BBT-Gruppe
 
 
 
 
 
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Diagnostik
Therapie
Unterstützende Behandlung
Vorsorge
Nachsorge

Diagnostik Darmzentrum

Abteilung für Innere Medizin I

Unsere aktuellen Innovationen:
1. FUSE® Full Spectrum Endoscopy - 330° Spektrum Koloskopie
2. FTRD Full Thickness Resection Device - Endoskopische Vollwandresektion
3. SpyGlass ™DS Cholangioscopy - Cholangioskopie

  • hochauflösende Endoskopietechnik der neuesten Generation (Olympus© 180 und 190er Serie, HDTV-Bildschirme)
  • CO2-basierte Endoskopie
  • Chromoendoskopie, Narrow Band Imaging©
  • Endosonografie mit Punktionen
  • Singleballonenteroskopie
  • Transnasale Ösophagogastroduodenoskopie
  • Kapselendoskopie für Dünndarm und Kolon
  • ERCP (Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie)
  • Manometrie  und Funktionsdiagnostik (Atemtests, Bravo-Kapsel©)

                                                                                                                                       

Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin

  • 3 MRT- Geräte (3,0 Tesla, 2 x 1,5 Tesla) und 2 CT - Geräte (64 Zeiler, 6 Zeiler) stehen 24 Stunden an allen Tagen zur Verfügung. Die Bilder werden digital in einem PACS archiviert. Sie können auf CDs oder per Teleradiologie transferiert werden. 
  • MRT: sämtliche Arten der Bildgebung einschließlich Ganzkörper MRT, Diffusions- und Perfusionsdarstellung, Dünnschicht-MRT kleines Becken
  • CT: sämtliche Arten der Bildgebung einschließlich virtueller Koloskopie und CT-gesteuerter Biopsie
  • Röntgen: sämtliche Arten der Bildgebung mit Flachdetektoren einschließlich i.v. Urographie
  • Sonographie: sämtliche Arten der Bildgebung einschließlich Duplex-Sonographie, Kontrastmittelsonographie und sonographisch gesteuerter Biopsie
  • Nuklearmedizin: Knochenszintigraphie, SPECT-CT, Doppelkopf- (PET-CT), Octreoscan, Meckel-Scan, Entzündungsszintigraphie, Suche nach gastrointestinaler Blutungsquelle, Leberausscheidungsszintigraphie, Möglichkeit Koinzidenz-Gammakamera-PET-CT, Speicheldrüsenszintigraphie, Magenentleerungsszintigraphie, Speicheldrüsenszintigraphie, Rektale Endosonographie 

                                                                                                                                                 

Abteilung für Allgemein-, Viszeral und Gefäßmedizin

  • starre Rektoskopie und Proktoskopie
  • anorektale Manometrie
  • intraoperative Sonographie


Zentrum für Histologie, Zytologie und molekulare Diagnostik Trier

  • Histologische und zytologische Begutachtung der entnommenen Biopsien und Punktate
  • Schnellschnittdiagnose
  • Mutationsbestimmungen
  • Nachweis Mikrosatelliteninstabilitäten

 

Hauseigenes Labor

  • Blutbank mit Antikörperbestimmung
  • umfangreiches Spektrum an Laborparametern mit Tumormarkern, Serologien und klinischer Chemie
  • nephrologisches Labor mit spezialisierter Urindiagnostik und Autoantikörperbestimmungen 
  • Leberfunktionstests
 

Therapie Darmzentrum

Abteilung für Innere Medizin I

Endoskopie

  • Abtragung von Darmpolypen (Polypektomie, endoskopische Mukosaresektion, endoskopische Submukosadissektion, intraopaeratives Rendevouz-Verfahren, FTRD Full Thickness Resection Device - Endoskopische Vollwandresektion)
  • Bougierungen und Dillatationen
  • Implantationen von Metall- und Plastikstents
  • Endospongetherapie
  • Medizinisches Versorgungszentrum der Barmherzigen Brüder Trier gGmbH - Gastroenterologischer Schwerpunkt (Haus St. Ursula / Nordallee 1, 54292 Trier / Tel. 0651 208-2121)

 
Hämatologie/internistische Onkologie in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

  • multimodale Tumortherapie (systemische Chemotherapie, moderne Antikörper, medikamentöse Targettherapie, ggf. simultan mit Radiotherapie)
  • neoadjuvante, adjuvante und palliative Behandlung (stationär und /-oder ambulant) 
  • eigene ambulante Therapieplätze in Privatambulanz CA Prof. Kölbel und OÄ S. Meyer
  • Medizinisches Versorgungszentrum der Barmherzigen Brüder Trier gGmbH - Hämatologie und Internistische Onkologie (Haus St. Anna / Nordallee 1, 54292 Trier)

  

Abteilung für Allgemein-, Viszeral und Gefäßchirurgie

  • laparoskopische (‚minimal-invasive’) und klassische ‚offene’ Operation des kolorektalen Karzinoms in no touch’-Technik
  • transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) beim Rektumfrühkarzinom 
  • anteriore Rektumresektion mit totaler Mesorektumexzision (TME) und unter Beachtung des circumferentiellen Abstands
  • abdominoperineale Rektumexstirpation (APR)
  • koloanale Anastomosierung mit Pouchanlage
  • Stomaanlage und Rückverlagerungen
  • Hemikolektomie rechts, links, Transversumresektionen, Sigmaresektion, multiviszerale Resektionen 
  • SILS (Single Incision Laparoscopic Surgery)
  • Metastasenchirurgie:
    • operative Entfernung von Lebermetastasen, auch minimal-invasiv:
  • Enukleation, Segmentresektionen, Hemihepatektomien
  • Radiofrequenzablation
  • Implantation venöser Portsysteme
  • modernes Wundmanagement (z.B. Vacuseal©, Endo-VAC©)

