11.09.2025

„Herzenssache Lebenszeit“ machte auf dem Trierer Viehmarkt Station

Eine Sprechstunde der besonderen Art

Eine Sprechstunde der besonderen Art

Ärztliches und pflegerisches Personal informierte im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“ auf dem Trierer Viehmarktplatz über Risiken und Präventionsmaßnahmen der „Volkskrankheiten“ Schlaganfall, Herzinfarkt und Diabetes Typ 2. Die Expertinnen waren Mitarbeitende des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier sowie der diabetologischen Schwerpunktpraxis von Dr. med. Astrid Schmidt-Reinwald. Neben Beratung wurden auch Vorsorgeuntersuchungen wie das Messen des Blutzuckers und Blutdrucks sowie die Möglichkeit zur Durchführung eines Herzultraschalls vor Ort angeboten.

„Sowohl Herzinfarkt als auch Schlaganfall können mit präventiven Maßnahmen und einer bewussten Lebensweise im besten Fall verhindert werden,“ so Neriman Osman, Oberärztin für Kardiologie mit Schwerpunkt Herzinsuffizienz im Herzzentrum des Brüderkrankenhauses Trier; „dementsprechend kann man auch die Folgen, beispielsweise das Entstehen einer Herzschwäche, zum Teil verhindern.“ Neben Neriman Osman waren aus dem Bereich der Herzgesundheit noch die beiden Herzinsuffizienz-Pflegeexpertinnen Anke Kampmann, M.Sc. aus dem Herzzentrum Trier sowie Ruth Freudenreich, B.Sc. vom Patienten-Informationszentrum des Brüderkrankenhauses anwesend, um Betroffene und Interessierte mit Rat und Tat zu unterstützen.

Auch Stress und emotionale Belastung wirken sich negativ auf die Gesundheit aus, erklärte Xuan Hu, Hausärztin in Weiterbildung der diabetologischen Schwerpunktpraxis. „Heutzutage herrscht Bewegungsmangel bei den Menschen, außerdem sind die Lebensmittel ungesünder als früher. Aus diesem ungesunden Lebensstil kann sich Diabetes Typ 2 entwickeln.“ Das Problem sei, dass viele Betroffene keine Motivation hätten, ihren Lebensstil zu ändern.

Dr. med. Kerstin Schröder, Leitende Oberärztin der Abteilung für Neurologie, Neurophysiologie und neurologische Frührehabilitation im Brüderkrankenhaus merkte an, das Ziel sei es, eine langfristige Sensibilisierung für Risikofaktoren und oft übersehene Erstsymptome zu schaffen. Bei diesen ärztlichen Gesprächen stünde der Patient im Vordergrund, es sei wichtig, sich für jede Person Zeit zu nehmen. Häufige Fragen beträfen vor allem die Vorbeugung von Gefäßerkrankungen sowie das richtige Handeln bei der Wahrnehmung von Symptomen bei sich und anderen.

Die Info-Tour der Firma Boehringer Ingelheim umfasst bundesweit mehr als 100 Stopps. Seit über zehn Jahren gehört auch ein Halt in Trier dazu - dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Viehmarkt, zeitgleich mit dem Wochenmarkt. Das Angebot erfreute sich großer Beliebtheit, sodass an dem roten Doppeldecker den ganzen Tag reger Betrieb herrschte und sich zuweilen sogar eine kleine Schlange bildete. Manche Interessierten brachten sogar Arztbriefe oder andere Unterlagen zu dieser besonderen Sprechstunde mit.