Als einem von
fünf Notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland Pfalz steht die Behandlung
lebensdrohlicher Erkrankungen oder Unfälle im Mittelpunkt des Notfallzentrums.
Eine strukturierte Ersteinschätzung, um die Behandlungsdringlichkeit zu erfassen ist EDV-basiert mit diagnostischen- und therapeutischen Behandlungspfaden verknüpft, die alle Behandlungsmöglichkeiten der angeschlossenen Fachabteilungen einschließlich der operativen- und Intensivbehandlung.
Notfallpatienten
profitieren dabei nicht nur von der Erfahrung und den Möglichkeiten der
spezialisierten Fachabteilungen, sondern auch vom Zusammenschluss verschiedener
Fachabteilungen in Zentren, in denen die gemeinsame Behandlung bestimmter
Erkrankungen oder Körperregionen im Mittelpunkt steht.
Selbstverständlich
werden auch nicht lebensbedrohliche Notfälle von allen im Haus vertretenen
Fachgebieten behandelt. Kein Patient wird abgewiesen.
Es besteht die
volle Zulassung zum berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren (SAV). Bei
gesundheitlichen Störungen, die offensichtlich nicht in die fachliche
Zuständigkeit der in unserem Haus vorhandenen Abteilungen fallen, werden
Patienten weitervermittelt, falls erforderlich mit dem Rettungsdienst
verlegt.
Die Abklärung chronischer Beschwerden
ohne akute Verschlimmerung oder eine Vorstellung zur Einholung einer
Zweitmeinung ist Aufgabe der Fachambulanzen nach vorhergehender Terminvereinbarung.
Bei gesundheitlichen Problemen, die nicht lebensbedrohlich erscheinen, oder bereits länger bestehen bitten wir darum, sich mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen, bzw. die Möglichkeiten des ärztlichen Notfalldienstes (Fr. 16:00 Uhr bis Mo. 7:00 Uhr, Mi. 14:00 Uhr bis Do. 7:00 Uhr sowie Montag, Dienstag und Donnerstag von 19:00 bis 7:00 Uhr des folgenden Tages) in der Bereitschaftspraxis Trier, Feldstraße 16. Sie können zudem die bundesweite Telefonnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 nutzen.
Eine
Hauptaufgabe in der Notfallmedizin ist das Erkennen und Behandeln eines
lebensbedrohlichen Zustands. Die Behandlungsreihenfolge darf sich also nicht in
erster Linie an der Reihenfolge des Eintreffens orientieren. Die
Dringlichkeitseinschätzung wird EDV-basiert in Anlehnung an das Manchester-Triage-System
durchgeführt, einem international etablierten, pflegebasierten Ersteinschätzungssytem.
Nach standardisierten Kriterien wird das Ausmaß eines möglicherweise
lebensbedrohlichen Zustands dokumentiert und die Behandlungsdringlichkeit
festgelegt.
Die
Prinzipien der Notfallbehandlung finden sich in den Leitsätzen des Advanced-Trauma-Live-Support (ATLS®)
"treat
first what kills first" und "be
prepared".