 

Abteilung für Herz- und Thoraxchirurgie

  • Metastasenchirurgie inclusive minimalinvasiver Verfahren
  • Laserablation von Lungenmetastasen

 

Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin 

  • Chemoembolisation (TACE) bei Lebermetastasen 
  • PTCD (Perkutane transhepatische Cholangiodrainage)
  • perkutane Äthanolinjektion (PEI)
  • selektive interne Radiotherapie (SIRT)


Abteilung für Strahlentherapie, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

  • neoadjuvante, adjuvante und palliative Strahlentherapie

 

 

Unterstützende Behandlungsangebote

Psychoonkologische Beratung

Niemand muss alleine stehen…
 

Die Diagnose Darmkrebs bedeutet eine einschneidende Veränderung im bisherigen Leben. Viele Ängste und Sorgen rücken in den Mittelpunkt des Denkens und Fühlens.

Der Alltag muss oft von einem Tag auf den anderen neu organisiert werden. Die Prozeduren und Befunde belasten nicht nur den Körper sondern auch die Seele der Betroffenen. Die Bewältigung dieser neuen Situation lässt viele Patienten und Angehörige an ihre Grenzen stoßen.
Die psychoonkologische Betreuung und Beratung gehört zu unserem ganzheitlichen Behandlungsansatz. Das Fachpsychologische Zentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier bietet allen Patienten Hilfe in ruhiger Atmosphäre an.

Die erfahrenen Psychologen begleiten sie z. B. in Fragen zur

  • Bewältigung von Ängsten und Niedergeschlagenheit
  • Schwierigkeiten im Umgang mit der Erkrankung
  • Lebensqualität und Wohlbefinden
  • Besonderen Belastungen im Alltag 

Albs, Birgit

Dr. rer. nat. Birgit Albs

Abteilungsleitung
Psychologische Psychotherapeutin
Schwerpunkte: Klin. Neuropsychologin, Trauma- und EMDR-Therapeutin, Psychoonkologin, Supervisorin
Abteilung: Fachpsychologisches Zentrum

Tel: +49 (0)651 208-2251
Fax:+49 (0)651 208-2259
psychologie@bk-trier.de

Ernährungsberatung

Die Ernährungsberatung ist integraler Bestandteil unseres ganzheitlichen Behandlungsansatzes. Jedem Patienten des Darmzentrums wird diese angeboten und durch ein spezialisiertes Team von Diätassistentinnen mit der Zusatzausbildung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. durchgeführt.
Bei Patienten mit einem Tumorleiden spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Appetitstörungen, Unverträglichkeiten, Übelkeit, Mangelerscheinungen und Gewichtsverlust können im Rahmen der Erkrankung oder der Behandlung auftreten. Eine ausreichende, vielfältige und ausgewogene Ernährung ist wichtig und beeinflusst den Allgemeinzustand und die Lebensqualität.

Unser Angebot:

  • Informationen zu allgemeinen Ernährungsfragen
  • Informationen zum Einfluss der Ernährung auf die Prävention von Erkrankungen
  • Ermittlung des individuellen Ernährungsstatus
  • Postoperative Ernährungskonzepte (z. B. Patienten mit künstlichem Darmausgang)
  • Fragen im Zusammenhang mit einer Chemotherapie
  • Beratung bei spezifischen Ernährungsproblemen

Stomaberatung

Die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Stoma) konfrontiert den betroffenen Patienten mit einer neuen Lebenssituation, die mit Ängsten hinsichtlich der familiären, gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung einhergehen kann.
Eine individuelle Beratung und Schulung kann den Patienten zu einer selbständigen Versorgung und somit zur Unabhängigkeit führen. Die Stomaberater des Darmzentrums des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder bieten Ihnen und Ihren Angehörigen während des stationären Aufenthaltes individuelle Beratung und Schulung an, sowie auch die Betreuung nach der Entlassung.

Unser Angebot für Patienten und Angehörige:

  • Individuelle Information, Beratung und Schulung zur Stomaversorgung durch die Stomaexperten vor Ort und die Mitarbeiter des Sanitätshauses / Flyer "Stomasprechstunde"
  • Informationsbroschüre "Leben mit einem Stoma"
  • Förderung der Eigenständigkeit für Patienten und Angehörige
  • Beratung und Produktauswahl
  • Übermittlung und Überleitung in den außerklinischen Bereich
  • Bereitstellung der Utensilien zur Erstversorgung
  • Außerklinische Betreuung durch Mitarbeiter des Sanitätshauses.
  • Vermittlung zu Selbsthilfegruppen

Kontakt:

Koster, Stefanie

Stefanie Koster

Pflegeexpertin für Stoma, Inkontinenz und Wunde
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Station 3D, Urologie

Tel: +49 (0)651 208-982411
s.koster@bk-trier.de

Patienten-Informationszentrum

Die Diagnose Krebs stellt betroffenen Menschen häufig vor Fragen der Alltagsbewältigung im Umgang mit der Erkrankung. Sie erhalten Informationen, Beratung und Hilfsangebote zu Themen der Gesundheit, Prävention, Pflege und zum Umgang mit der Erkrankung.

Kommen Sie einfach im Patienten-Informationszentrum vorbei oder vereinbaren Sie einen persönlichen Termin. Unser Angebot gilt auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus und ist kostenlos und unverbindlich.

