Was ist Rhythmologie / Elektrophysiologie?
Das Herz als unentwegt laufender
Antrieb des Blutstromes bedarf einer feinen elektrischen Steuerung.
Hierbei wird jeder Herzschlag von elektrischen Impulsen eingeleitet.
Störungen der Impulsbildung und -weiterleitung bezeichnet man als Herzrhythmusstörungen.
Hierbei kann das Herz entweder zu langsam (Bradykardien) oder zu schnell schlagen (Tachykardien).
Die Betroffenen leiden unter
- Herzrasen, Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtsanfällen (Synkopen)
- Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, innerer Unruhe, Leistungsschwäche, Angstgefühlen
- Atemnot oder Brustenge (Angina pectoris)
Im ungünstigsten Fall kann es zum
Herzstillstand (plötzlichen Herztod) kommen, der durch rechtzeitiges
notärztliches Eingreifen noch verhindert werden kann.
Hierfür verfügt die Rhythmologie, die Teil der Abteilung für Innere Medizin III ist, neben Spezialambulanzen
über ein eigenes, speziell für elektrophysiologische Eingriffe
ausgestattetes Herzkatheterlabor inklusive der Möglichkeit zur
Durchführung von Rotationsangiographien.
Zudem steht ein spezieller Operationssaal zur Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren zur Verfügung.


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Leistungsspektrum der Rhythmologie
Die Rhythmologie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie sämtlicher Formen von Herzrhythmusstörungen.
Diagnostisches Leistungsspektrum:
- Unklares Herzrasen
- HIS-Messungen
- Ionen-Kanal-Erkrankungen
- Synkopendiagonstik
- Genetische Diagnostik
Therapeutisches Leistungsspektrum:
- Vorhofflimmern
- Vorhofflattern
- Atriale Tachykardien
- AV-Knoten-Reentry-Tachykardie
- WPW-Syndrom (AVRT)
- Ventrikuläre Extrasystole
- Ventrikuläre Tachykardie
Einen besonderen Behandlungsschwerpunkt stellt die Ablationsbehandlung von Vorhofflimmern, die sogenannte Pulmonalvenenisolation, dar.
Hierfür stehen alle
gängigen Verfahren der Ablationstechnik zur Verfügung. Neben der
Hochfrequenztechnik (Hitze) kommt auch die Cryotechnik (Kälte) sowie die
Elektroporation (PFA) zum Einsatz. Welches Verfahren im Einzelnen zur Anwendung
kommt bedarf einer individuellen Beratung.
Sie nehmen dauerhaft orale Gerinnungshemmer in Form von Vitamin-K-Antagonisten ein und bedürfen daher einer regelmäßigen Beobachtung Ihrer Gerinnungswerte? Mit einem Gerinnungsmonitor z.B. von CoaguChek können Sie Ihre Gerinnungswerte einfach, bequem und zuverlässig selbst kontrollieren. Hier finden Sie weitere Informationen zur Patientenschulung zum Gerinnungs-Selbstmanagement.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Behandlung der Herzinsuffizienz.
Ein Hauptbaustein ist neben der medikamentösen Therapie die sogenannte Resynchronisationstherapie. Hierzu werden spezielle Herzschrittmacher- und Defibrillatorsysteme implantiert, die die Herzleistung ökonomisieren und so zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen. Modernste Systeme, inklusive der Möglichkeit zur Überwachung von zu Hause aus, kommen hierzu zum Einsatz.
Informationen zum Download
Leistungsspektrum der Rhythmologie
- DGK-zertifiziertes
Vorhofflimmer-Zentrum
- DGK-zertifiziertes
Ausbildungszentrum für die Zusatzqualifikation "Spezielle
Rhythmologie" (invasive Elektrophysiologie und Implantation aktiver
Herzrhythmusimplantate)
- Rhythmushotline - Schicken Sie
uns ihre Fragestellung
(EKG-Diagnostik etc als Fax; wir antworten werktags innerhalb von 24 h!) - Rhythmussprechstunde täglich
nach telefonischer Voranmeldung
- Schrittmacher- und
Defibrillatorambulanz (täglich. nach telefonischer Voranmeldung)
- Telemedizinische Nachsorge von
Schrittmachern und Defibrillatoren
- Erweiterte
Langzeit-EKG-Diagnostik (12-Kanal)
- Pharmakologische Diagnostik
& Therapie
(Ajmalin-Test bei V.a. Brugada-Syndrom, Ersteinstellungen auf Antiarrhythmika) - Kardioversionen (elektrisch
oder medikamentös)
- Diagnostik mit
Ereignisrekordern (externe und implantierbare Aggregate)
- Invasive elektrische Diagnostik
(elektrophysiologische Untersuchung, EPU)
- Ablation supraventrikulärer und
ventrikulärer Herzrhythmusstörungen sowohl konventionell als auch unter
Einsatz von 3D Navigations- und Mappingsystemen (CARTO, NavX)
- Ein Schwerpunkt liegt in der
Versorgung von Patienten mit Vorhofflimmern.
Bei der Pulmonalvenenisolation werden mittels Hochfrequenzstrom (Hitze) oder Cryoablation (Vereisung) die Trigger von Vorhofflimmern in den Pulmonalvenen eleminiert. In der Folge besteht Sinusrhythmus, der langfristig ohne Einnahme spezifischer Antiarrhythmika zu erreichen ist. - Implantation von Schrittmachern
(CRT-P) und Defibrillatoren (1-ICD, 2-ICD, CRT-D, S-ICD).
Die Implantation von 1- und 2-Kammerschrittmachersystemen erfolgt in enger Kooperation mit der Abteilung für Herzchirurgie. - Sondenextraktionen,
Systemexplantationen
- Teilnahme an klinischen
Studien, um unseren Patienten raschen Zugang zu innovativen Technologien
zu ermöglichen







