09.07.2025
Wie man eine Achalasie diagnostiziert und behandelt
„Wenn Schlucken zur Qual wird“
Etwa einer von 10.000 Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an Achalasie, einer Schluckstörung, die trotz ihrer Seltenheit fatale Folgen haben kann. Am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier arbeiten Chefarzt Professor Dr. med. Hauke Heinzow und Oberarzt Dr. med. Christian Wiebe aus der Abteilung für Innere Medizin I an Diagnostik und Therapien.
„Achalasie ist eine neurodegenerative Störung, die
zum schleichenden Funktionsverlust der Nervenzellen im Plexus myentericus
führt“, erklärt Dr. Wiebe, was dann zu einer Fehlfunktion des Schließmuskels
zwischen Speiseröhre und Magen führt.
Der Mediziner weiß, dass diese Erkrankung oft lange unentdeckt bleibt
und es im Durchschnitt etwa fünf Jahre dauert, bis Patienten die Diagnose in
der Hand halten können.
In Trier arbeitet man mit der Methode der Manometrie, ein innovatives, minimal-invasives
Verfahren, bei dem die Muskeln in der Speiseröhrenwand durchtrennt werden. Dies
bringt den Erkrankten oft direkte Linderung bei ihren Symptomen, so Professor
Heinzow. Denn, so betont er, nur eine möglichst frühe Diagnose und Behandlung
kann irreversible Schäden verhindern.
Ein ausführliches Interview zum Thema mit Chefarzt Professor Dr. med. Hauke Heinzow und Oberarzt Dr. med. Christian Wiebe finden Sie in unserem LEBEN!-Magazin.