Unser Angebot für Sie:

  • Persönlicher Ansprechpartner durch eine Pflegefachkraft
  • Präsenzbibliothek  mit laiengerechter Literatur
  • Internetzugang für medizinische Recherche
  • Filme und Videos zu Krankheiten und Untersuchungsmethoden
  • Informationen zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
  • Schulungsangebote für pflegende Angehörige

Grüne Damen und Herren

>>Von Mensch zu Mensch - Zuhören, helfen, begleiten...

Begleitend zur medizinischen und pflegerischen Betreuung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist es uns ein zentrales Anliegen, dass Sie sich hier gut aufgehoben fühlen. Hierbei unterstützen Sie die Grünen Damen und Herren als ehrenamtlich tätige Helferinnen und Helfer.

Unser Angebot:

  • Zeit – für ein Gespräch am Bett, kleinere Besorgungen oder Botengänge
  • Zuhören -  ein offenes Ohr oder ein gutes Wort
  • Gesellschaft – bei Wartezeiten, in einsamen Stunden
  • Begleitung – auf die Station, zu Untersuchungen, auf Spaziergänge oder ins „domus culinae“ (unser Restaurant)

Kaltenborn-Reiter, Annegret

Annegret Kaltenborn-Reiter

Leitung
Bürozeit: Donnerstag 10.00-14.00 Uhr
Abteilung: Grüne Damen und Herren

Tel: +49 (0)651 208-1522
a.kaltenborn-reiter@bk-trier.de

Krankenhausseelsorge

Gespräche können heilsam sein. Deshalb nehmen wir uns Zeit für Sie. Mit uns können Sie sprechen über Ihre Krankheit, Ihre Lebenssituation, über Fragen und Ängste, Glauben und Zweifel. Wir möchten mit Ihnen nach Wegen suchen, wie Sie mit Ihrer Krankheit umgehen können.
Wir bieten Ihnen Gespräche oder eine längere Begleitung während Ihres Krankenhausaufenthaltes an, unabhängig von Ihrer Konfession oder Religion.

Die Krankenhausseelsorge des Brüderkrankenhauses bietet Ihnen und Ihren Angehörigen an:

  • Gespräche im Krankenzimmer oder in den Seelsorgezimmern
  • Begleitung und Krisenintervention mit  Patienten/-innen und Angehörigen
  • Gebet und Segen
  • Empfang der Sakramente für katholische Christen: Heilige Kommunion, Feier der Versöhnung (Beichte), Krankensalbung
  • Gottesdienste in der Klosterkirche (Übertragung auf  Kanal 18 Ihres Fernsehgerätes)
  • Vermittlung seelsorglicher  Kontakte nach dem Krankenhausaufenthalt auf Wunsch

Kieren-Ehses, Hans Edmund

Pfarrer Hans Edmund Kieren-Ehses

Tel: +49 (0)651 208-1263
h.kieren-ehses@bk-trier.de

Soziale Beratung und Betreuung

Durch eine Krebserkrankung kann sich Ihr gewohnter Alltag und der ihrer Angehörigen stark verändern. Wenn Sie möchten, helfen wir Ihnen gerne und entwickeln gemeinsam mit Ihnen Perspektiven und konkrete Lösungen für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt.

Sie stehen unter Umständen vor einer völlig neuen Lebenssituation oder sind auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Die Abteilung für Soziale Beratung und Betreuung unterstützt Sie bei der Bewältigung der sozialen, wirtschaftlichen und psychosozialen Folgen Ihrer Erkrankung oder Behinderung durch Information, Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten.

Unser Angebot:

  • Stationäre oder Teilstationäre Rehabilitation
  • Koordinierte Überleitung in den häuslichen und stationären Bereich
  • Leistungen der Kranken-, Pflege- und anderer Sozialversicherungen
  • Beratung und Beantragung zum Schwerbehindertenrecht
  • Beratung zur Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Gesetzliche Betreuung

Boesten, Reinhard

Reinhard Boesten

Abteilungsleiter
Diplom-Sozialarbeiter
Abteilung: Soziale Beratung und Betreuung

Tel: +49 (0)651 208-1266
Fax:+49 (0)651 208-1285
r.boesten@bk-trier.de

Sekretariat:
Cornelia Bohr
Tel: +49(0)651 208-1513
Fax: +49 (0)651 208-1285
c.bohr@bk-trier.de

Behandlungszentrum Medico

Zur Unterstützung der Genesung werden aus dem gesamten therapeutischen Leistungsspektrum die individuell wirksamen Behandlungsformen zielorientiert ausgewählt und eingesetzt. Das primäre Ziel nach Bauchoperationen ist, dass die Patienten durch spezielle Atemtherapie und Kreislauftraining schnell wieder die größtmögliche Mobilität erreichen.
Neben einer stationären Behandlung ist auch eine ambulante Inanspruchnahme unserer Angebote im Medico möglich.

Unsere Angebote:

  • Krankengymnastik und Atemgymnastik
  • Ambulante Rehabilitation
  • Manuelle Therapie
  • Funktionelle Bewegungslehre, Wirbelsäulengymnastik und Haltungsschulung
  • Extensionsbehandlung
  • Medizinische Trainingstherapie
  • Bewegungsbad, Schwimmbad und Sauna
  • Beckenbodengymnastik
  • Elektro-, Thermo-, Hydro- und Massagetherapie
  • Podologie
  • Ergotherapie
  • Logopädie

Terminvereinbarung +49 (0)651 208-2905

Schumacher, Michael

Michael Schumacher

Abteilungsleiter

Tel: +49 (0)651 208-2906
Fax:+49 (0)651 208-2909
m.schumacher@bk-trier.de

Sanitätshaus der Bamherzigen Brüder

Das Sanitätshaus bietet ein abgestimmtes Programm an pflegerischen und medizinischen Artikeln sowie Dienstleistungen für die Patienten des Darmzentrums.

