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Interventionelle Kardiologie
Interventionelle Herzklappentherapie
Kardiale Bildgebung

Herzkatheter / Interventionelle Kardiologie

In der Abteilung für Innere Medizin III stehen zur Zeit drei Herzkatheterlabore der neuesten Generation sowie ein Hybrid-Katheterlabor rund um die Uhr zur Verfügung.

Hier können alle notwendigen Herzkatheteruntersuchungen zur Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße, der Herzklappen und zur Bestimmung der Herzfunktion durchgeführt werden. Hauptschwerpunkt ist die Behandlung chronisch verengter Herzkranzgefäße sowie die Wiedereröffnung des Infarktgefäßes beim akuten Herzinfarkt mittels Implantation von modernen Stentsystemen (medikamentös beschichtete  Stents).

Bei speziellen Fragestellungen werden zur weiteren Diagnostik alle Verfahren der modernen Bildgebung wie intravaskulärer Ultraschall (IVUS), optische Cohärenz-Tomographie (OCT) sowie die intrakoronare Druckdrahtmessung (FFR) angeboten.

Pro Jahr werden in unserer Abteilung ca. 4000 Herzkatheteruntersuchungen sowie 1800 Interventionen durchgeführt.

Infarkt Hotline:
0651 208-1771 (24 Stunden)

Notfall-EKG per E-Mail: infarkt@bk-trier.de


Terminvereinbarung:
Sekretariat Kardiologie
Telefon: +49 (0)651 208-2784
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Herzkatheterlabor im BKTzoom
Herzkatheterlabor im BKT
 

Diagnostische Techniken

Linksherzkatheter

Bei der Linksherzkatheteruntersuchung werden die linke Herzkammer, die Herzkranzgefäße und die großen herznahen Gefäße mit Hilfe von Kontrastmittel und Röntgenstrahlen dargestellt.
Ausgehend von der Leisten– oder Armarterie wird der Herzkatheter über den das Kontrastmittel gegeben wird, zum Herzen vorgeführt und ein Film erstellt.
Damit können Engstellen der Herzkranzgefäße, Erkrankungen des Herzmuskels und der Herzklappen sowie der Hauptschlagader diagnostiziert werden.

Linke Herzhauptkammer
Linke Herzhauptkammer
Herzkranzgefäß
Herzkranzgefäß
 

Rechtsherzkatheter

Erforderlich ist eine Rechtsherzkatheter-Untersuchung bei angeborenen Herzerkrankungen wie zum Beispiel Defekten in der Vorhof – oder Kammerscheidewand (PFO,ASD/VSD), bei Herzklappenveränderungen im Bereich der Mitralklappe sowie bei unklaren Erhöhungen des Druckes in der Lungenstrombahn (pulmonale Hypertonie).

Der Herzkatheter wird über eine Leisten- oder Ellbogenvene zum rechten Herzen vorgeführt, um dort den Blutdruck in der rechten Herzhauptkammer und den Pulmonalgefäßen zu messen, sowie die Sauerstoffsättigung im Blut zu bestimmen.

Transseptale Herzkathetertechnik

Für bestimmte kathetertherapeutische Verfahren (Mitra Clip, Pascal-Clip, Vorhofohrverschluss, Ablation von Vorhofflimmern) ist es erforderlich, einen Katheter direkt in den linken Vorhof einzubringen.

Dies gelingt nur, indem ultraschallgesteuert sowie unter Röntgenkontrolle über eine venöse Schleuse in der Leiste die Vorhofscheidewand direkt punktiert wird.

