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16.09.2021

"Safety first" in allen Bereichen

"Safety first" in allen Bereichen

Medizinische Eingriffe bergen immer auch Risiken, selbst gewissenhafteste Menschen können Fehler machen. In Kliniken unternehmen die Beteiligten alles, um durch Schulungen und strukturierte Prozesse Gefährdungen möglichst auszuschließen. So auch im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, das anlässlich des „Welttags der Patientensicherheit“ an diesem Freitag (17. September) den Stellenwert des Themas betont.

Ruth Freudenreich weiß, worauf es ankommt: „Patienten müssen verständlich und wissenschaftlich fundiert informiert werden“, erklärt die Mitarbeiterin des Patienten-Informationszentrums (PIZ) im Brüderkrankenhauses Trier und fährt fort: „Insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen brauchen verlässliche Informationen, damit sie mögliche Komplikationen besser erkennen und Risiken vermeiden können“. Mit seinen vielfältigen Beratungsangeboten und einer Fülle patientengerechter und laienverständlicher Broschüren zu unterschiedlichsten Krankheitsbildern leistet das PIZ so auch einen Beitrag zur Patientensicherheit.

Gut informierte Patienten sind ein wesentlicher Faktor wenn es darum geht, kranken Menschen ein Höchstmaß an Sicherheit zu geben. Geht es ums Thema Patientensicherheit, sind alle Beteiligten einer Klinik, vor allem aber die Mitarbeitenden in Medizin und Pflege gefordert, unterstreicht Gabriela Ostermann, Risikomanagerin des Brüderkrankenhauses. Deshalb sei es wichtig, dass diese Aufgabe in sämtlichen Bereichen der Klinik „gelebt wird“.

So wie zum Beispiel in der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin: Operative Eingriffe bergen immer gewisse Risiken, weshalb diese schon in der Vorbereitung auf die eigentliche OP minimiert werden müssen. „‘Safety first‘ heißt es nicht nur in der Luftfahrt, sondern auch bei uns“, bringt es Chefarzt Professor Dr. med. Tim Piepho auf den Punkt. Das beginnt bereits beim „Sign In“ vor der Einleitung der Narkose. Noch im wachen Zustand, wird der Patient nach seiner Identität befragt sowie die Operationsart und –stelle gecheckt. Ob er seine Einwilligung zur OP erteilt hat wird anhand einer Liste ebenso geklärt wie die Frage, ob etwaige Allergien vorliegen. Auf diese Weise werden Verwechslungen ebenso ausgeschlossen wie vermeidbare Komplikation, etwa infolge einer allergischen Reaktion.

Das Vier-Augen-Prinzip ist auch in der Krankenhausapotheke fest etabliert, besonders im Sterillabor, wo individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Krebsmedikamente für die Chemotherapie vorbereitet und hergestellt werden. Hier darf kein Fehler passieren, wofür festgelegte Arbeitsschritte und klar umrissene Zuständigkeiten sorgen. So werden beispielsweise das aus der Durchstechflache aufgezogene Volumen sowie der Wirkstoff von der Herstellenden laut vorgesagt, woraufhin die Anreichende beides gegenprüft. Erst wenn dies geschehen ist, darf der Wirkstoff in den vorbereiteten Beutel fließen, erläutern Daniela Schwinnen (PTA) und die Apothekerin Meta Föhr.

„Hier im Brüderkrankenhaus haben wir in allen Fachabteilungen diverse Interventionen und Maßnahmen zur Patientensicherheit umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise das Patientenarmband, die OP-Checkliste oder das Vier-Augen-Prinzip beim Richten der Medikamente“, berichtet Gabriela Ostermann und ergänzt: „Zudem befähigen wir auch unsere Ärzte und Pflegefachkräfte zur sicheren Patientenversorgung.“ Dies geschehe unter anderem durch theoretische Schulungen und Simulationstrainings wie beispielsweise Reanimationstrainings. „Unsere umgesetzten Qualitätsstandards zur Gewährleistung der Patientensicherheit werden jährlich durch interne und externe Begehungen überprüft“, betont die Risikomanagerin.

Rund um den Tag der Patientensicherheit informiert das Brüderkrankenhaus Trier auch auf seinen Social-Media-Kanälen zum Thema.

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