Bei hoher Qualität der Produkte und Dienstleistungen ist das Sanitätshaus versorgungsberechtigt für alle Krankenkassen und Versorgungsbehörden.

Die Schwerpunkte:

  • Enterale Ernährung
  • Stomaversorgung
  • Inkontinenzprodukte
  • Kompressionstherapie
  • Fertigbandagen
  • Gehhilfen
  • Wundversorgung
  • Alltagshilfen
  • zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Hommes, Markus

Markus Hommes

Kaufmännischer Leiter
54292 Trier
Nordallee 3

Tel: +49 (0)651 462778 0
Fax:+49 (0)651 462778 1
info@bk-sanitaetshaus.de

Genetische Beratung

Untersuchungen auf erblichen Darmkrebs

Bei manchen Patienten tritt der Darmkrebs nicht zufällig, sondern aufgrund einer Erbgutveränderung auf. Meistens tritt die Erkrankung dann in jungen Jahren auf, und kann mit Tumoren anderer Organe assoziiert sein. Es ist daher wichtig, diese Personen und ihre Angehörigen frühzeitig zu erkennen, um angemessene Vorsorgeuntersuchungen veranlassen zu können.

Das Institut für Humangenetik des Uniklinikums Bonn berät die Patienten mit positiver Kranken- und Familiengeschichte für Darmkrebs.  Die Kosten für das Beratungsgespräch werden von den Krankenkassen übernommen.

Das Angebot:

  • Ausführliches Beratungsgespräch zum erblichen Darmkrebs
  • Veranlassung weiterführender Untersuchungen
  • Erläuterungen der Untersuchungsergebnisse und ggf. angepasste Vorsorgeempfehlungen für die Patienten und ihre Angehörigen

Institut für Humangenetik

Biomedizinisches Zentrum
Universitätsklinikum Bonn
Sigmund-Freud-Str. 25, D-53127 Bonn
Telefon +49 (0)228 287-51000

Schmerztherapie

Ziele der Schmerztherapie sind:

  • möglichst schmerzfreie Durchführung von Untersuchungen und Behandlungen
  • Effektive Symptomkontrolle bei bestehendem oder fortschreitendem Tumorleiden
  • Erkennung und Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten, bei
  • denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat

Zu unseren Untersuchungs- und Behandlungsverfahren gehören:

  • Erhebung einer standardisierten Schmerzanamnese einschließlich der Auswertung von Fremdbefunden
  • Schmerzanalyse sowie differentialdiagnostische Abklärung der Schmerzkrankheit unter Berücksichtigung psychologischer, arbeits- und sozialmedizinischer Gesichtspunkte
  • psychosomatische Diagnostik bei chronischen Schmerzpatienten
  • spezifische Pharmakotherapie
  • multimodale Therapie in interdisziplinärer Zusammenarbeit( z.B. mit Strahlentherapie)
  • diagnostische und therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesien
  • Stimulationstechniken, z. B. transkutane elektrische Nervenstimulation
  • spezifische Verfahren der manuellen Diagnostik und physikalischen Therapie
  • Denervationsverfahren und/oder augmentative Verfahren, z. B. Neurolyse, zentrale Stimulation
  • interventionelle Verfahren, z. B. plexus- und rückenmarksnahe Verfahren, Spinal Cord Stimulation und Sympathikusblockaden
  • Intensives perioperatives Schmerzmanagement mittels  Schmerzblockaden z.B. mit Hilfe von sehr dünnen Kathetern zur gezielten Blockade der Schmerzleitung aus der betreffenden Region (PDK), Schmerzpumpen(PCA) für Patienten


Die Therapie kann sowohl stationär als ambulant durchgeführt werden. Für die Durchführung stehen dem Darmzentrum Fachärzte mit der Zusatzausbildung spezielle Schmerztherapie zur Verfügung. Nach eingehender Beratung des Patienten und gemeinsamer Festlegung der Therapieziele, erfolgt die Erstellung eines Therapieplanes einschließlich der zur Umsetzung des Therapieplanes erforderlichen interdisziplinären Koordination der Ärzte und sonstigen am Therapieplan zu beteiligenden Personen und Einrichtungen.
Die Nebenwirkungen sind in der modernen Schmerztherapie meist deutlich reduziert und beherrschbar.

Christ, Michael

Michael Christ

Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Zusatzbezeichnungen: Notfallmedizin / Schmerztherapie / Intensivmedizin. Zertifikat: Leitender Notarzt

Palliativmedizin

palliativmedizinische Betreuung

Die Palliativmedizin widmet sich unheilbar kranken Menschen mit fortgeschrittenem Leiden unabhängig von der Diagnose. Sie trägt dazu bei, dem Schwerkranken ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Sie unterstützt auch die Angehörigen der Schwerstkranken. Dies erfordert eine möglichst ganzheitliche, individuelle Behandlung, Pflege und Begleitung zur Linderung der körperlichen Beschwerden und Unterstützung auf psychischer, spiritueller und sozialer Ebene (Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin 2011).