Rechts- und linksventrikuläre Myokardbiopsie

Über einen venösen oder arteriellen Herzkatheter werden mittels einer Biopsiezange unter Röntgenkontrolle Proben aus dem Herzmuskel entnommen.
Durch die anschließende histopathologische Untersuchung können Erkrankungen des Herzmuskels erkannt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Biopsiezange geöffnetzoom
Biopsiezange geöffnet

Perikardpunktion

Bei Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel kann dieser von außen durch die Haut in lokaler Betäubung ultraschallgesteuert punktiert werden, um die Flüssigkeit zu entfernen und das Herz zu entlasten.
Die entfernte Flüssigkeit wird anschließend mikroskopisch und laborchemisch untersucht, um Rückschlüsse über die Entstehung der Flüssigkeitsansammlung zu erhalten.

FFR (Funktionelle koronare Flussreserve/Pressure Wire)

Mit Hilfe eines Druckdrahtes welcher über einen Katheter direkt in das Herzkranzgefäß eingebracht wird, misst man direkt den Blutdruck vor und hinter einer Engstelle.
So kann sicher beurteilt werden ob die Engstelle mit einem Stent versorgt werden muss oder nicht.
Das Verfahren wird im Rahmen der Linksherzkatheteruntersuchung durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. 

Intrakoronare Bildgebung (IVUS/OCT)

Mit Hilfe von IVUS (intravaskulärer Ultraschall) und OCT (optische Kohärenztomographie) kann mittels dünner Ultraschallkatheter während eines Linksherzkatheter ein Querschnittsbild eines Herzkranzgefäßes in Echtzeit erzeugt werden.
Hiermit können Gefäßeinengungen, Gerinnsel (Thromben) und Gefäßeinrisse (Dissektionen) erkannt werden, sowie die Lage und Anhaftung eines Stents an die Gefäßwand besser beurteilt werden.

IVUS

Exzentrischer Plaque
Exzentrischer Plaque
Zustand nach Stentimplantation
Zustand nach Stentimplantation
 

OCT

OCT
 
 

Therapeutische Techniken

Konventionelle Ballondilatation (PTCA) und Implantation koronarer Gefäßstützen (Stents)

Wird bei der diagnostischen Herzkatheteruntersuchung eine umschriebene Engstelle an einem oder mehreren Herzkranzgefäßen diagnostiziert, kann diese in gleicher Sitzung aufgedehnt werden (Ballondilatation oder PTCA).

Hierzu legt man einen dünnen Führungsdraht über die Engstelle in das betroffene Herzkranzgefäß ein. Über den Draht wird ein zunächst noch zusammengefalteter Ballon vorgeschoben, in der Engstelle platziert und mit ca. 10-14 bar aufgeblasen.

RCA Stenose (Verengung des rechten Herzkranzgefäßes)
RCA Stenose (Verengung des rechten Herzkranzgefäßes)
Ballondilatation
Ballondilatation
 

Die Ablagerungen werden dadurch an die Gefäßwand gedrückt. 

Um eine Wiederverengung des Gefäßes zu vermeiden, wird in den meisten Fällen anschließend eine Gefäßstütze (Stent) eingesetzt. Die Stents werden nach den neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt. Zum Einsatz kommen in erster Linie medikamentös beschichtete (DES) Stents.

Stentimplantation der RCA
Stentimplantation der RCA
Nach Stentimplantation
Nach Stentimplantation
 

Hochfrequenz-Rotablation

Bei sehr stark verkalkten Engstellen der Herzkranzgefäße stößt die konventionelle Ballonaufdehnung an ihre Grenzen.

In diesen Fällen kann mittels eines Hochfrequenz-Diamantbohrers ein Kanal geschaffen werden, um anschließend eine erfolgreiche Ballonangioplastie und Stentimplantation zu ermöglichen.
Alternativ oder ergänzend kann mittels Zertrümmerung des Wandkalks die Engstelle vorbereitet werden. Dieses Verfahren wird "Shockwave" genannt und basiert auf dem Prinzip

