtigte Menschen. „Wir müssen möglichst alle erreichen!“, sagt Karkoschka und zieht die nächste Spritze auf. Vor dem Arztzimmer wartet bereits der nächste auf seine Impfung.

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