Leitmotiv der Palliativmedizin ist der Respekt vor der Würde des Menschen im Leben, im Sterben und danach. Nicht das Sterben, sondern die Qualität des verbleibenden Lebens steht im Mittelpunkt. Eine Kernkompetenz der Betreuenden ist die exzellente Kontrolle von Krankheitssymptomen. Unnütze, belastende Therapiemaßnahmen sollen vermieden werden.
Unser Darmzentrum bietet mit Hilfe von Kooperationspartnern eine umfassende ambulante und stationäre palliativmedizinische Betreuung.

Dies wird möglich durch:

  • Palliativmediziner
  • Einbindung der betreuenden Hausärzte
  • Onkologische Fachpflege
  • Palliative-care geschulte Pflege
  • Umsetzung in Standards
  • beratende Ethikkommission
  • enge Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Trier, Selbsthilfegruppen und Palliativstation Trier
  • regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für die Mitarbeiter

Hospizhaus Trier

Das Hospizhaus Trier vereint den Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst sowie das Stationäre Hospiz unter einem Dach.

Wir setzen uns dafür ein, Menschen im Endstadium einer Erkrankung ein würdevolles selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Ganz egal wo – zuhause, in der Klinik, in einer Pflegeeinrichtung oder im Hospiz, in jedem Fall so, wie es sich jeder Einzelne wünscht.

Entsprechend den Grundsätzen der Palliativ – Care soll die Qualität des Lebens verbessert, Schmerzen erträglich gemacht und Symptome gelindert werden.

Die ambulanten Dienste sind kostenfrei, das stationäre Angebot wird zu 90% von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Das ambulante Angebot:

  • Krankenschwestern beraten und begleiten die Patienten zuhause und sind Ihre Ansprechpartner – das gilt auch für Angehörige
  • Interprofessionell erfolgt die Linderung von Schmerzen und anderer belastender Symptome
  • Koordination und Informationsaustausch mit allen Behandlungspartnern
  • Auf Wunsch spirituelle oder seelsorgerische Unterstützung
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter stehen für Gespräche und Unterstützung im Alltag zur Verfügung

Das stationäre Angebot:

  • Im stationären Hospiz ist der Patient Gast und erhält rund um die Uhr individuelle Pflege und Betreuung. Darum kümmern sich qualifizierte Pflegefachkräfte sowie geschulte ehrenamtliche Helfer
  • Durch die enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten ist eine permanente medizinische Versorgung sichergestellt
  • Auf Wunsch spirituelle oder seelsorgerische Begleitung
  • Das Haus bietet Platz für 8 Gäste, die jeweils in hellen und freundlichen Zimmern Einzelzimmern leben können. Auch Angehörige können über Nacht bleiben

Hospiz Trier
Ostallee 67
54290 Trier

Telefon: +49 (0)65144656
Telefax: +49 (0)651 9949829
info@hospiz.de

 

Vorsorge / Früherkennung

Wie bei anderen Krebserkrankungen, ist auch beim Darmkrebs die Früherkennung für die Prognose von entscheidender Bedeutung. Der Darmkrebs entwickelt sich zu etwa 90% aus Darmpolypen. Daher kann durch die Erkennung und Entfernung dieser Krebsvorstufen  seiner Entstehung effektiv vorgebeugt werden.

Deshalb bieten die gesetzlichen Krankenkassen folgende Vorsorgeuntersuchungen an:

Ab einem Alter von 50 Jahren:

  • Gezielte Beratung zur Früherkennung von Darmkrebs
  • Tastuntersuchung des Enddarms
  • Test auf verborgenes Blut im Stuhl (z. B. Haemoccult-Test©)
 

Ab einem Alter von 55 Jahren:

  • Beratung zur Früherkennung von Darmkrebs
  • Wahlweise Test auf verborgenes Blut im Stuhl (alle zwei Jahre) oder zwei Darmspiegelungen (im Abstand von zehn Jahren)
 

Diese Untersuchungen werden in der Regel von den Hausärzten und niedergelassen Spezialisten (Gastroenteroloen) durchgeführt. Bei  Auftreten von Beschwerden, chronischen Darmerkrankungen, familiärer Häufung von Polypen oder Darmtumoren besteht auch vor dem oben genannten Alter ein Anspruch zur Durchführung einer Darmspiegelung mit Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Die Vorsorgeempfehlungen sind in der S3-LeitlinieKolorektales Karzinom zusammengefasst.

Um Polypen oder einen Darmkrebs zu diagnostizieren, stehen dem Arzt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Tastuntersuchung

Bei der Tastuntersuchung fühlt er vorsichtig den Enddarm ab. Beim Austasten des auf diesem Weg erreichbaren Darmabschnitts kann der Arzt knotige Veränderungen auf der normalerweise glatten Schleimhaut erspüren.
Mit dem tastenden Finger lassen sich etwa 10 Prozent aller Tumoren entdecken.

Okkultbluttest / Stuhluntersuchungen

Bei dem Okkulttest, auch Haemoccult-Test© genannt (Häm=Blut, occult=verborgen) wird auf verborgenes, nicht sichtbares Blut im Stuhl untersucht.
Dieser Test kann zu Hause gemacht werden, wobei man kleine Proben aus drei verschiedenen Stuhlgängen auf drei Testbriefchen ausstreicht, diese verschließt und dann dem Arzt übergibt. Dieser wertet die Proben aus (durch Zugabe einer Reagenz zeigt sich bei Blutbeimengungen im Stuhl eine Blaufärbung). Der Nachteil dieser Methode ist einerseits, dass nur bei einem geringen Anteil der Darmtumoren erfassbare Blutmengen im Stuhl auftreten und andererseits der Test z. B. durch Nahrungsmittel und Medikamente (Schmerzmittel, Acetylsalicylsäure) falsch positiv beeinflusst werden kann.