TASH

Bei der hypertrophen obstruktiven  Kardiomyopathie (HOCM), einer angeborenen Herzmuskelerkrankung ist die Herzscheidewand (Septum) so verdickt, dass es zu einer Behinderung des Blutausstroms aus dem Herzmuskel über die Aortenklappe in die Körperschlagader kommt.
Dies kann zu Schwindel mit kurzfristiger Bewusstlosigkeit (Synkope), Luftnot, Brustschmerzen (Angina pectoris) und lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen.
Zunächst erfolgt eine medikamentöse Therapie mit einem Betablocker oder Calcium Antagonist.
Im Einzelfall ist zusätzlich die Implantation eines 2-Kammer Schrittmachers oder 2-Kammer Defibrillators erforderlich.
Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg kann eine TASH (transkoronare Ablation der Septumhypertrophie) durchgeführt werden.
Hierbei wird über einen Herzkatheter der geeignete, meist erste Septalast ausgesucht und vorübergehend mittels eines Ballons verschlossen.
Anschließend wird über das Einspritzen von hochprozentigem Alkohol das Gefäß verödet und dadurch ein künstlicher Herzinfarkt in der betroffenen Muskelregion erzeugt. Daraufhin gelingt es, die Muskelwanddicke zu vermindern und die Ausflussbehinderung zu beseitigen.

Verschluss bei PFO, Vorhof- und Ventrikelseptumdefekt

Findet sich ein Defekt in der Vorhof- oder Kammerscheidewand musste dieses früher mittels eines herzchirurgischen Eingriffes am offenen Herzen verschlossen werden.
Heute können diese Defekte in der Regel kathetergestützt mittels spezieller Verschlusssysteme (Okkluder oder „Schirmchen“  genannt) beseitigt werden.
In der Regel werden diese Prozeduren in lokaler Betäubung ohne Narkose durchgeführt.

Verschluss eines PFOs mittels Amplatzokkluder
Verschluss eines PFOs mittels Amplatzokkluder
 

Vorhofohrverschluss

Das Hauptrisiko für Patienten mit Vorhofflimmern besteht im Auftreten eines Schlaganfalls durch Gerinnselbildung im linken Vorhofohr.
In über 90% der Fälle finden sich diese Gerinnsel im Vorhofohr.
Die Therapie besteht zunächst in einer konsequenten Blutverdünnung (= Reduktion der Blutgerinnung) mittels Marcumar oder neuerer Blutverdünnungsmittel wie z.B. Xarelto ®, Eliquis ®, Pradaxa ® oder Lixiana ®.

Unter dieser Therapie ist jedoch auch immer das Risiko schwerer Blutungskomplikationen gegeben.
Alternativ gibt es daher bei bestimmten Patienten mit Kontraindikationen gegen eine Reduktion der Blutgerinnung und hohem Risiko für das Auftreten eines Schlaganfalls die Möglichkeit, das Vorhofohr mit einem Verschlusssystem zu verschließen.

Die in unserer Klinik am häufigsten verwendeten Systeme sind der Watchman™-Okkluder
und der AMPLATZER™ Cardiac Plug. Über eine Leistenvene wird ein langer Katheter in den rechten Vorhof geführt. Anschließend wird die Vorhofscheidewand punktiert und unter Röntgen und Ultraschallkontrolle das Verschlusssystem im linken Vorhofohr freigesetzt.

Amplatzer Okkluder
Amplatzer Okkluder
Vorhofohrverschluss mittels Watchmanokkluders
Vorhofohrverschluss mittels Watchmanokkluders
Watchman Okkluder
Watchman Okkluder
BSI Watchman™-Okkluder (Photographs provided courtesy of Bosten Scientific (© Boston Scientific 2015 - do not copy or distribute) - The content of this website is under the sole responsibility of its respective authors and does not represent the opinion of BSC. Access to this site does not imply any responsibility for BSC. Please refer to BSC product DFUs for indications, contra indications, precautions and warnings.zoom
BSI Watchman™-Okkluder (Photographs provided courtesy of Bosten Scientific (© Boston Scientific 2015 - do not copy or distribute) - The content of this website is under the sole responsibility of its respective authors and does not represent the opinion of BSC. Access to this site does not imply any responsibility for BSC. Please refer to BSC product DFUs for indications, contra indications, precautions and warnings.
 
