13.04.2026
Während der Arbeitszeit den Akku laufaden

Heinz Zell-Krewer kennt das Dilemma: Ist der Akku bald leer und keine Lademöglichkeit in Sicht, verleidet das selbst begeisterten Pedaltretern wie ihm schon mal die Freude am Radfahren. „Dass es in Trier so wenige Angebote gibt, sein E-Bike sicher und schnell aufzuladen, hält so manche meiner Kolleginnen und Kollegen davon ab, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen“, weiß der Krankenpfleger des Brüderkrankenhauses. Die Aussicht, dass der Motor mangels Strom auf dem Heimweg schlappmachen könnte, habe auf nicht wenige eine abschreckende Wirkung.
Deshalb
ersann der 61-Jährige einen Plan, den er bei seinem Kollegen und innerhalb der
Mitarbeitervertretung (MAV) für das Prima-Ideen-Management zuständigen Kollegen
Mario Köpke einreichte: Die Installation von acht Ladesteckdosen speziell für
E-Bikes an einem großflächigen und überdachten Fahrradabstellplatz. „Wir haben
uns bewusst für diesen Standort auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses
entschieden, da dieser kameraüberwacht und für unsere Mitarbeitenden nur mittels
Transponder zugänglich ist“, berichtet Köpke. So können Kollegen ihr E-Bike vor
Arbeitsbeginn sicher abstellen und während der Dienstzeit ihren Akku aufladen.
Für seinen Vorschlag erhielt Ideengeber Heinz Zell-Krewer im Rahmen des
Prima-Ideen-Managements eine Prämie.
„Mit
dieser neuen Ladeinfrastruktur verstärken wir unsere Anstrengungen hin zu einer
umweltbewussten und klimaschonenden Mobilität und motivieren noch mehr
Mitarbeitende, für ihren Weg zur Arbeit aufs Rad zu steigen“, erklärt Michael
Molitor, stellvertretender Direktor Unternehmenskultur im Brüderkrankenhaus.
Nicht nur angesichts der aktuell hohen Treibstoffpreise sowie der zahlreichen
Baustellen im Stadtgebiet sei das E-Bike innerhalb Triers und bis ins nähere
Umland eine echte Alternative zum Auto, ist Heinz Zell-Krewer überzeugt.