Bei jährlicher Durchführung des  Okkultbluttest können etwa 1/3 aller Polypen und Tumoren entdeckt werden.

In den letzten Jahren sind weitere Stuhltests entwickelt worden. Diese suchen nicht nach verborgenem Blut im Stuhl, sondern nach veränderter Erbinformation (genetische Stuhltests) oder  krebs-spezifischen Enzymen(z.B. Tumor M2-PK-Test©). Diese werden von den Krankenkassen nicht bezahlt und die aktuellen Leitlinien  sprechen keine Empfehlung für  die Anwendung zur Vorsorge aus.

Darmspiegelung / Polypenentfernung

Hierbei wird unterschieden zwischen der "kleinen" und der "vollständigen" Darmspiegelung.

    • "Kleine" Darmspiegelung (Rektosigmoidoskopie):

      Hierbei wird nach Vorbereitung mit Einläufen (Klysmen) der Mastdarm (Rektum) und der s-förmige Darmabschnitt (Sigma) mit einem Endoskop untersucht (ca. 50-60 cm). Hierdurch können nur etwa 60% der Tumoren und Polypen erkannt werden.
    • "Vollständige" Darmspiegelung (Koloskopie):

      Hierbei beginnt der Patient am Vortag der Untersuchung mit abführenden Maßnahmen. Mit Hilfe einer Trinklösung wird die Darmschleimhaut vom Stuhl gereinigt. Die Untersuchung erfolgt mit einem Endoskop. Es handelt sich um ein flexibles, schlauchförmiges Gerät mit einem Durchmesser von ungefähr neun Millimetern und einer Länge von etwa 1,3 Metern. Es besteht aus einem optischen System, Lichtquelle, Glasfaserleitern und einer Kamera an der Spitze. Die aufgenommenen Bilder werden nach außen geleitet und können vom Arzt auf einen Monitor betrachtet werden. Der gesamte Mast- und Dickdarm bis zum Blinddarm und in der Regel auch der  letzte Abschnitt des Krummdarms (Ileum) werden umfassend eingesehen. Die Koloskopie ist die beste und effektivste Methode zur Erkennung auch geringfügiger Veränderungen der Darmschleimhaut. Es können Gewebeproben entnommen und Polypen entfernt werden (Polypektomie). Die Untersuchungdauer liegt durchschnittlich bei 25 Minuten. 
      Durch schonendere Abführmaßnahmen, die Verwendung von Kohlendioxid (CO2) zur Darmentfaltung (deutlich weniger Blähungen und Druckgefühl im Bauchraum) und Medikamente gegen Schmerzen und Aufregung, ist die Koloskopie für die Patienten in den letzten Jahren wesentlich angenehmer geworden. Sie kann im Bedarfsfall auch in Voll- oder einer sog. Propofolnarkose (keine künstliche Beatmung erforderlich) durchgeführt werden. Eine direkte Teilnahme am Straßenverkehr ist dann für 24 h nicht möglich.

Polypenentfernung

Polypektomie

Ein Großteil der Polypen lassen sich während einer Darmspiegelung entfernen. Eine Schlinge aus dünnem Draht wird um den Polypenstiel gelegt und dann zugezogen. Mittels Hochfrequenz-Strom, der durch die Drahtschlinge geleitet wird, wird  der Polyp abgeschnitten und gleichzeitig verschließt die Hitze auch die durchtrennten Blutgefäße. Die Polypenentfernung ist nicht schmerzhaft. Eine solche ,Polypektomie‘ ist im folgenden Video zu sehen.

Video Polypektomie

Endoskopische Mukosaresktion (EMR)

Bei sehr breitbasig der normalen Schleimhaut aufsitzenden Polypen findet die Endoskopische Mukosaresktion (EMR) Anwendung. Die Damschleimhaut wird mit dem aufsitzenden Polypen mittels einer Injektionsnadel und Gabe einer Kochsalzlösung unterspritzt und somit von der Darmwandmuskulatur abgehoben. Anschließend kann sie mit der Schlinge abgetragen werden. Die Wundränder werden mittels Metallclips verschlossen. Diesen Vorgang zeigt das folgende Video. Die Kochsalzlösung ist für eine bessere Übersicht mit einem für den Menschen ungefährlichen Farbstoff versetzt.

Video Endoskopische Mukosaresektion (EMR)

FTRD Full Thickness Resection Device - Endoskopische Vollwandresektion

Große Darmpolypen konnten bisher nur dann abgetragen werden, wenn es gelang, die polypentragende Schleimhaut von der darunterliegenden Muskelschicht zu trennen. Waren die Polypen sehr ausgedehnt und wuchsen in die Tiefe, so mussten diese bisher chirurgisch entfernt werden. Seit knapp drei Jahren können diese Art von Polypen bis zu einer Größe von 4 x 4 cm nun auch sicher endoskopisch entfernt werden.

Mithilfe der sogenannten endoskopischen Vollwandresektion wird das erkrankte Areal gleichsam ausgestanzt (Vollwandresektion) und der Defekt in einem Arbeitsschritt verschlossen. Der Verschluss eines Wanddefektes war bisher die Domäne der Chirurgen. Nun kann der geübte Gastroenterologe schneiden und in einem Vorgang klammern. Ein spezielles Klammersystem sorgt dabei mittels Metallclips dafür, dass erst der Verschluss gelegt wird, bevor anschließend mit einem Schlingenkatheter die Wand per Elektroimpuls durchschnitten und die Darm-Wand abgetragen wird. Etliche Patienten haben von diesem neuartigen Verfahren im Brüderkrankenhaus schon profitiert.

