Zur Unternehmensseite

27.08.2021

Spezialisten für Herzschwäche punkten mit ihren Stärken

Spezialisten für Herzschwäche punkten mit ihren Stärken

Im Herzzentrum Trier des Brüderkrankenhauses ist man auf die Diagnose und Therapie von Patienten mit akuter und chronischer Herzschwäche spezialisiert. Zwei Fachgesellschaften attestierten dem überregionalen Herzinsuffizienz-Zentrum nun erneut eine hervorragende Patientenversorgung.

Die Herzschwäche ist nach wir vor eine der häufigsten Erkrankungen. Unbehandelt oder zu spät diagnostiziert hat sie eine schlechte Prognose und verkürzt die Lebenserwartung der Patienten im Durchschnitt um fünf bis sieben Jahre.

Um die Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz weiter zu verbessern, bündelte das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier bereits vor Jahren seine Stärken und etablierte eine „Heart Failure Unit“ (HFU), die auf die Untersuchung und Therapie von Menschen mit Herzinsuffizienz spezialisiert ist. 2018 wurde dieses überregionale HFU-Zentrum als eines der ersten bundesweit und erstes in der Region Trier von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) zertifiziert. Nun kamen Prozesse und Strukturen erneut auf den Prüfstand unabhängiger Gutachter, und diese bescheinigtem dem Trierer HFU-Zentrum ein weiteres Mal, regional und überregional hervorragende Arbeit zu leisten.

Voraussetzung für die Anerkennung als HFU-Zentrum ist neben einer breit aufgestellten kardiologischen Abteilung, welche von Professor Dr.med. Nikos Werner geleitet wird, das Vorhandensein einer herzchirurgischen und einer rhythmologischen Abteilung, geleitet von den Chefärzten Professor Dr. med. Ivar Friedrich und Privatdozent Dr. med. Frederik Voss.
Ziel dieser Herzinsuffizienzzentren ist die strukturierte und gut miteinander kommunizierende Versorgung von Patienten mit Herzschwäche auf allen Ebenen. Dies bezieht alle ärztlichen, pflegerischen, psychologischen und sozialen Leistungserbringer im Krankenhaus sowie die Hausärzte, Fachärzte und Angehörige mit ein. Dabei steht der Patient im Mittelpunkt und profitiert von der gemeinsamen Abstimmung nicht-medikamentöser, medikamentöser, interventioneller, apparativer oder operativer Therapieoptionen.

Oberärztin Neriman Osman, eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet, leitet seit Januar 2020 den Schwerpunkt Herzinsuffizienz im Herzzentrum Trier. Sie baute mit ihrem Team neben einer Schwerpunktpraxis für Herzinsuffizienz ein Netzwerk mit den niedergelassenen kardiologischen Kollegen auf. Ebenso initiierte sie Kooperationen mit den Herztransplantationszentren in Bad Nauheim und Bad Oeynhausen. Das Experten-Team um Neriman Osman gründete zudem gemeinsam mit Holger Jungandreas vom Verein für Herzsport und Bewegungstherapie e.V. / Gesundheitspark Trier eine spezielle Herzsportgruppe für Menschen mit Herzschwäche.

„In keinem Bereich ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtiger als bei der Herzinsuffizienz“, hebt die Schwerpunktleiterin hervor. Gemeinsam mit Rhythmologen, Kardiologen, Herzchirurgen, aber auch Nieren- und Lungenspezialisten, Intensiv- und Notfallmedizinern stimmt sich die Oberärztin täglich ab. Weiterhin begleitet und berät das Experten-Team die oft schwerkranken Patienten auf stationärer und ambulanter Ebene. Anke Kampmann, Pflegeexpertin für Herzinsuffizienz, weiß, wie wichtig dieser Aspekt in der Behandlung ist, der von den Gutachtern auch noch einmal besonders hervorgehoben wurde: „Wir sind oft erster Ansprechpartner für den Patienten und können bei vielen Aspekten des täglichen Lebens beratend zur Seite stehen“, berichtet Anke Kampmann.

Eine psychologische Betreuung und Unterstützung der Patienten ist ebenso wichtig wie die apparativ-medikamentöse Therapie, betont Neriman Osman. Daher ging man eine gesonderte Kooperation mit einer Psychokardiologin ein. Um die Versorgung der Patienten auch während der Corona-Pandemie optimal gewährleisten zu können, etablierte das Team innerhalb kürzester Zeit eine Video- und Telefonsprechstunde, welche die Gutachter besonders beeindruckte. Anerkennung gab es überdies auch für die Bemühungen des HFU-Zentrums, mittels telemedizinischer Verfahren die Diagnostikstrukturen im ländlichen Raum zu verbessern.

„Wir freuen uns sehr über unsere Re-Zertifizierung, macht diese doch deutlich, dass wir mit dem Ansatz und der Arbeit des HFU-Zentrums Qualität auf höchstem Niveau liefern“, erklärt Neriman Osman. Anke Kampmann ergänzt: „Die Gutachter erkennen an, dass wir von einer Herzschwäche betroffenen Menschen eine ganzheitliche Therapie und Begleitung bieten.“ Dem Leiter des Herzzentrums Trier, Professor Werner, ist die Herzinsuffizienz im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit: „Unser Ziel ist es, in allen Stadien der Herzinsuffizienz eine leitliniengerechte und auf den individuellen Patienten ausgerichtete Therapie anbieten zu können“.

Diese Website verwendet Cookies.
Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Nutzungsverhalten zu sammeln. Personenbezogene Daten werden von uns nicht erhoben und bedürfen, wie z. B. bei der Nutzung von Kontaktformularen, Ihrer expliziten Zustimmung. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Diensten und zum Widerruf finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Ihre Einwilligung dazu ist freiwillig und für die Nutzung der Webseite nicht notwendig.