Nierenkrebs ist die dritthäufigste urologische
Krebserkrankung in Deutschland. Die Zahl der Neuerkrankungen für das
Jahr 2012 wird auf 15.000 geschätzt.
Risikofaktoren
Das Risiko, an einem Nierenzellkarzinom zu erkranken, wird durch folgende Faktoren erhöht:
Genetische Risikofaktoren:
- "von Hippel-Lindau-Syndrom"
Erworbene Risikofaktoren:
- steigendes Lebensalter
- Übergewicht
- chronische eingeschränkte Nierenfunktion
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Missbrauch von Schmerzmitteln
- berufliche Exposition: halogenierte Kohlenwasserstoffe, langjährige Röntgenbestrahlung
Symptome
Im Frühstadium der Erkrankung treten nur selten Symptome
auf. Mögliche Hinweise auf ein Nierenkarzinom können Flankenschmerz,
eine schmerzlose Makrohämaturie (Blut im Urin) sowie allgemeine
Beschwerden wie Koliken, Gewichtsverlust, hoher oder niedriger
Blutdruck, Abgeschlagenheit etc. oder eine neu aufgetretene Krampfader
im linken Hodensack sein.
Therapie
Die Operation ist bei lokal begrenztem Tumor die einzig
heilende Option. Je nach Befund erfolgt der Eingriff organerhaltend als
sog. Nierenteilresektion zur Entfernung des Tumors oder als
vollständige Totalentfernung der tumortragenden Niere. Die
Totalentfernung, die sog. Tumornephrektomie, erfolgt in der Regel in
Schlüssellochtechnik, also endoskopisch mit einem kleinen Schnitt zur
Bergung der Niere.
Im metastasierten Stadium kann eine medikamentöse Therapie erfolgen.
Der Nierenkrebs ist nicht strahlensensibel, so dass die Bestrahlung nur
eine untergeordnete Rolle bei der Therapie des Nierenzellkarzinoms
spielt.
Weitere Infos: Ratgeber Nierenkrebs