 

Behandlung von Herzklappenerkrankungen / TAVI / Mitra Clip / PASCAL-Clip

Logo TAVI-Zentrum

Die moderne Herzmedizin entwickelt immer ausgefeiltere Verfahren um Herzkrankheiten zu behandeln. Die Therapie von Herzklappenerkrankungen im Herzkatheterlabor ist ein weiterer Hightech-Baustein der Behandlungsmöglichkeiten und bietet speziell für Hochrisikopatienten eine weniger belastende Alternative zu konventionellen chirurgischen Herzklappenoperationen.

In diesem Hybrid-Katheterlabor führen Herzchirurgen und Kardiologen zusammen komplexe interventionelle Eingriffe durch.

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Katheterinterventionelle Therapieverfahren bei Herzklappenfehlern

Aortenklappen-Ballonvalvuloplastie

Im Notfall werden zur Besserung und Stabilisierung des Kreislaufs hochverkalkte Aortenklappen bei Patienten valvuloplastiert. Da dieser Effekt aber jedoch nicht lange anhält, werden nach Stabilisierung des Kreislaufes diese Patienten einem weiteren interventionellen Verfahren zugeführt.

Ballonvalvuloplastiezoom
Ballonvalvuloplastie

TAVI bei Aortenklappenfehlern

Gemeinsam mit unseren Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie, werden bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko  perkutane Aortenklappen von der Leiste, der Herzspitze oder der Schlüsselbeinarterie implantiert. Bei Implantation dieser Klappen ist eine Vollnarkose nicht erforderlich. Für ein optimales Ergebnis stehen uns verschiedene Klappensysteme zur Verfügung (Sapien 3, CoreValve Evolut, Lotus und andere). Jährlich werden derzeit ca. 200 katheterinterventionelle Aortenklappen implantiert.
Die Ergebnisse dieser Verfahren werden in ein Register eingetragen, damit die Langzeitergebnisse von einem externen Gremium kontrolliert werden können.

Klappensysteme

Medtronic CoreValve® System

Core Valve Aortenklappenersatz
Core Valve Aortenklappenersatz
 

Edwards Sapien 3 Herzklappe

Edwards Sapien 3 Transkatheter-Herzklappezoom
Edwards Sapien 3 Transkatheter-Herzklappe
Commander Delivery Systemzoom
Commander Delivery System
 

Animation Einsatz einer Edwars-Klappe (© 2014 Edwards Lifesciences)

 

Boston Scientific Lotus Herzklappe

Lotus TAVI-Klappe (© Boston Scientific 2015)zoom
Lotus TAVI-Klappe (© Boston Scientific 2015)
 

MITRA-Clip und PASCAL-Clip bei Mitralklappeninsuffizienz

Bei Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko oder Kontraindikation zu einer Herzklappenoperation bieten wir gemeinsam mit den Kollegen der Herz- und Thoraxchirurgie das sogenannte Mitralklappen-Clipping-Verfahren zwecks Therapie einer Mitralklappeninsuffizienz an.

Im Rahmen des Mitralklappen-Clipping-Verfahren wird ausgehend vom rechten Vorhof der Katheter in den linken Vorhof über die Vorhofscheidewand vorgeführt, von dort aus kann die Mitralklappe erreicht werden. Unter radiologischer und echokardiographischer Steuerung werden kleine Klammern im Bereich der Mitralklappe platziert um die Undichtigkeit der Mitralklappe zu reduzieren.
In unserer Klinik werden das Mitra-Clip und das Pascal-Clip Verfahren eingesetzt.