© Alle Rechte bleiben bei Ovesco.
© Alle Rechte bleiben bei Ovesco.

1. Markierung des Polypen (Schleimhautvorwölbung, die aus der Darmschleimhaut in das Darminnere ragt), bevor das FTRD System angebracht wird.

2. Greifen des Polypen mit dem FTRD Grasper.

3. Hineinziehen des Polypen in die Kappe und Fixierung.

4. Sicherstellung, dass sich der Polyp in der FTRD Kappe befindet - Clipapplikation (endoskopische Blutstillung) durch das Drehen des Handrads.

5. Schließen der Schlinge, Entfernung des Polypen sowie Überprüfung der Entnahmestelle.

Rendez-vous-Verfahren / Operative Therapie

Bei sehr großen Polypen kann die endoskopische Entfernung zunächst nicht möglich sein, häufig aber in einem endoskopisch-chirurgischen ‚Rendez-vous-Verfahren‘ gelingen. Die Chirurgen gelangen mittels Schlüssellochchirurgie (Laparoskopie) in den Bauchraum und können Verwachsungen lösen, den Darm begradigen und schienen. Dann kann der Gastroenterologe die Polypen besser entfernen. Der Chirurg sieht die Darmwand und kann im Falle einer Verletzung (Perforation) diese direkt übernähen. Der Vorteil für den Patienten ist der Erhalt des gesamten Darmes.

Wenn trotz der o.g. Methoden eine Abtragung nicht möglich ist, erfolgt eine chirurgische Therapie.

Neben der Entfernung von Darmsegmenten, meist mittels Schlüssellochchirurgie (Laparoskopie), gibt es für Polypen im Mastdarm auch die Möglichkeit einer mikrochirurgischen Entfernung durch den After (Transanale Endoskopische Mikrochirurgie, TEM ). Der Polyp wird aus der Mastdarmwand herausgeschnitten und die Darmwand anschließend wieder vernäht.


Nachsorge bei Polypen

Patienten, bei denen ein Darmpolyp festgestellt wurde, haben eine höhere Neigung zur erneuten Polypenbildung.
Je nach Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung, Größe. Anzahl, Sicherheit der Entfernung im Gesunden und Lokalisation im Darm wird eine genaue Empfehlung zur Verlaufsbeobachtung mittels Koloskopie gegeben. Die genauen Empfehlungen zum sogenannten ‚Polypenmanagement‘ finden sich ebenfalls in der der S3-Leitlinie KolorektalesKarzinom.

Die Darmspiegelung eine sehr sichere Untersuchungsmethode.
Bei Vorsorgekoloskopien treten Komplikationen mit einer Wahrscheinlichkeit von kleiner 1:1000 auf. Bei der Polypektomie liegt das Risiko für eine Blutung oder Verletzung der Darmwand (Perforation) bei 0.3 %. 

Virtuelle Koloskopie (CT-Kolonographie)

Virtuelle Koloskopie mit Polypzoom

Die Virtuelle Koloskopie ist eine Untersuchung des Dickdarms unter Anwendung von Röntgenstrahlen. Hierzu wird der gesamte Bauchraum mittels Computer-Tomographen jeweils einmal in Rückenlage und Bauchlage untersucht. Um eine niedrige Strahlenbelastung zu erreichen verwenden wir ein sehr schnelles und hochmodernes Mehrzeilen-Spiral-CT (64 Zeilen-Spiral-CT). Dadurch sind unsere Patienten der Strahlung nur etwa 20 Sekunden ausgesetzt. Mit Hilfe eines 3D-Computerprogrammes werden die CT-Bilder in ein räumliches Bild vom Darm umgewandelt. Hieraus wird ein dann ein Film erstellt. Der Arzt  kann den Dickdarm vom Enddarm bis zum Blinddarm in Ruhe und wiederholt absuchen (,durchfahren‘) und dabei den Darm virtuell ‚aufklappen‘.  Einen Eindruck vermittelt dieser Bildausschnitt und der Film einer virtuellen Koloskopie.

Die Virtuelle Koloskopie dient v.a. der Krebsvorsorge. Ab einer Größe von ca. 5mm sind Polypen und Darmkrebstumore sichtbar. Die Anwendung erfolgt bei Patienten, bei denen eine endoskopische Koloskopie aus medizinischen Gründen nicht durchführbar ist (z.B. beim sogenannten Verwachsungsbauch) sowie bei Patienten, die aus persönlichen Gründen (z.B. aus Angst vor Schmerzen oder aus Scham) eine endoskopische Koloskopie ablehnen. 

Vorbereitung

Die Virtuelle Koloskopie setzt für optimale Ergebnisse eine saubere Darmschleimhaut voraus. Daher wird zwei Tage vor dem Eingriff mit einer speziellen faserarmen Diät begonnen. Danach wird ein flüssiges Kontrastmittel getrunken. Am Folgetag wird der Darm mit Abführmitteln gereinigt. Am Tag der Untersuchung bleibt der Patient nüchtern.

Durchführung

Ein kleines Darmrohr wird in den Enddarm eingebracht und der Darm dann mittels eines Gases (Kohlendioxid) entfaltet. Medikamentös wird die Darmentfaltung unterstützt. Danach wird der gesamte Darm mittels Röntgenstrahlung untersucht und eine virtuelle Darstellung des Dickdarms erstellt. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Das verwendete Gas wird über die Darmschleimhaut rasch resorbiert und über die Lungen ausgeschieden. Für etwa zwei Stunden nach der Untersuchung kann das Sehvermögen durch die eingesetzten Medikamente beeinträchtigt sein. In dieser Zeit besteht Fahruntüchtigkeit.

