21.07.2025
Vor kurzem wurde im Brüderkrankenhaus Trier das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung rezertifiziert. Das Zentrum der Abteilung für Orthopädie ist schon seit vielen Jahren auf den endoprothetischen Ersatz der großen und mittleren Gelenke spezialisiert. 900 Prothesen oder künstliche Gelenke werden hier jährlich implantiert, davon etwa 150 Revisionseingriffe, die einen großen Schwerpunkt des Zentrums bilden. Der Austausch einer Prothese gehört zu den anspruchsvollsten Operationen in der Endoprothetik.
Bereits 2013 wurde die Abteilung für
Orthopädie im Brüderkrankenhaus Trier als eines der ersten
Maximalversorgungszentren in Deutschland für die endoprothetische Versorgung
von Hüft- und Kniegelenken zertifiziert. Besonders hervorzuheben sind hier die
minimalinvasiven Implantationen von Hüftprothesen und Knieteilprothesen: Diese
schonenden Eingriffe beherrscht jeder der fünf spezialisierten Operateure im
Brüderkrankenhaus Trier. Bei den Eingriffen setzen diese stets auf „Enhanced
Revovery“, ein Programm, das u.a. den Blutverlust während der OP reduziert und
eine schnelle Genesung gewährleistet. Bereits einige Stunden nach dem Eingriff
können die Patienten wieder aufstehen und erste Bewegungsübungen machen.
„In Deutschland werden jährlich etwa
500.000 künstliche Gelenke implantiert“, sagt Professor Dr. med. Ralf
Dieckmann, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und bisheriger Leiter des
Endoprothetikzentrums. Er hat nun zum 1. Juli die Zentrumsleitung an seinen
bisherigen Zentrumskoordinator und Leitenden Oberarzt der Abteilung für Orthopädie,
Dr. med. Dirk Stolz übergeben. Dieser ist sicher, dass das Zentrum,
insbesondere mit seinem überregionalen Schwerpunkt in der
Revisionsendoprothetik, für die Zukunft gut aufgestellt ist.
Dr.
Dirk Stolz ist seit Juli 2024 im Brüderkrankenhaus Trier und kommt vom
Universitätsklinikum Gießen (UKGM), wo er als langjähriger Oberarzt zuletzt die
Funktion als Bereichsleiter Sportorthopädie und Arthroskopische Chirurgie in
der Klinik und Poliklinik für Orthopädie innehatte. Der 46jährige blickt auf
eine langjährige Erfahrung als Qualitätssicherungsbeauftragter im Rahmen der
Primär- und Revisionsendoprothetik sowie der Knochenbank der Orthopädischen
Klinik des UKGM Gießen zurück. Zu seinen klinischen Schwerpunkten zählen die
Kniearthroskopie, Kreuzbandchirurgie und regenerative Knorpelchirurgie
(MACI/ACT), Arthroskopie und Endoprothetik der Schulter, Sportorthopädie,
Fußchirurgie samt Sprunggelenksarthroskopie, Knieendoprothetik und
Hüftendoprothetik und Revisionsendoprothetik.