Mitralclip (Mitraclip ist ein eingetragenes Warenzeichen der Aboott Unternehmensgruppe, Bildrechte liegen bei Abbott Vascular. © 2015 Abbott)zoom
Mitralclip (Mitraclip ist ein eingetragenes Warenzeichen der Aboott Unternehmensgruppe, Bildrechte liegen bei Abbott Vascular. © 2015 Abbott)
 
 

Kardiale Bildgebung

 

Echokardiographie

Die Echokardiographie ist ein Ultraschallverfahren, mit dem Funktion und Morphologie des Herzens und der herznahen Blutgefäße dargestellt werden kann; sie ist heute das wichtigste nicht-invasive Untersuchungsverfahren und damit zentraler Bestandteil der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung jeder Herzerkrankung.

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Weitere Infos zur Echokardiographie...

Die Untersuchung ist für den Patienten ohne Risiko einer Strahlenbelastung beliebig oft durchführbar. Durch spezielle Untersuchungstechniken wie transoesophageale Echokardiographie (Untersuchung mit einer dünnen Ultraschallsonde durch die Speiseröhre), Stressechokardiographie (Untersuchung unter körperlicher oder medikamentöser Belastung), dreidimensionale Echokardiographie, Kontrastechokardiographie sowie Gewebedoppler-Echokardiographie lassen sich weitere wichtige Zusatzinformationen für Diagnose und Therapie gewinnen.

Die Sektion Echokardiographie unserer Abteilung bietet sämtliche Untersuchungsverfahren an und verfügt über zahlreiche high-end Ultraschallgeräte.

Alle Untersuchungen werden digital zentral archiviert und stehen jederzeit bei Bedarf auf mobilen Datenträgern zur Verfügung. Wichtige Befunde können so im digitalen Kliniknetz innerhalb von Minuten in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen des Krankenhauses diskutiert werden.

Jährlich werden in unserer Abteilung circa 12.000 Echokardiographien durchgeführt, davon circa 1.500 transoesophageale und circa 250 stressechokardiographische Untersuchungen, die Abteilung ist seit 2009 von der „Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin“ (DEGUM) als Echokardiographielabor Stufe II zertifiziert; es besteht eine kassenärztliche ambulante Zulassung für transoesophageale Echokardiographie und medikamentöse Stressechokardiographie auf fachärztliche Zuweisung.

Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Bei der TEE wird durch die Speiseröhre - ähnlich wie bei einer Magenspiegelung - ein Schlauch eingeführt, an dessen Spitze sich ein Ultraschallkopf befindet. Von der Speiseröhre aus können viele Bereiche des Herzens erheblich besser eingesehen werden, als dies von außen möglich wäre. Bestimmte Herzstrukturen wie das Vorhofohr sind von außen überhaupt nicht ausreichend mit Ultraschall darzustellen.

Vor Untersuchungsbeginn wird der Rachen mit einem Spray lokal betäubt, bei Bedarf wird eine zusätzliche Sedierung (= Beruhigungsspritze) vorgenommen, so dass die Untersuchung nur wenig unangenehm für den Patienten ist. In der Regel dauert sie etwa 10 Minuten und kann auch ambulant durchgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass man ca. 6 Stunden vorher nüchtern ist. Nach der Untersuchung ist man aufgrund der Medikamentengabe allerdings nicht fahrtüchtig.

TTE

Stressechokardiographie

Sucht man nach möglichen Zeichen für eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die durch Verengungen oder Verschluss der Herzkranzgefäße hervorgerufen wird, ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens nicht nur in Ruhe, sondern auch während einer Belastungssituation erforderlich.
Bei Verschluss oder höhergradigen Einengungen in den Herzkranzgefäßen werden Störungen der Herzkontraktion erkennbar, die in Ruhe noch nicht vorhanden sind.

Durch diese Untersuchung lässt sich die Notwendigkeit einer Herzkatheteruntersuchung überprüfen, oder bei schon bekannten Verengungen der Kranzgefäße testen, ob ein Eingriff wie eine Ballondilatation/Stentimplantation oder gar eine Bypass-Operation notwendig ist.