Auswertung

Nachdem die Untersuchung durch die Kollegen der Radiologie durchgeführt worden ist, erfolgt die Auswertung noch am Untersuchungstag durch einen Facharzt für Radiologie und Gastroenterologie.

Nachteile der virtuellen Koloskopie

Trotz der Vorteile gibt es auch Nachteile der Methode:

  • Kleine oder sehr flache Polypen(<5 mm) können übersehen werden.
  • Im Gegensatz zur Koloskopie können keine Gewebeproben genommen werden.
  • Bei Auffälligkeiten muss doch eine normale Koloskopie erfolgen.

Kosten

In der Regel werden die Kosten  (ca. 750 €) von den privaten Krankenversichern übernommen. Die übrigen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in besonderen Fällen nach vorangehendem Kostenübernahmeantrag.

Kapselendoskopie

Mit der Kapselendoskopie des Dickdarms steht eine gute Alternative zur herkömmlichen Koloskopie zur Verfügung. Die Methode ist schmerzfrei und nicht-invasiv. Komplikation treten extrem selten auf. Insbesondere wenn Patenten aus Schamgefühlen, Angst oder Hygienebedenken eine sonstige Untersuchung ablehnen, ist sie sinnvoll.

Durchführung

Es wird eine Kapsel mit einer Länge von etwa 1,8 cm geschluckt. Sie durchquert mehrere Stunden lang selbständig den Magen-Darm-Trakt, bis sie auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden wird. Vom Inneren des Darms nimmt sie dabei bis zu 35 hochauflösende Bilder pro Sekunde auf. Diese Bilder werden von einem Rekorder, den der Patient umhängen hat aufgezeichnet. Nach Abschluss der Untersuchung kann ein Videofilm erstellt und dann vom Arzt ausgewertet werden.
Die folgende Animation zeigt das Grundprinzip der Kapselendoskopie.  Der Filmausschnitt Bilder aus dem Darm. 

Animation Kapselendoskopie

© Given Imaging

Kapselendoskopie

Sequenz Kapselendoskopie


Kapselendoskopie

 

Vorbereitung

Auch hier ist ein sehr gut vorbereiteter Darm Voraussetzung für die optimale Aussagekraft der Untersuchung. Es werden Abführmaßnahmen mit genauen Trinkanweisungen durchgeführt

Ablauf

Kapselendoskopie (© Fa. Given IMAGING)zoom
Kapselendoskopie (© Fa. Given IMAGING)

Befunde

Die folgenden Bilder (© Fa. Given IMAGING) zeigen einige typische Befunde aus dem Dickdarm.

Darmtumorzoom

Darmtumor

Polypzoom

Polyp

Blutungzoom

Blutung

Darmausstülpungenzoom

Divertikulose (Darmausstülpungen)

 

Einschränkungen

Die Erkennung von Auffälligkeiten der Darmschleimhaut ist im Vergleich zur Koloskopie noch schlechter. Es können auch keine Gewebeproben entnommen werden.

Bei Schluckstörungen, Verengungen im Magen-Darm-Trakt, Fisteln, und bei Patienten mit Herzschrittmacher darf die Kapselendoskopie nicht angewandt werden

Kosten

Die Kosten für eine Kapselkoloskopie liegen derzeit bei etwa 1.000 €. Sie werden von den Krankenversicherungen bisher nur in Ausnahmefällen übernommen.

 

Nachsorge Darmzentrum

Nach  erfolgreicher Therapie ist eine regelmäßige Nachsorge zur frühzeitigen Erkennung und Behandlung eines erneuten örtlichen Tumorwachstums (Lokalrezidiv) und/oder  auftretender Tochtergeschwülste (Metastasen) sinnvoll.

Die Nachsorge der kolorektalen Karzinome richtet sich nach dem Tumorstadium (UICC-Stadium) und der vollständigen Tumorentfernung (R0-Resektion). Wenn vor der Operation keine komplette Dickdarmspiegelung durchgeführt wurde, sollte diese in 3-6 Monaten nach der Operation  erfolgen.

Bei einer R0-Resektion sieht die stadiengerechte Tumornachsorge wie folgt aus:

  1. UICC-Stadium I: keine generelle regelmäßige Nachsorge

  2. UICC-Stadiums II und III: regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen nach dem folgenden Schema:
Quelle: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom / Juni 2013zoom
Quelle: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom / Juni 2013

3. Sonderfälle in der Nachsorge stellen örtlich abgetragene sehr kleine Karzinome mit besonderer Befundkonstellation (sogenannte pT1-Low-Risk Karzinome) dar. Hier sollte eine  lokale endoskopische Befundkontrolle nach 6, 24 und 60 Monaten erfolgen.

4. Patienten im UICC-Stadium IV haben Fernmetastasen. Diese können ggf. therapiert werden. Nach kurativer Metastasentherapie (R0-Resktion) erfolgt eine programmierte Nachsorge. Bei palliativer Tumorentfernung (verbleibende Tumorreste=R2-Restion) erfolgen keine regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen.

5. Patienten mit einer erblich bedingten Tumorerkrankung erhalten eine individuelle Nachsorge.


Der Beginn der Nachsorge errechnet sich ab dem Zeitpunkt der Operation und dauert insgesamt 5 Jahre. Die Patienten erhalten einen Tumorpass. In den ersten zwei Jahren sollte eine Nachsorge alle 6 Monate erfolgen, ab dem 3. Jahr sind die Nachsorgeintervalle dann jährlich.

 
 
 
 
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