Es werden unterschiedliche Belastungsformen bei der Stressechokardiographie eingesetzt, entweder durch Gabe eines Medikamentes (sog. medikamentöse Stressechokardiographie), wobei die Dosierung eines über eine Armvene zugeführten Medikamentes stufenweise bis zum Erreichen des Belastungsmaximums gesteigert wird, oder durch Belastung auf einem Liegendfahrrad (sog. ergometrische Stressechokardiographie).

3D-Echokardiographie

Neueste Geräte ermöglichen es, das Herz nicht nur als eine Art Schnittbild zu sehen, sondern es in seiner dreidimensionalen Gesamtheit zu erfassen. Dadurch lassen sich beispielsweise Herzklappen plastisch darstellen, wodurch bei bestimmten Erkrankungen der Herzklappen wichtige Zusatzinformationen gewonnen werden können. Störungen der Pumpfunktion der Herzkammern lassen sich in der 3D-Technik zuverlässig messen.

3D- TEE Mitralklappe
3D- TEE Mitralklappe
Quad-Screen Aortenklappe 3D
Quad-Screen Aortenklappe 3D
 
 

Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)

Mit Hilfe der Kernspintomographie können aufgrund der rasanten technischen Entwicklung Schnittbilder des Herzens in ausgezeichneter Bildqualität ohne Röntgenstrahlen erzeugt werden.
Dies gelingt mit einer hervorragenden Detailgenauigkeit auch bei Patienten mit schlechter Schallqualität in der Echokardiographie.
Für bestimmte Fragestellungen wird zusätzlich ein Kontrastmittel verwendet, welches jedoch im Vergleich zu konventionellen Röntgenkontrastmitteln kein Jod enthält und damit in der Regel sehr gut vertragen wird.

Weitere Infos zur Magnetresonanztomographie des Herzens (Herz-MRT)...

MRT-Gerätzoom
MRT-Gerät

Insbesondere in der Beurteilung von belastungsabhängigen Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (Stress – MRT) und zur genauen Unterscheidung von noch vitalem Herzmuskelgewebe nach durchgemachtem Herzinfarkt (Vitalitätsdiagnostik) hat die kardiale MRT einen festen Platz in der Diagnostik eingenommen.
Darüber hinaus gelingt es auch entzündliche Herzerkrankungen, Tumore, angeborene Herzfehler und die Ursache von nicht ischämischen Herzmuskelerkrankungen zu diagnostizieren.

Terminvereinbarung:

Telefon: +49 (0)651 208-2784
Fax: +49 (0)651 208-2786

 

Die wichtigsten Indikationen für eine Kardio-MRT-Untersuchung sind:

1. Quantitative Funktionsanalyse von linkem Ventrikel (LV) und rechtem Ventrikel (RV)

Video Kardio-MRT (zum starten bitte Bild anklicken):

Kardio MRT

2. Stress MRT zur Detektion von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels

a) Dobutamin Stress-MRT: nach dem gleichen Protokoll wie beim Dobutaminstressecho wird eine Wandbewegungsanalyse und Beurteilung der Wanddickenzunahme der einzelnen Myokardsegmente vorgenommen. Hierdurch können Rückschlüsse auf den Offenheitsgrad der Herzkranzgefäße gezogen werden.

b) Adenosin- Stress- MRT: Beurteilung der Myokardperfusion unter max. Vasodilatation nach 3 minütiger intravenöser Gabe von Adenosin. Hiermit erfolgt die Beurteilung der Durchblutungssituation im Versorgungsgebiet der jeweiligen Herzkranzgefäße.

3. Vitalitätsuntersuchung zur weiteren Differenzierung von Narben nach durchgemachtem Herzinfarkt

Vorderwandnarbe
Vorderwandnarbe

4. Diagnostik myokardialer und perikardialer Erkrankungen, wie z.B. Perimyokarditis, Kardiomyopathien u.a.

Myokarditis
Myokarditis
Akute Perikarditis
Akute Perikarditis
Non Compaction Kardiomyopathie
Non Compaction Kardiomyopathie
 

5. Abklärung einer Herzbeteiligung bei System– und Infektionskrankheiten wie Amyloidose, Sarkoidose u.a.

Perikarderguss
Perikarderguss
Aortenklappenringabszess bei  Endokarditis
Aortenklappenringabszess bei Endokarditis
 

6. Abklärung kardialer Raumforderungen wie Thromben, Herztumore u.a.

Tumor linker Vorhof
Tumor linker Vorhof
Myxom linker Vorhof
Myxom linker Vorhof
Thrombus in der Herzspitze
Thrombus in der Herzspitze
 

7. Diagnostik bei angeborenen Herzfehlern im Erwachsenenalter

Vorhofohrverschluss mittels Watchmanokkluders
Vorhofohrverschluss mittels Watchmanokkluders

Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren (Ausnahme: MRT taugliche Schrittmacher und Schrittmachersonden der neuesten Generation) dürfen aus Sicherheitsgründen nicht untersucht werden.
Koronarstents, medizinische Implantate des Herzens (z.B. PFO- und ASD- Okkluder) sowie moderne künstliche Herzklappen stellen jedoch keine Kontraindikation für eine Kardio MRT Untersuchung dar.

 

Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

Die Untersuchung des Herzens mithilfe des Kardio-CTs erfolgt in enger Kooperation mit unseren Kollegen der Radiologischen Abteilung.
Die Untersuchungen erfolgen an einem hochmodernen Computertomografen.

Weitere Infos zur Computertomographie des Herzens (Herz-CT)

CT

Die Untersuchung eignet sich

  1. zur Bestimmung des Kalkscores (Agatston/Score)
  2. zum Ausschluss bzw. Nachweis einer hämodynamischen wirksamen Koronarstenose.

Der sogenannte Kalkscore eignet sich zur Bestimmung des individuellen Risikos für ein koronares Ereignis. Für diesen Kalkscore gilt aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage, dass er eine von den klassischen Risikofaktoren unabhängige prognostische Aussagekraft besitzt.
Die Computertomographie des Herzens ermöglicht eine exakte Darstellung von Verkalkungen der Herzkranzgefäße.
Aufgrund der Dichtemessung dieser Verkalkungen lässt sich der Kalkscore (Agatston/Score) ermitteln. Zur Bestimmung des Kalkscore ist somit keine Kontrastmittelgabe erforderlich. Die Strahlenbelastung liegt bei ca. 1 - 2 mSV.

Nachweis bzw. Ausschluss einer Koronarstenose

Nach der Kontrastmittelgabe lassen sich die Herzkranzgefäße nicht invasiv darstellen.
Mit den neuesten Technologien wird eine räumliche Auflösung von ca. 0,4 mm bei einer zeitlichen Auflösung von ca. 80 msec. erreicht.

Voraussetzung ist bei den Patienten ein stabiler Sinusrhythmus. Im Vergleich zur Kalkscorebestimmung ist eine höhere Strahlenexposition von 6- 12 mSv jedoch erforderlich.
Da Kontrastmitttel injiziert wird, muss sich der Patient nüchtern zur Untersuchung vorstellen. Die Untersuchung erfolgt ambulant.

Herz CTzoom
Herz CTzoom
Herz CTzoom
 

Indikation zur Kardio-CT

In Frage kommen für eine Kardio CT-Untersuchung Patienten, die einerseits keine typischen Symptome für eine hämodynamisch relevante KHK aufzeigen, bei denen jedoch ein Risikoprofil vorliegt.

Weiterhin eignet sich dieses Verfahren zur Überprüfung einer Bypassfunktion, insbesondere der Überprüfung der Bypasssituation nach mehr als zehn Jahren postoperativen Verlaufes.
Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, bei Koronaranomalien eine solche Untersuchung durchzuführen.

 
 
 
 
 

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